Lustig: Der neue Sherlock-Holmes. Robert Downey Jr. in Höchstform, mit Jude Law. Weihnachtsfilm 2011 !!!
Trauri:g: Ganz Nord-Korea. Cholera. Chor-Ära. Wegen des Heimgangs ihre "lieben Führers" Dschingis-Il.
Klassikaner: Frankreich und die Türkei streiten sich wegen der Armenier.
Donnerstag
Nummer 352
DIE BALLADE VON SOAPY SMITH
Non olet
Das Frozen Hours kannte keine Sperrstunde. Die Goldgräber am Yukon verstanden da keinen Spaß. Sie waren es, mit ihren verfaulten Zähnen und dreckigen Seelen, welche die Service- Idee anstießen. Wer aus der Kälte kam, der wollte nicht warten, bis irgendwelche Läden oder Saloons und Puffs aufsperrten, der wollte HIER UND JETZT seinen mühsam erschufteten Goldstaub verprassen. So kam es, dass aus diesen kalten Dezembernächten, wenn die letzten Novembernebel zu Straßenglätte zerkrümeln, die ersten Shopping-Nights der amerikanischen Geschichte hervorgingen. Klar wurde da jeder über den Löffel barbiert, aber es war eine freiwillige Sache.
Anfangs.
Als dann auch die anderen Läden anfingen, rund um die Uhr geöffnet zu haben, rutschten die Preise in den Keller, die Goldgräber fanden keine Nuggets mehr, alle gingen in die Pleite und ganze Städte verschwanden von der Landkarte.
Puff!
Alles nichts gewesen!
Soapy Smith war einer dieser krummen Schatzsucher, Eigenbrötler, Waldschrate, mit vernarbten Mündern, und knorrigen Gesichtern aus denen unappetitliche Bartkakteen sprießen. Speisereste verrieten viel über ihren Verspritzer. Unser dreckiger Held war ein wilder Hund, der seine Huskys schon fest als Proviant einplante, um zu sparen und fit zu bleiben.
Die Indianer aßen schon seit Jahrtausenden ihre Hunde, die sie, ähnlich wie wir es mit den Hühnern tun, zu diesem Zwecke züchteten.
SUCH A GOOD DOG!
HMMM! LECKER MARK AUS OFFENEN SCHIENBEINKNOCHEN SAUGEN!
Ich denke, Sie merken schon, die Ballade von Soapy Smith ist so dermaßen grausig, allein die Bilderchen, die bunten, auf der Packung außen drauf, die reichen, um nicht alles vor Ihnen abspulen zu wollen.
Sorry.
Puuuh!
Hippocampus!
Ich streichle auch lieber mein neuestes Geschenk, ein allerliebstes Stoffkätzchen.
Er heißt Chester.
Ich muss mein Kätzchen bei mir haben.
Hauptsache weich und Streicheln.
OH YEEEAHH!
YEAH YOU'RE THE ONLY ONE
Hört nach bei MM.
Für Ablenkung wird gesorgt.
Und überhaupt, ist Hans Eichel ein Hochstapler?
Ein Tiefstapler?
Ein Baggerfahrer?
Trittbrett für Nitrite und Nitrate im Blut.
Auch er ein morsch gewordener, verzweifelnder Décadent? .
Einer, der DOCH BITTE NICHTS DAFÜR KANN!
Ein Finanzminister, der im Bundestag vor laufenden Kameras heulen kann, wo gibt es denn so was?
In Österreich etwa, oder in der Tschechei?
Ja, dieser Mann ist zerbrochen an seiner schweren Last, Staat zu machen.
Ja, der ekle Osama ist schuld am Versagen Hänschens, aber der ist so nobel, dies nicht aussprechen zu müssen.
Es weiß ja eh jeder, auf einer metaphysischen Ebene.
Aber dieser Blick, wie der einer 72 Jahre alten Frau, ein Ex-Hollywood-Star, die auf ihr Alter angesprochen, verzweifelt sagt:
"Ich bin 27, warum?".
Jeder weiß es, na und?
Unser Eiserner Hans, wie ihn die Presse anobstet, ist der DJ Bobo der Bundesregierung: Sauber, ehrlich, fleißig.
Großer Erfolg bei dem eher jugendlichen oder ehm, junggebliebenen Publikum.
Kinder und Rentner.
Zumindest der echte, der Schweizer.
Cleveres Sponsoring ist eben alles.
Und doch, irgendwie der Wahrheit verpflichtet.
Wie die Balance halten?
Schwierig schwierig popierig.
Informationsausfluss.
Ekelerregend.
Denn die ganze Nation badet mit, im Schlamm.
Ist ja auch egal, Sie sind ja sonst auch nicht so ein Korinthenkacker.
Oder, wie steht's mit Ihrer Steuererklärung, häh?
Meine war sauber, und ich habe sogar DM Siebenhundert zurückerhalten, YEAH!
OK, jeder will an die fette Beute, aber ich habe Skrupel.
Oder habe ich lediglich Skrupel?
Würde ich zum Beispiel Steuern hinterziehen, wenn ich sicher sein könnte, einer laxen Beamtenschaft entgegenzusehen?
Ich glaube, ja.
