Der Gemeine Katzenpanda

Freitag

Nummer 297

Es gibt Dinge, die besonders ärgerlich sind. Nein, nicht die polnischen Schwarzarbeiter am Bau gegenüber. Bei denen ist wenigstens klar, die fangen nicht allzu früh an und sie hören nicht allzu spät auf. Mein Ärger gilt auch nicht der total korrupten Hausverwaltung, die unser Haus brutal auf Verschleiß managt. Wofür sie, nebst gesagt, der Mietergemeinschaft unglaublich freche Kosten verrechnet, wie etwa die Rasen-Erhaltung unseres ABGESPERRTEN Gartens. Auch nicht den Wiener Stadtwerken gilt mein Ärger, die rein zufällig unisono mit den Wiener Verkehrsbetrieben und dem Wiener Magistrat ihre Tarife, Preise und Gebühren  simultan erhöhen, wobei sie in bester Gutsherrenmanier die Wiener und Innen herzlich düpieren, so knapp ein Jährchen nach der letzten Gemeinderatswahlen, als alle Parteien uns das genaue Gegenteil versprachen, genauer genommen den Wählern, zu denen ich nicht mehr gehöre, nur zur Klarstellung. Denn auch die Grünen, als Große Gerechte angetreten, sind, kaum ins Rathaus gewählt, von der sozialistischen Freunderl-Lok und Machtmaschine Michael Häupl augenblicklich niedergewalzt worden. Wer mit den Haien schwimmen geht, sollte besser eine DICKE Haut haben. Und diese Grünen, von vielen Jungen und vor allem von den Erstwählern favorisiert, diese Grünen, die doch etwas verändern wollten, sind von ihren Idealen ebenso schnell abgerutscht, wie ihnen diese Erkenntnis dämmerte - und die ersten Gehaltschecks übern Tresen gingen. Soviel dazu.

Nein, ich finde es besonders ärgerlich, wenn am selben Tag Haarföhn UND Staubsauger flöten gehen.
Der Föhn hat ein Jahr gehalten, und 10 Euro gekostet.
Den Staubinger habe ich 2002, mit den damals ganz frischen Euro-Scheinen bar gelöhnt, und zwar einen satten Hunderter.
Hat sich also beides rentiert.

Das eine war freilich ein Phantasie-Brand, im Russen-Shop erstanden, als Ersatz für ein nach einem Jahrzehnt dahin geschiedenes deutsches Qualitätsprodukt, das andre war ein deutsches Qualitätsprodukt. Zwar ist die Firma in den lieben, unparteiischen Medien in den letzten Jahren hauptsächlich wegen internationaler Schmiergeldskandale aufgefallen, und von den lieben, unparteiischen Medien dafür auch gehörig abgewatscht worden, aber dennoch muss ich aus rein persönlicher Erfahrung sagen, ob nun Staubsauger oder Föhn, Fernseher oder Kühlschrank: Meine sehr geehrte Damen und Herren, die Produkte der Firma S. kann ich unbeschränkt empfehlen.   
Mehr kann ich für Ihre Brieftasche nicht tun.
Guten Abend.  

Nummer 296

Lustig: Der Betrüger Karl-Theodor Guttenberg schlüpft bei einem US Think-tank unter. Bis zum Comeback.
Traurig: ÖH-Feministinnen veruntreuen 400.000€ Mitgliedsbeiträge (also auch meine Knete) für ein Homo-Café.
Klassikaner: In Palästina weben seit zwei Jahren drei Frauen am GRÖSSTEN STROHHUT der Welt.

Donnerstag

Nummer 295

Lustig: Muslimischer Hilfs-Terrorist wollte Pentagon mit ferngesteuerten Flugzeugen angreifen im Zwergen-9/11.
Traurig: Erste Vigilanten-Combo in Mexiko wehrt sich gegen die Kartelle: Los Mata Zetas metzeln Mörder.
Klassikaner: 25 Jahrestag von Helmut Qualtingers Ableben- Herr Karl forever!

Mittwoch

Nummer 294

Sollte sich jemand für eine sehr unterhaltsame und ebenso gut gemachte Doku über die Geschichte des Westens, insbesondere Europas, interessieren, so empfehle ich:
"The Western Tradition"
Es handelt sich hierbei um eine TV-Serie aus dem US-Unterrichtsfernsehen.  
Erstaunlich: Sie stammt aus dem Jahr 1989.
Ein Zeitdokument aus der Zeit vor Perestroika, Globalisierung, Handy, Internet...
Dafür gab es triste Klamotten und horrende Frisuren. 
Also ein Zeitdokument auf meiner eignen Vergangenheit.
Aber Top-Class-Infotainment.
In perfektem Oxford-Englisch mit rrreichem rumänischem Akzent.
Eugen Weber war ein Historiker und Geschichts-Philosoph, ein Kulturhistoriker, der an verschiedenen Unis unterrichtete. Er steht für mich in einer Traditionslinie mit Egon Fridell und Stefan Zweig. Denn Geschichte ist immer auch Kulturgeschichte. Auch das gepflegte Englisch verweist auf das jüdische Bürgertum, dem Weber wie Fridell und Zweig entstammte. Eine Art durchgehende Bildung, die allerdings allen kultivierten liberalen oder konservativen "bürgerlichen" Familien bis zum Zweiten Weltkrieg eigen war.   
Na, schließlich ist ja zwischen Pharao und Führer auf Englisch kaum ein Unterschied. 
Ist das noch niemand aufgefallen?
Die Griechen: A talent for creation and destruction
In dieser geilen Tour geht's weiter. 
Allein die sonore Ansage aus dem Off : 
"And now... UCLA Professor Eugen Weber's continueing journey through the History of Western Civilisation..."
(Unterlegt mit Beethovenesken Synthie-Fanfaren.
Es sei mir verziehen, wenn ich beim Salamibrot immer an noch eine Seeschlacht denke...

Einfach mal reinziehen!

