Der Gemeine Katzenpanda

Montag

Nummer 107

Die Gewinner des Wettbewerbs Das Un-Wort des Jahres 2010
lauten (in Tradition des Tsunami 2004, siehe Eintrag Nummer 2, kann's ja immer noch daneben gehen):

1) Banken-Krise
2) Finanz-Krise
3) Euro-Krise

Außer Obligo liefen: Tea-Party, Love Parade, Pferdewindel.

Nummer 106

Schluckauf ist schlimmer als Syphilis.

Nummer 105

Oh, wie sich die Zeiten ändern:
Heute habe ich zum zweiten Mal in 30 Jahren die Doors-Nummer "Whiskey Bar" auf meinem Soundsystem durchlaufen lassen, anstatt das Lied wie üblich zu überspringen (Zu Schallplattenzeiten in trunkenem Zustand immer ein riskantes Unterfangen). 
Zum zweiten Mal deshalb (ich rekurriere hier explizit aufs linguistische Prinzip der pragmatischen Präsupposition, oder, genauer, auf das Bedürfnis danach, um einer funktionierenden Sprechakt-Theorie das Wort zu reden), weil mir klarerweise erst nach dem ersten Abspielen der krummen Brecht-Weill-Komposition deren affirmative Ablehnung möglich war.  
Ob deswegen auch ich nur noch zur Nostalgie tauge, wie Jim Morrison selbst schon 1969 von sich selbst mit Grauen angenommen hat, oder nicht, werden wohl erst meine noch ungeborenen Kinder entscheiden, oder, noch viel früher, die Frau, mit der ich noch nicht verheiratet bin. 
Die Tatsache, daß ich mit 2,5 Liter Bier intus immer noch zügig "Maschine schreiben" kann, erfüllt mich übrigens ebenso mit Mißtrauen.
(Aber immerhin habe ich dem Impuls widerstanden, einfach eine Pizza zu bestellen, und das macht mir Mut)
Aber wie heißt es so schön nur fünf Lieder später: 

Time to walk
Time to run
Time to aim your arrows
At the Sun