Aber jetzt, wo der Nikolo rot und weiß und fett und schokolebkuchenbraun im Fenster steht, wollen wir alles vergeben und vergessen, und möglichst viel Knete unters Volk bringen, n' est pas?
Sogar der Rudy Giuliani verlangt von den New Yorkern Konsum!
Herrlich!
Shoppen für die Freiheit!
Die Frage aber, oder Terence Hill wirklich echte blaue Farbelinsen trägt, ist für mich nicht ausreichend geklärt.
Und wenn irgendeinem Arschloch meine Texte zu sprunghaft sind, dann mag er oder sie bestimmt auch keine Musique Concrète.
Oder James Douglas Morrison.
Sonntagmorgenfrühstück ist cool.
Wobei wir saten Elitisten lieber Lanson Black Label trinken als etwa Moet-Chandon oder ähnliches Gesöff wie der prollige Mumm Cordon Rouge, und erst dieser schlabberige Roederer Cristal, dieses Russenzeug, wie unfein, pfui.
Dom Perignon, ja, der geht gerade, und Veuve Clicquot.
Aber sonst?
Zum Glück gibt es ja dafür Taschentücher.
Aber das ist ja schließlich kein besonderes Weihnachtsgeheimnis.
Was sich liebt, das leckt sich.
Das Leben ist ohnehin wie eine Mahjong-Partie. Du gerätst in Situationen, die auf den ersten Blick schon nach drei, vier Zügen hoffnungslos wirken, aber du nimmst die Herausforderung an.
Und siehe, genau dann, wenn du es am wenigsten erwartest, fallen dir die Steine wie Schuppen von den Augen, das Spiel geht auf!
Dann hast du einen Lauf, und alles sieht möglich aus!
Na, ich musste erst lernen, die Zähne zusammen zu beißen, bin aufs Neue überrascht, wenn sich meine Theorien zu "Meine Stärke ist Beharrlichkeit" selbst beweisen.
Das einzige, was jetzt mürrisch wirkt, ist mein Aberglaube.
Ein irrationaler Argwohn, Dinge zu verschreien:
Deshalb muss ich ein paar Monate die Klappe halten, ehe ich euch etwas erzählen werde.
Ja, ich muss ja die Spannung ein wenig am Köcheln halten, das gilt ja für mich genauso.
Herrlich, wieder einmal einen kryptischen Text schreiben zu dürfen, nachdem mir meine Konsequenz befohlen hat, zwecks der Übung einige kurze Geschichten zu erfinden, mit Sinn und Dialog.
Well, ich glaube, Sie können das am ehesten beurteilen, denn schließlich haben Sie diese Texte ja auch selbst gelesen.
Oder etwa nicht?
Na, das muss ich doch glatt nachholen!
Bis mir das Handgelenk wehtut!
"Wo ist der Schlüssel?"
Es war eine gezeichnete Figur, die das fragte. Ein großes, dünnes Fragezeichen, zwei horizontalen Strichen im obersten Viertel des Schwanenhalses, Nase unten, und zwei winzige Lippen, die sich fast wie Hämorrhoiden vorstülpen.
Der Hausmeister hatte vergessen, seinen Lagerschlüssel abzugeben.
Das Rechtschriebprogramm ist wirklich beschissen, es erkennt nicht die idiotischsten Tippfehler.
Na, obwohl doch.
BLABLABLA BLABLABLA BLABLABLA.
Da kannst du ja trübsinnig werden.
Der Sergeant hatte gekämpft wie ein Löwe. Er hatte sich erst ganz am Ende erschießen lassen, als die anderen schon alle weg waren.
Irgendwo in der Wüste.
Irgendwie, fand sein Gegner, war doch ein süßes Kerlchen gewesen.
Was für ein Schachzug, erkannten sie, rühre das Volk zu Tränen, und du hast das Herz auf deiner Seite.
Lohte es sich, dafür zu sterben?
Sie wusste es nicht.
Sie mästeten sich mit Poularden und fragten sich, ob es denn noch Sinn machte.
Es war krank und verlogen, dekadent und erfolgreich.
Denn Rest kann er sich klemmen.
Reine Gehirnwäsche.
Obwohl bloß eine Schicht auf einmal abgeht.
Die Szenen ähneln sich.
Hier ein nicht stubenreiner Hund, da ein ehemaliger Freund.
So ist es eben, wenn du einen Menschen gründlich verkennst.
Nach Jahren erkennst du es, und es ist dir peinlich.
In dem Alter noch?
Das kann doch bestenfalls nicht bös gemeint sein.
Schlimmstenfalls stinkt es nach Falschheit und Verrat.
Daran will ich mir allerdings nicht die Finger dreckig machen.
Zehn Jahre lang das Maul halten, und plötzlich, weil du die Wahrheit sagst, wird über dir ein stinkender Mistkübel ausgeleert, mit klebrigen Bodenstücken und eitrigem Salpeterwasser.
Da frage ich mich zu Recht, war der Typ jemals ein Freund, wenn er nie gesagt hat, was er wirklich von dem und dem hält?
SO ein Blödmann.
Wäre alles nicht notwendig.
Immer gleich den Mund aufmachen.
So eine Mönxerei.
Flimmerndes Neonlicht.
Ein Pissoir.
I have my hair put back together.
Lichtspiele am laufenden Meter.
Halleluja und Goodbye.
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Sprachbetrachtung
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