Nummer 293

Zum Thema Korruption und Nepotismus in Österreich fällt mir zum aktuellen Anlass einer neuen Skandalwelle folgendes ein: Wie sagte der Papst: Die Diktatur der Mittelmäßigen. AUßer beim Thema Bereicherung und Vertushcung, da sind unsere Würsteln Weltspitze. Hauptsache, es wird mit dme Finger auf Italien und Berlusconi gezeigt. Mir völlig unverständlich: Wie in Österreich z.B. ein Schlosser ohne Matura Gesundheitsminister werden kann oder wie es geht, daß jemand heute Ministerin für Inneres und morgen für Finanzen sein kann, oder wie es möglich ist, daß Jungspunde á la Rudas, Pelinka oder Kurz in Positionen gehievt werden, für die sie, außer verwandt zu sein mit einem Bonzen, keinerlei Qualifikation aufweisen. Die Opposition kann ich auch nur als korrupte Gartenzwerg-Parade bezeichnen. Lauter Elfmeter und keinen einzigen verwandelt- schließlich sitzen auch diese Herrschaften mit am prall gefüllten Parlaments-Trog. Da grunzt keiner einen Kollegen von der Seite an. Dazu schmecken die Kaspeln vieeel zu gut!!! Auch darum haben die Schweine ihre Ferkeln in allen Schaltstellen der Macht installiert, die wiederum das Stimmvieh versorgen müssen. 
Mit solchen schmierigen Figuren kann man ein Land nur an die Wand fahren- während die dumpfe Masse diese Hampelmänner wieder und wieder wählt.
Die Politiker-Darsteller sollen sich nicht wundern, wenn es dem "Volk" wieder reicht und der Ruf nach einem "starken Mann, der den Saustall ausräumt", erschallt und tatsächlich statt Herakles jemand nach oben gespült wird, neben dem Herr Strache aussieht wie ein Ministrant. 

Dienstag

Nummer 292

Meine schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich: Facebook geht in die Politik. Schon seit dem ersten Treffen vom Zuckerberg-Betrüger mit dem Präsidentendarsteller Obama und der guten Laune-Kumpelei, die beide US-Schaumschläger verbreitet haben. Wir sind so toll, so hip, sao modern! Die ekle Zukunft der Politik: Eine globale Idioten-Facebook-Partei, die ihren lupenreinsten Erpresser-Lobbyismus als "Gefällt-mir-Spaß" verkaufen wird. Die gierige Dummheit wird regieren. Die Menschen werden noch schlimmer im Namen von börsennotierter "Freiheit und Demokratie" manipuliert. Ceterum censeo: Dieser eitle Gauner Zuckerberg gehört sofort enteignet. 

Nummer 291

 Das Wort der anderen


Friend --

I enjoy talking about fundraising deadlines as much as I imagine you enjoy hearing about them.

But this Friday's deadline is important.

It's a chance for us to prove how we're different from any campaign in politics: We rely on ordinary Americans giving what they can -- one grassroots donation at a time.

This is not just a campaign. It's a chance for each of us as citizens to organize and change the course of history.

And before we close the books this Friday at midnight, I hope you'll become a part of it.

Please donate $3 or more today.

I'll be calling some grassroots donors like you by phone this week, so I can say thank you.

And if I don't call you, there's a chance I'll see you at dinner with three other supporters sometime soon.

Even if I don't get to thank you personally, every single donation counts:

https://donate.barackobama.com/Friday-Deadline

Thanks for doing your part,

Barack

Montag

Nummer 290

Immer, wenn sie Pistazien aßen...

Nummer 289

Das Wurst-Käse-Szenario 

Teil 3

Heute: Aus dem Kapitel Wirtschaft
Transport/Mittel - geht ja doch!

Einer der größten "Aufreger" unserer Zeiten stellt sich in Form des Verkehrs dar. Nein, nicht der GV, wie er im Buche steht, sondern der Individualverkehr (nein, das ist auch kein Euphemismus für Masturbation). Mittlerweile gibt es ja in der Großstadt Wien circa 700.000 PKW. Bei einer Einwohnerzahl von 1.7 Millionen ergibt das auf ein Auto auf 2,43 Bewohner.
Wenn wir von der Gesamteinwohnerzahl jedoch Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre (ca. 340.000) sowie die Pensionisten (ca. 260.000)  abziehen, sowie die Arbeitslosen (ca. 70.000) und die Sozialhilfeempfänger (ca. 76.000), sowie die Studenten (ca. 130.000) und die Mindestlohnempfänger von 1.000€/Monat (120.000), ergibt dies: 1.7 Millionen - 856.000 = 844.000 Autohalter.

Das bedeutet, im Schnitt sitzen 1.2 Personen in einem PKW.
An Parkfläche ergibt das einen Bedarf von circa 4 Quadratmeter pro Auto - also 2.8 Quadratkilometer!!!
Diese Autos nehmen nicht nur öffentlichen Platz weg, sie machen auch Lärm und Schmutz und kosten ZEIT.
Und wofür? Damit pro Auto EIN Hansel seinen faulen Arsch von daheim ins Büro und zurück chauffiert? 

So wird das nicht mehr lange funktionieren. Dafür wird schon der ständig steigende Benzinpreis sorgen.
Da wir aber nicht davon ausgehen wollen, daß über Nacht alles zusammenbricht, sondern glauben, wir werden uns irgendwie schon berappeln, treten wir in die "Behandlungsphase" des Problems ein.

Ich glaube, 2035 wird es einen völlig anders gearteten Individualverkehr geben. Neue Gesetze werden etwa Autofahrer zum Car-Sharing ZWINGEN. Statt der Verbrennungsmotoren fahren die Leute mit Strom-Autos.
Eine einzige Art verbesserten Verbrennungsmotor (auf einer Gas/Ethanol-Einspritzung-Basis) wird dann noch erlaubt sein, und zwar für Rettung/Polizei/Feuerwehr sowie die Hubschrauber für Bergrettung etc.
Das Batterie-Problem wird durch neue Errungenschaften in der Regeltechnik und den Materialwissenschaften gelöst. Die Autos werden kleiner, kompakter, ihre Höchstgeschwindigkeit wird begrenzt sein auf 50 Km/H, ihr Bewegungsradius wird maximal dem Durchmesser der Stadtfläche betragen - genug, um von überall zu einem beliebigen Punkt und zurück zu kehren. Die Menschen sollen ja schließlich mit den Öffis fahren. Bus, Tram und U-Bahn werden die Hauptlast des Verkehrs tragen. Die Benützung des ÖNVs (öffentlicher Nah-Verkehr) wird für weite Teile der Bevölkerung GRATIS sein oder für einen symbolischen Obolus von 1 Euro zu haben.
Die oberirdisch verlaufenden Linien haben dank eines modernen Verkehrsleitsystems ständig Vorrang -       Elektro-Autos, die sich einer Kreuzung nähern, die grade vom ÖNV passiert wird, stoppen automatisch ab.
Allerdings ist für Autos ohnehin nur noch EINE FAHRSPUR reserviert, eine weitere für den ÖNV und eine für RADFAHRER. Elektro-Taxis werden eine vernünftige und leistbare Ergänzung bieten, vor allem Nachts, ebenso wird es für Kranke, Behinderte und Alte eine Art gratis Mobilitätsdienst geben.

