Der Gemeine Katzenpanda

Freitag

Nummer 171

Das krasseste Beispiel für Arme-Leute-Globalisierung ist mir heute im Supermarkt ins Auge gesprungen:
Knoblauch aus CHINA.
Nochmal, zum Mitschreiben:
Knoblauch aus CHINA.
Unfassbar.
Als ob es in Österreich keinen Bauern gäbe, der die leckeren Knollen anbaut, meinetwegen sogar ein ganzes Knoblauch-Kollektiv, das den austriakischen Bedarf an Alioli-Grundstoff befriedigen könnte. 
Wenn der chinesische Knofel so günstig ist, daß er auf Schiffen um die halbe Welt gekarrt werden kann, und in Europa immer noch ein Pfennig-Artikel ist, bedeutet dies schlichtweg nichts anderes, als die brutalste Ausbeutung der chinesischen Knoblauchbauern. Wiederum ein Beweis dafür, wie Scheiße die Globalisierung ist.
Ein Grund mehr, Produkte aus China striktest zu boykottieren.
Amen.

Nummer 170

Nach Ben Ali gerät mit Mubarak der nächste alternde afrikanische Autokrat ins Abseits.
Im Gegensatz zu Tunesien jedoch ist Ägypten ein enger Verbündeter der USA.
Daher glaube ich nicht, daß die Amis besonders interessiert sind, in Ägypten eine Demokratie zu etablieren.
Die moralische Integrität der Drecks-USA einmal abgesehen, glaube ich, daß die Wirkungsmächtigen vor Ort sich einen feuchten Schmarrn drum scheren werden, was die US-Absteiger überhaupt wollen.
Die Frage ist vielmehr die, was passieren wird, falls Mubarak mit den Taschen voller Gold sich verpisst.
Wird, wie in Tunesien, etwa die zweite Riege der Kleptokraten an die Macht kommen, wird es eine Art Demokratie geben, oder werden Iran-Style bärtige Mullahs ihre private Version einer Schreckensherrschaft verwirklichen? Wird gar ein Zinken aus dem NWO-Kamm brechen? 
Wir werden ja sehen.