Der Fernverkehr hingegen wird extrem reglementiert.
Die alten PS-Bomber wie Trucks und 10-Achser gibt es nicht mehr. Gütertransport gibt es bis auf Nottransporte für Medikamente oder Organe nicht mehr geben. Auch Motorräder sind verboten. Züge und Autobusse sorgen für den Transport von Gütern und Menschen.
Flugzeuge werden nur noch Kinder in der Volksschule an die Wand malen. Der Rest der Menschheit, der kein Millionär ist, wird sich das Fliegen nicht mehr leisten können. Massentourismus ADE. Gottseidank. Pilgern und Wandern werden Volkssport.
Auch nicht schlecht.

Nummer 288

Lustig: Kanzler Faymann plant ein "Machtwort".
Traurig: Deutsche Banken, Hauptverdiener am Griechenland-Debakel, wehren sich gegen "Haircut"-Beteiligung.
Klassikaner: Die kolumbianische Polizei stellt ein U-Boot sicher, in das bis zu sieben Tonnen Kokain passen.

Sonntag

Nummer 287

Lustig: Der Wiener "Heckenschütze" ballert auf Menschen - mit einem Luftdruckgewehr!
Traurig: In den USA werden die Henkersmahlzeiten in den Todeszellen abgeschafft.
Klassikaner: Wladimir Putin hat vor, bis 2024 Boss der Russen zu sein. Sein alter Kumpel Medwedew wird ihn hilfreich dabei unterstützen. Daneben bleibt viel Zeit zum Jagen, Angeln, Tauchen, Jubeln, Panzer fahren.   In diesem Sinne: Sa wasche sdarowje!!!

              "Ach ja, Mütterchen Rußland!"        "Ja, ja, da fliegt sie!" 

Samstag

Nummer 286

Auch unsere Pseudo-Demokratie ist am Ende. Wo nur noch Dilettanten Elite spielen, wo nur noch Unfähige Regierungen stellen, wo nur noch Lobbyisten-Moral gilt, wo korrupte Parteien jegliche Aufklärung unterbinden, wo diese Relikte des 19. Jahrhunderts, die nichts als Vereine sind, den Staat plündern, um ihre Kostgänger zu versorgen, wo aus Feigheit und Kalkül NICHTS PASSIERT, wo Bildung und Forschung nichts zählen dürfen, weil Pensionisten-Bonzen (Kohl, Blecha) Reformen torpedieren, wo Knaben und Mädchen nepotistisch in Führungspositionen geschoben werden (Pelinka, Kurz, Rudas), dort gehe ich nicht mehr wählen, dort engagiere ich mich nicht mehr sozial - dieser ganze Drecks-Staat, der von sinistren Figuren wie Schüssel, Strasser, Faymann, Glawischnig, Strache, Grasser und deren Günstlingen wie Hochegger, Meischberger, Scheibner etc. repräsentiert wird, der kann mich mal. 
Kreuzweise.
Peace. 

Donnerstag

Nummer 285

Lustig: Bruderzwist im Hause multikulti. In Deutschland prügeln die linken, grün-gesteuerten Leitmedien politisch-korrekt ein auf die neue (linke) Berliner Piraten-Partei - die Nerd-Truppe sei frauenfeindlich, weil es nur eine einzige Mandatarin gibt. Ob das daran liegt, dass Frauen sich eher marginal für Computer und Internet-Politik interessieren, interessiert halt niemanden. 
Traurig: Die österreichische Bundesregierung lehnt die von der gesamten Opposition geforderte Einsetzung eines parlamentarischen U-Ausschusses bezüglich der kürzlich publik gewordenen Lobbyisten-Korruptionsskandale ab. Sowohl SPÖ (ÖBB-Inserateetc.) als auch ÖVP (Telekom etc.) haben zu viel Dreck am Stecken. Klärung daher uninteressant. Demokratie ade.
Klassikaner: A) Der US-Präsident vertröstet die Palästinenser auf den St.-Nimmerleins-Tag. So was aber auch!
Klassikaner: B) Die faulen Griechen streiken in Permanenz gegen die Reformen ihrer Regierung. Die Rechnung wird euch bald präsentiert, liebe Griechen: Zuerst die Staatspleite, dann der Rauswurf auf der EU. Dann könnt ihr wieder den ganzen Tag Restina saufen und Tavli spielen und auf ein paar versprengte russische Touristen hoffen. Aber dann ohne großzügige Milliarden-Tranchen aus Brüssel, gelt?

Dienstag

Nummer 284

Lustig: Schimmelpilz im Wien Museum
Traurig: Mieten steigen wieder.
Klassikaner: Burgenländer 30 Jahre ohne Führerschein unterwegs.

Samstag

Nummer 283


Nummer 282

Wie stimmungsabhängig bzw. wie sehr Musik den Menschen in seiner Stimmung manipuliert, möchte ich an einem privaten Beispiel darlegen (zur Beruhigung meiner eher zart besaiteten Leser, nein, ich habe mich nicht der Dudelsäcke wegen freiwillig bei den Highlandern gemeldet): Da will ich mich doch tatsächlich am heiligen Week-End in meinem Blog (ja ja, ich weiß schon, wie selbstreferentiell das klingt) über die Korruptions-Kultur in unserer Heimat äußern, meinen sinnlosen und Energien verschwendenden Zorn darüber zum Ausdruck bringen, wie komisch es ist, schmierige Gestalten wie Grasser, Meinl, Mensdorff-Puilly, Meischberger etc. durch die Maschen des biegsamen Gesetzes schlüpfen zu sehen (wer weiß, wie lange noch), inklusive den allgemeinen Eindruck, bei mir und Millionen anderen Verarschten, die das Gesetz ganz anders kennen.

Vielleicht wollte ich mich aber über (ich weiß, ich wiederhole mich, aber in diesem Falle nicht ungern) den anhaltenden Kloaken-Journalismus des ORF beschweren, der die aktuellen Nachrichten nur unter einem ganz bestimmten ideologischen, nämlich Sozialstaats-sozialistischen Standpunkt selektiert, und über ein intendiertes Multikulti-Prolet-Publikum verfügt, an das sich die Redaktion zumindest online am liebsten in der Umgangssprache wendet (z.B.: "Börsenmakler baut Milliardenverlust", "Wirbel um XY", "Rittern um den Mittelstand", "Finanzminister erteilen Abfuhr" oder den Dativ anstelle des Genitivs verwendet, "XY betont Ablehnung von XY-Initiative" etc. All diese Schnitzer auf einem einzigen Screen-Shot!!!
Wer soll diesen Dreck weiterhin zwangsfinanzieren?
Sogar für's Internet-"Radio" kassiert ja unser Staat hier mit.
   DEAD SKIN MASK
Also setze ich mich hin, fahre den PC hoch, erteile dem WMP den Musik-Befehl, und was PASSIERT???

Den Lautsprechern entsteigen langsam die ersten mäandernden Riffs von BLACK SABBATH - Wut weicht Bewunderung: Der wuchtige basso continuo von Geezer Butler, der dem Sound Rückgrat gibt; Mr. Tony Iommi's souverän gedrechselte Gitarrenläufe, die konstant ihre Spannung halten zwischen Psychedelik und Populismus; elegante Song-Texte, die (entgegen der heute noch allgemein nachlesbaren Fehlinterpretation, die wohl von den Autoren absichtlich nicht dementiert wurde) weniger von Fledermaus-Fressen und Blutsaufen handeln, als vielmehr pazifistisch von Einsamkeit, Sucht und Phobie; die genial-nölende Stimme von Erz-Freak Ozzy Osbourne (Gott möge ihn uns noch lange erhalten) - da kommt's mir: 
Samstag Mittag! Pfeif' drauf! Bier auf! 
Mehr als das sind diese Oberen Zehntausend Ganoven in Wirklichkeit nicht wert.
Und zum Glück gibt's allein in Wien mehr als 10.000 Laternenpfähle.

These are the things I can do without.
       In diesem Sinne: 
          Friede den Palästen. 
             Wirklich.
   Peace. 

Nummer 281

Traurig: Die von Miniermotten verseuchten, dürstenden Rosskastanien im Augarten.
Lustig: Das Kosovaren-Eck-Café, das in der Karajangasse "Manhatten" heißt und in der Streffleurgasse "Manhattan".
Klassikaner: Die morgendlichen Jogger in obgenannten Wiener Park. Lauter wippende junge Frauen, dazwischen ganze ZWEI Kerle: Einen übergewichtigen Langhaarigen über 40 (c'est moi!) und einen jungen Sport-Schwulen mit rasierten Beinen.

Donnerstag

Nummer 280

Symbolreiches Bild: Ein Panzer der flämischen Freiwilligen-SS Division Langemarck rollt in Russland durch ein reifes Hanffeld.

Nummer 279

Dem geneigten Betrachter von Dokus über den US-Japanischen-Konflikt fällt immer wieder auf, einige der brutalsten Gefechte des WWII finden ausgerechnet im Pazifik-Krieg (was für ein Oxymoron!) statt. An Orten, die der Durchschnittseuropäer, so er sie überhaupt kennt, heute Tropen-Paradiese auf Erden nennen würde: Peleliu, Rabaul, die Sunda-Inseln, Guam, Tarawa, die Salomonen, die Midway-Inseln, und, wenigstens EIN nomen est omen: Timor (noch immer ein schrecklicher Ort!).
Heute sind diese Areale besonders unter Tauchern wegen der vielen malerischen Wracks berühmt-begehrt. Das Ganze bunt-traute Unterwasser-Szenario wird professionell gefilmt, Sie wissen schon, Mantarochen, Haie, Schildkröten, Clownsfische, Seeanemonen, ab und an ein Totenschädel oder ein gelblicher Beckenknochen. Das Ganze würde ich unterlegen mit der GRANDIOSEN Waschmaschinen-Stechschritt-Hymne
"Skeletons of Society" von Slayer.
Warum nicht?
 Wenn's Dollars regnet, kann's Blut ruhig spritzen!
  Welcome to The Seasons in the Abyss!




                 

Mittwoch

Nummer 278

Das Wort hat Obama

Friend --

Supporters like you are the reason I'm here, and the values we share have always made our organization more than just a political campaign.

So whenever I can, I want to take the opportunity to meet you. Last month, that meant I got to talk to folks in Iowa about small-business opportunities, and sit down with a group of volunteers from around the country who helped build this campaign in their communities this summer.

Today, I want to ask if you'll join me and three other supporters for a meal and conversation sometime soon.

Please donate $5 or more to be automatically entered for a chance to join me for dinner.

If this sounds a bit familiar to you, it's because we've done this before. In fact, my hope is that I'll be able to keep doing these dinners throughout the campaign.

They're a chance for me to talk one on one with people like you who are taking ownership of this campaign and connect with the work going on every day in neighborhoods across the country.

These dinners also set our campaign apart. No matter what our opponents do over the next 14 months, dinners like these are how we will continue to put people at the heart of this campaign -- and prove that we don't need checks from Washington lobbyists or special-interest PAC money to win an election. We can do it person to person, in our neighborhoods and backyards, and over the dinner table.

That's why I'm asking for your donation today. I hope you'll take a minute to help build this campaign. When you do, you'll have a chance to join me for dinner:

https://donate.barackobama.com/Dinner

Maybe I'll get to thank you in person.

Barack

Nummer 277

Noch oder doch?
Egal! 
Denn all das gibt es wirklich, zumindest im Norden von Wien:
Die mürrisch-müden Polizisten, die am Milch-Kiosk leckere Molkedrinks und ekle Tageszeitungen verlangen.  
Kosher-Shops, die aussehen wie frisch aus der Altstadt von Jerusalem in den Zwanzigsten transplantiert.
Zierliche alte Frauen, mit bunten Sommerkleidchen und wuchtigem Vollkontakt-Toupet auf zeitiger Salat-Jagd.
Den vierköpfigen Straßenarbeiter-Trupp, wobei drei Typen zuschauen, wie einer arbeitet.
Schwatzende Schulschwänzer, die morgens im Augarten sitzen und sich einrauchen.
Die kugelrunden Straßenkehrer hinter der mobilen Mist-Tonne, wie sie in den orange Warnklamotten mit ihrem Frühstücksbier schwungvoll um die Ecke biegen, jovialen Bojen gleich.
Die graubärtigen Griesgrame, deren knotige Fäuste Radfahrern im Park mit der Polizei drohen.
Jene untersetzte Zocker oder Zuhälter (oder beides) vom Balkan, die Vis-à-vis dem Café Elegance ihren Kollegen (oder Konkurrenten) unverblümt dicke Geldbündel  in die öffentliche Hand drücken.
Die müde polnische Kastenschieber-Gang: Glimmstengel. Overalls, Zigarettenpause zwischen Klavier und Kommode. Drei verschwitzte Hooligans. Aufgerollte Hosenbeine, Overalls, extrem kurze Haare. Blaue Augen. Schlafentzug.  Skeptische Blicke. 
Das türkische dicke Damen-Trio, inklusive Kaftan, Schürze und Kopftuch (meinen italienischen Großtanten gar nicht so unähnlich), die mit ihren herrlichen Zahnlücken auf einer Haltestellenbank gemütlich beisammen sitzen, Sonnenblumenkerne kauen und dabei lachen, daß sich die Runzeln auf der Stirne biegen wie tolldreiste Raupen. 
Den einsamen schwarzbärtigen Juden, der im nicht-koscheren Diskont-Supermarkt seufzend jeden Pfirsich, jede Zucchini einzeln befingert, ehe er sie doch in den Einkaufswagen legt.
Den dünnen Mann, Brille, wenig Haare. Typ Taxifahrer mit Diplom. Dicker Schnurrbart, schwarze Klamotten, zwei Flaschen Jägermeister in der Hand.
Sympathische stiernackige Kampfhunde, die breit lächelnd (oder angestrengt drückend) grade ihr grosses Geschäftchen mitten auf den Gehsteig machen- was dem sympathischen russischen Herrchen dann doch ein bisserl peinlich ist.  
Die freundliche kleine Postbotin, die herüber winkt wie ein schmächtiger Fuchs.
Levantinische Gewürzhändler, die einen "Herr Doktor" hinterher rufen.
Wie? 
Ihr glaubt mir nicht?
Aber das alles gibt es wirklich, im Norden von Wien.
Ihr müsst nur früh genug aufstehen. 



Dienstag

Nummer 276

Was mir immer wieder an Dokumentarfilmen auffällt: Wissenschaftler fassen unschätzbare Relikte egal ob nun 2000 Jahre alt oder 600 Millionen, Objekte, egal ob diese nun Fossilien sind oder rezenteres organisches Material; egal ob T-Rex oder Trilobiten, Helme, Schuhfragmente, Totenschädel, Mumien und Galeerentrümmer - einfach ohne Handschuhe an.
Einfach so.
Und es fällt niemandem auf.
Einfach so.  
An diesen Stellen befällt mich oft Zweifel.
Am Hirn mancher Menschen.
Oder an der Echtheit der Objekte.
Ein weiteres Ärgernis:  
Reenactment- und andre "Spielszenen" in Dokumentarfilmen.
 Gerade in Stücken über die Antike sind sie meist erbärmlich. Liegt es an den "Schauspielern"? Eher an den Regisseuren, die sowas zulassen. Da sieht der Persische Großkönig Darius aus wie ein durchgeknallter Kesselflicker in Bagdad, oder das Forum Romanum, bevölkert von "Senatoren" in Gestalt tunesischer B-Komparsen. Wie in den billigen TV-Schmonzetten der 2000er-Jahre, meist mit italo-französischen oder spanischen "Stars". Liegt wohl auch an der Globalisierung. Bis auf die Handschuhe. 
Einfach so.

Montag

Nummer 274

Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie eine Urlaubsreise die Menschen verändert:
Da gibt es zum Beispiel die Pauschalreisenden-Fraktion aus dem Gemeindebau, die schon am Flughafen mit Badelatschen und dem obligaten Strohhut auftauchen. Die Frisuren der Damen erinnern an die 80er-Jahre-Serie "Rosanne". Oft trägt man dazu ausgewaschene Jeans und ein Batikhemd, sodaß die Betroffenen wirken wie übrig gebliebene Nikki-Sudden-Fans aus der DDR (auch die Kinder). Gesprächsthemen sind Fußballspiele und Zoff mit dem Chef. Meidlinger L. Die Gruppe geht auch gemeinsam in die Raucher-Kombüse, währenddessen die Strohhut-Kinder die Polo-Kinder angaffen. Den Polokindern ist das extrem peinlich. (Es wird klar ersichtlich, diese beiden Spezies treffen in freier Wildbahn eher selten aufeinander). Die Strohhüte stimmen sich im Flieger mit Dosenbier (die Herren) und Sekt (Damen und Kinder) auf den Urlaub ein. Die Kinder quengeln. Gnadenlos. Die Strohhüte treten ausschließlich in Gruppen über acht Personen auf. Gerne wird von ihnen beim Einstieg die Kronen-Zeitung genommen, das Magazin "News" und eine Handvoll Gratis-Lutschbonbons. Politisches Idol ist hier ein Zahntechniker aus Wien. Endlich am Strand wird dann die mitgebrachte "Sangria" gesoffen. Ob Italien oder nicht. Es sind übrigens auch die Strohhüte, die auf den Charterflügen in die 2-Wochen-Freiheit nach der Landung klatschen.
Im entgegengesetzten Preissegment ist ebenfalls eigentümliches Betragen zu beobachten. Diese soignierte Klientel wohnt im Speckgürtel von Wien, sie trägt Bootsschuhe, Marken-Polo-Hemden mit aufgestelltem Kragen und Gelassenheit zur Schau (auch die Kinder). Es wird über den Tafelspitz vom Plachutta parliert, über Omas Geburtstag in Salzburg und Zoff mit dem Personal. Die Polo-Damen bemühen sich sichtlich, auszusehen wie "Desperate Housewifes". Jede hat eine obligate kleine Wasserflasche bei sich. Schönbrunner Deutsch. Die Polo-Herren, meist Anwälte, Notare oder Ärzte etc. um die 50, bewundern adlige Lobbyisten. Sie taumeln später in wallenden weißen Leinenhemden und engen Leder-Halsbändchen, wie man es eher von den jungen Schwulen auf Ibiza kennt, über den Strand. Aber ihre Desperate Housewifes finden auch an Flavio Briatore schick. Im Flieger sind die Polos gesittet und abstinent. Die Kinder schlafen. Auch am Strand wird man "bella figura" machen. Es wird mit dem standard geraschelt oder mit der Financial Times Deutschland. Diskret. Aber auch hier ist unter einer Grenze von acht Personen in der Gruppe nichts zu machen. Diesen Leutchen ist es sichtlich peinlich, sich kein Privatflugzeug leisten zu können. 

Ist die ganze Bagage endlich im Hotel/Apartment angelangt, kann's so richtig losgehen.
Es ist ja schließlich Urlaub. 
Gnadenlos. 

Sonntag

Nummer 273

Das Wurst-Käse-Szenario

TEIL 2 

Die Welt im Jahre 2035: Jeder Programmpunkt wird mit einem kleinen Aufsatz erläutert, der durchaus etwas länger werden kann, falls es nötig ist, aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Das Verfassen und Veröffentlichen dieser Aufsätze folgt keinem Schema.


Weltpolitik

  • Europa - Flickenteppich wie eh und jeh
  • USA - Splendid Isolation reloaded?
  • China - Koloss auf tönernen Füßen
  • Naher Osten - Chaos deluxe
  • Afrika - Blut, Diamanten, Elfenbein? 
  • BRICS - Geld, Macht, Korruption
  • Türkei - Abschied vom Bosporus

Gesellschaft

  • Islam - Das erzwungene Integrationswunder
  • Extremismus - von lechts, von rinks, uns stinkt's
  • Internet - Gutenberg vs. Facebook
  • Parteien - Was von Bismarck erhalten blieb
  • Konsum/Hunger - Kampf dem Dekubitus
  • Krankheiten - Die Macht der Implantate
  • Arbeit- Zwischen Luxus und Not

Wirtschaft

  • Banken - timeo Danaos et dona ferentes
  • Energie - der heiße Apfel
  • Transport - geht ja doch!
  • Nahrungsmittel - nicht Bocuse, nicht Penny-Markt

Umwelt / Klima
  • Atomstrom
  • Erwärmung
  • Wasser
  • Ackerland 

Heute: 
Naher Osten - Chaos deluxe

Tief in der Trickkiste der Neueren Kolonialgeschichte lauert ein Bündel Briefe aus dem Jahr 1915. Die Adressaten saßen in Mekka und Kairo. Sie hießen Hussein ibn Ali und Henry McMahon. In ihrer Funktion waren sie Sherif von Mekka und Britischer Hochkommissar in Ägypten. Ihr Briefwechsel heißt Hussein-McMahon-Korrespondenz. Ihr gemeinsames Interesse: Die politische Zukunft der arabischen Länder des Nahen Ostens. Der GROSSE IRRTUM daran: Die politische Zukunft der arabischen Länder des Nahen Ostens. Der wahre Grund: Koloniale Interessen. Das Ergebnis: Die Araber werten den soignierten Gedankenaustausch als handfeste Garantie ihrer Unabhängigkeit. Kreis geschlossen.
 Es ist hart für einen gebildeten Europäer, der in den guten alten Zeiten (1980er-1990er Jahre) die Bildungstrias (Volksschule, Gymnasium, Universität) durchlaufen hat, festzustellen, daß ein Gutteil der Probleme und Sorgen, welche die Menschheit heute so bedrücken, der Ranküne und dem Egoismus seiner Urgroßväter geschuldet ist.
Als 1916 England und Frankreich im Sykes-Picot-Abkommen den lebenden Leichnam Osmanisches Reich zerstückelten, schufen sie dabei kaltschnäuzig und in klarer Abkehr ihrer öffentlichen Absichten des Vorjahres auf dem Kabinettstisch auch ein Gebilde namens Palästina. 

Comb out the rusty fever, comb out the cute blonde girls!  
 Comb out the dusty feelings, comb out the busty whores!

Der erste Verrat von vielen, den die Araber vom Westen hinnehmen mussten. Bis aufs methodische Abknallen wie bei den USA kommt mir das vor die die Behandlung der Indianer. Verträge etc. gelten nur so lange, wie es den Kolonialherren passt. Was für eine Schande! Kein Wunder, wenn sie uns heute so hassen. 

1917 folgt der nächste Face-Slap: Die Balfour-Deklaration verdankt ihr Entstehung der Pressure-Group WZO, für World Zionist Organisation. Die Ashkenazi und die Sephardim, ihrerseits die Schnauze voll hatten vom modernen europäischen Antisemitismus, ob der nun subtil-grauenhaft war wie im Westen (z.B. Affäre Dreyfuß 1895) oder eher proletarisch wie im Osten (Pogrom von Kischinjow 1903), ob dieser Judenhaß faustisch ausgelebt wurde (Protokolle der Weisen von Zion) oder zynisch, wie von Lueger war den Juden zu Recht egal. Doch der Wieder-Einzug der Juden ins Gelobte Land sollte sich nach dem Holocaust als eine der destruktivsten Zeitbomben der Geschichte erweisen.)

Der absurde rassische Gegensatz zwischen den zwei Semiten-Stämmen Juden und Araber wäre allein schon genug, um die Nahost-Region nachhaltig zu destabilisieren, grade, weil die USA gegenüber ihrem Verbündeten Israel eine wahre Nibelungentreue halten und die intrigante Rolle der alten Kolonialmächte E und Fr spielen.
Doch der Konflikt wird zusätzlich durch die Folgen des Kalten Krieges erschwert, in dem jede Partei in ihrem Einflussbereich jeden noch so schäbigen Diktator stützte bzw. installierte (oder zu stürzen versuchte), solange er nur dafür sorgte, sein Land auf Linie zu halten (Gewiss, Figuren wie Bokassa und Idi Amin waren extreme Spitzen, aber auch sie passten zum verrückten Tenor der Zeit). 

Erstaunlich, wie lange sich zwischen Marokko und Bagdad einzelne Kleptokraten-Clans halten konnten:

Sie alle stopften sich mit amerikanischem oder russischen Segen die TASCHEN VOLL, ließen Tausende in Folterkellern verschwinden, hielten ihre Völker dank ihnen verpflichteten Armeen in Dummheit, Angst und Not.
Als ganz normaler Durchschnitts-Heini hast du damals von diesen Dingen nicht viel mitgekriegt, außer es wurde ein Bürgerkrieg besonders brutal (Libanon ab 1982) oder einer der Weltbosse erschossen, wie etwa Sadat im Jahre 1980. Sein Nachfolger, Hosni Mubarak, sog wie eine Laus als Statthalter der USA Ägypten unbehindert bis in Jahr 2011 hinein das Blut aus. Er hinterlässt ein zorniges, ausgepowertes Land mit Millionen Arbeitslosen und wenig Perspektiven. Hatte keine Lust auf Selbstmord  und lässt sich lieber im Krankenbett in den Gerichtssaal rollen, derweilen draußen die Menge tobt und seinen Kopf fordert. In Marokko hingegen herrscht seit 1956 mit harter Hand die Alawiden-Dynastie über riesige Phosphat-Vorkommen und ihr kleines Volk. Sind seit 1783 (!) beste Freunde der USA. Menschenrechte eher mau. Hauptsache, es gibt CIA-Folterknäste.   
In Tunesien fraß sich der Ben-Ali-Clan 24 Jahre lang milliardenschwere Bäuche an, ehe sie dito 2011 verjagt wurden. Der Diktator und seine vulgäre zweite Frau sitzen nun in Riad auf ihren Geldpölstern. Im Nachbarland Algerien hingegen herrschte seit dem Kolonialkrieg 1956-1962 und der offiziellen Unabhängigkeit  ein chaotischer Schlingerkurs vor, der von sozialistischen Experimenten, Blockfreiheit und dem regelmäßigen Militärputsch in den Bürgerkrieg 1992-2002 mündete. Den gewann der Staat, dessen Obermeister seit 1999 Abd al-Aziz Bouteflika ist, der versucht, den Islamisten endgültig das Wasser abzugraben. Libyen war, wie jeder weiß, die Spielwiese des irrlichternden Obersten Muammar Gaddafi, der Machiavelli ein zumindest anerkennendes Nicken abgerungen hätte. Vater des Volkes und einer unsympathischen Groß-Brut (Hannibal, die Saifs, Mutassim etc.) hortete auch er ein Fafner-Vermögen an, das die 100 Milliarden Dollar wohl überschreitet. Ist im Gegensatz zu seinen Diktatoren-Kumpels noch in Freiheit, er hält sich irgendwo versteckt. Prognosen, er wird enden wie weiland Saddam Hussein, halte ich für verfrüht. Wird wohl in Caracas eine Gesichtsoperation absolvieren und danach die Puppen tanzen lassen. In Syrien gibt es auch wenig zum Lachen. Das Multikulti-Land schlechthin (Sunniten, Alawiten, Schiiten, Christen, Drusen, Juden) gehört seit 1970 der Familie Al-Assad.  Nach dem Big Daddy Hafiz, der das Land im eisernen Handschuh hielt, den Libanon schluckte und erfolgreich in der Zweiten Liga führte, kam sein Sohn Baschar, in zweiter Wahl zum Zuge, als sein beliebter großer Bruder Basil einem jener mysteriösen "Autounfälle" zum Opfer fiel.  Baschar, der Augenarzt aus London, wirkt seit jeher als Getriebener (der alten Eliten seines Vaters), er ist kein Macher. Was sich aktuell in Syrien abspielt, ist völlig undurchsichtig. Da einer der Hauptorte der Auseinandersetzung die Stadt Hama ist, scheint es sich um eine Art Abrechnung zwischen den Muslim-Brüdern und dem Regime zu handeln. Nachdem Aziz Al-Assad bereits 1982 in Hama einen Aufstand der Muslim-Brüder so gründlich niederschlug, daß die Muslim-Brüder 40 Jahre lang die Füße stillhielten, scheint die Terrorsekte im Windschatten der so genannten "Arabellion" einen neue Chance gegen den kaum für voll genommenen Baschar zu wittern. Der Ausgang darf als offen bezeichnet werden. Da Syrien mehr oder weniger mit dem Iran verbündet ist, und über nicht nennenswerten Ölvorräte verfügt, rechne ich nicht mit NATO-Eingriff oder ähnlichem Pro-Demokratie-Schnickschnack. Ob Baschar Al-Assad mittlerweile selber Lust an der Macht bekommen hat, oder über reichhaltige Depots in Schweizer Tresoren verfügt, ist mir unbekannt. Aber als Kenner der Szene bin ich sicher, falls nicht jemand Baschar gewaltsam ab serviert, und er aufpasst, zu wem er ins Auto steigt, wird er auch in einem möglichen Exil (Taiwan? Teheran?) nicht betteln müssen. 

Abgesehen von den regionalen und klimatischen Unterschieden ist all den genannten Staaten gemein, daß sie  
über eine Bevölkerung verfügen, die eher dürftig gebildet geschweige denn aufgeklärt ist. Da obendrein die meisten der Arabischen Länder als Republiken bzw. Volks-Demokratien getarnt sind/waren, hat die Freiheit einen doppelt schweren Stand. Die Menschen kamen mit dem (vom Westen gestützten) Staat vor allem in dessen drei Identifikationen in Berührung: Der korrupte Beamte, der grausame Geheimdienstler, der Prügelpolizist. Ich nehme an, die geknechtete Bevölkerung hat die Schnauze voll von all dem Gerede und es wendet sich dem zu, was es seit Urzeiten kennt: Der Islam. Meine Prognosen von West nach Ost für 2035:
Marokko bleibt eine Monarchie, dazu kommen wirtschaftsliberale Einsprengsel, Demokratie unerwünscht. Chemo-Agrar-Industrie.
Algerien: Islam-Sozialistischer Sowjet. Demokratie unerwünscht. Mangelwirtschaft.
Tunesien: Gaullistisch geprägter Präsidialstaat mit demokratieähnlichen Zügen. Tourismus, Phosphate, Photovoltaik.
Libyen: Erlahmender Schwung des Wiederaufbaus, Demokratie englischen Zuschnitts, Korruption. Erdöl, Photovoltaik, Dienstleistung, Tourismus.
Ägypten: Islamistische Diktatur, Armut, Hunger, Bürgerkrieg. Failed state
Syrien: Chinesisch geprägte Militärdiktatur. Banken, Tourismus, Photovoltaik, Lebensmittel. Verarbeitende Industrie.


Samstag

Nummer 272

Das Wurst-Käse-Szenario

TEIL 1
Um den werten Leser die richtige politische Einordnung meiner Ansichten und Meinungen zu erleichtern, möchte ich an dieser Stelle einen Schirm aufspannen, unter dem sich die Verhältnisse der Welt in 20 bis 25 Jahren möglicherweise abspielen werden.

Da ich nicht davon ausgehe, daß in jener quasi-fernen Zukunft irgendjemand außerhalb meiner Familie oder der engsten Freunde dieses elektronische Tagebuch lesen wird (ja, ich mir leider nicht einmal sicher sein kann, ob es dann überhaupt noch elektronische Tagebücher für jedermann gibt), schreibe ich diese Dinge nur für die Wetten mit mir selber auf. Wobei es egal sein wird, ob ich Recht hatte oder nicht: Die meisten Entwicklungen, sind eher zu befürchten.

Niemals außer Acht gelassen wird die Tatsache schlechthin: Jenseits aller Zukunftsmalerei, hinter jeder postmodernen Willensäußerung und kryptischer Traumdeuterei steht unerschütterlich der Erste Weltkrieg.
Er ist unbestritten die Ur-Katastrophe, des 20. Jahrhunderts, er ist jene Umwälzung, an deren Folgen wir heute noch knabbern: Hitler, Stalin, Holocaust, Kalter Krieg, Korea, Vietnam, Atomrüstung, Perestroika.

Mit der Globalisierung und dem Internet schien es dann immerhin 20 Jahre lang so auszusehen, als ob das Zeitalter der Kriege ins Zeitalter des Geldmachens umgeschmelzt wäre. Aber das konnte einen weiteren Handlungsstrang aus dem Ersten Weltkrieg nicht ausblenden, der schon seit den 1970er Jahren erneut virulent war: Das Nahost-Problem, Diesem verdanken wir -indirekt- den Paukenschlag des 9/11, den folgenden War on Terror in Irak und Afghanistan, die "Sicherheitsgesetze", den echten Big Brother.  


In 25 Jahren werden wohl die fürchterlichen alten Männer, die heute über der Welt ihre Schreckensherrschaft ausüben, schon tot sein oder im Rollstuhl hocken - jenseits von Gut und Böse. Ihre Namen sind Legion. Doch ihr kennt sie. Ihr wisst, wo sie wohnen, wo ihre Kinder in die Schule gehen, nicht wahr?


25 Jahre, ab jetzt gerechnet, bedeuten eine neue Generation, jene der 2012 Geborenen, die dann den Zustand, den sie ihre Gegenwart nennen, zu einer neuen Zukunft entwickeln werden- der Faden wird wohl weitergesponnen. (Ich selbst werde in 25 in bestem Pensionsalter stehen- das heißt, 10 Jahre Maloche drauflegen für weniger Geld. Supi!)



Im nächsten Teil die Einführung ins Wurst-Käse-Szenario.

Nummer 271

Das Wort hat Obama:


Friend --

Today I asked for a joint session of Congress where I will lay out a clear plan to get Americans back to work. Next week, I will deliver the details of the plan and call on lawmakers to pass it.

Whether they will do the job they were elected to do is ultimately up to them.

But both you and I can pressure them to do the right thing. We can send the message that the American people are playing by the rules and meeting their responsibilities -- and it's time for our leaders in Congress to meet theirs.

And we must hold them accountable if they don't.

So I'm asking you to stand with me in calling on Congress to step up and take action on jobs:

http://my.barackobama.com/Time-To-Act

No matter how things go in the weeks and months ahead, this will be an important challenge for our organization.

It's been a long time since Congress was focused on what the American people need them to be focused on.

I know that you're frustrated by that. I am, too.

That's why I'm putting forward a set of bipartisan proposals to help grow the economy and create jobs -- that means strengthening our small businesses, giving needed breaks to middle-class families, while taking responsible steps to bring down our deficit.

I'm asking lawmakers to look past short-term politics and take action on that plan. But we've got to do this together.

I will deliver this message to Congress next week, but I'm asking you to stand alongside me today:

http://my.barackobama.com/Time-To-Act

More to come,

Barack

Nummer 270

Sommerpause vorüber!
GÄÄÄÄHN!
Der Sperling erwacht, der Gemeine Katzenpanda schleicht auf fiesen Fisolen-Sohlen sich heran an den Mampf. Der Chronist blinzelt in die verhangene Sonne und tunkt den Federkiel in die Tinte.
Was ist denn alles so passiert, in den letzten 3 Monaten, was erwähnenswert wäre?
Hmmm.
Gaddafi im Out.
Breivik im Knast.
USA in der Miese.
Winehouse im Grab.
Strauss-Kahn im Rausch. 
Lobbyisten und Justiz im Clinch. 
Israel und Türkei knapp vorm Krieg.
Der EURO ächzt vor sich hin.
In der Wirtschaft morscht das Gebälk.

Sonst haben Sie nix verpasst lieber Leser, falls Sie die letzten drei Monate im Koma verbracht haben.
Freuen Sie sich mit mir über die künftigen Polit-Schweinereien und kriminellen Machenschaften der Eliten, seien Sie gespannt auf kommende Korruptions-Schmankerl und Gammelfleisch-Skandale, die alle von mir mit züchtig verhüllenden Worten ins Große Buch der Beulen eingeschrieben werden. Selbstverständlich Seite an Seite mit den altbewährten Glossen, Kritiken und persönlichen Beobachtungen des Tages.
Auf die nächsten Einträge!
Freut sich
Ihr
Gemeiner Katzenpanda

Nummer 269

Wahrlich, ich habe lange gewartet.
Nachgedacht.
Gedacht.
Hmmm...with MM you must always have a side-deal with drug (ab)use, introspection, metaphores, exaltation and the sinner's wish to repent. Chuckle. Of course, this obsure wish won't make the experience go away.
It's too late, now: Now you are FREE.
At your own risk.
Expense.
Advantage.
You don't yank at the Spine of God.
You do not challenge Eternity for nothing.
Some scars must be left to PROVE your statement, even if it might sound bewildered.
Light-verb-constructions.
Psycho-Analysis.
Francis Bacon.
You don't get anything for free.
You'll be changed afterwards.
You'll be thankful.
Eventually.
Peace.