Der Gemeine Katzenpanda

Montag

Nummer 199

Dem lieben Gott sei gedankt für ZAHNÄRZTE.

(Mümmel jammer leid)

Sonntag

Nummer 198

Schon ein Symptom der Zeiten, wie wir aktuell mit Nachrichten bombardiert werden, die von Figuren wie Gaddafi, Lugner, Guttenberg, Ecclestone et. al. "gemacht" werden. Eine weitgehend atomisierte Gesellschaft, divide et impera, kennt das Wort Zusammenhalt nur noch aus dem Geschichtsbuch, sie verfolgt in Splittergrüppchen ihre Partikularinteressen, sie gründet Lobbys jeglicher Couleur, sie kreischt um Aufmerksamkeit, sie degradiert sich gleichzeitig, freiwillig und ohne Not, zur willfährigen Verschubmasse undurchsichtiger Kreise Wirkungsmächtiger. Da der Glaube bei Christen weitgehend durch Psychoanalyse (wer Glück hat) oder Konsum (wer schon alles andre hat oder nix in der Birne) ersetzt worden ist, und Bildung als lästige Anstrengung, die gescheut werden kann angesehen wird, sind die inneren Abwehrkräfte der Gesellschaft weitgehend erschöpft.
Geiz ist geil? 
Was wir erleben, ist nichts weniger als der schmerzhafte Abgesang des Abendlandes, der Weißen Rasse, ein Prozess, des sich vor unseren Augen vollziehenden Untergangs des Abendlandes, wie er von Oswald Spengler nach Abschluss des mutwilligen Gemetzel Erster Weltkrieg schon 1918 prophezeit wurde.
Es ist allerdings tröstlich, wie die kulturellen Kohäsionskräfte Europas noch ein knappes Jahrhundert weiter gewirkt haben, sowie die Tatsache, unser Untergang ist das Resultat eigner falscher Entscheidungen und nicht aufokroyierte Vernichtung.
Ich schätze, Europa hat die nächsten 50 Jahre die Aufgabe, als Nachhilfelehrer der Welt zu fungieren. So wie Griechenland Rom domestiziert hat, werden Beethoven, Leonardo und Shakespeare die Welt befruchten, und uns, deren Ehre nicht Treue heißen wird, sondern Vermittlung, Tradition, Erleuchtung, ein Auskommen bescheren.
Wenn wir jetzt den Rückstoß für 500 Jahre Kolonialismus empfangen, ist das gerecht.
Wenn wir jetzt die Demut nicht vergessen, diese größte Kraft, die uns der Herr, Jesus, gelehrt hat, so haben wir alle, die ganze Welt, die Chance, daß die nächsten 500 Jahre unter einem andren Motto stehen werden: Kultur.  

Nummer 197

Toller Film:
Factotum.
Die Adaption des gleichnamigen Romans von Charles Bukowski.
Mit Matt Dillon als Henry Chinaski, dem alter ego des Autors.
Ein lustiger, trauriger Film.
Klasse-Leistung von Dillon, glaubwürdig, ohne Over-acting, oder fast.
Die Handlung aus den 40er-Jahren in die heutigen USA zu verlegen, fand ich auch gut.
Filmtipp!

Donnerstag

Nummer 196

So klein...
(Der Herr Lügenbaron)
 
Ist mein...ähm...Pimp...erm...mein Ehrgef...ööh... Anstand...und - ahihi - ich schäm' mich kein bißchen dafür!




*copyright belongs to the original uploader, and thank you, who the fuck so ever)









Die Unschuldsvermutung gilt auch für meine Wenigkeit!
 - der Blog-Wart

Mittwoch

Nummer 195

Zur Abwechslung: Gerhald Polt, Fast wia im richtigen Leben.
Absurder Bayrischer Humor, der den Spießer seziert.
Macht sogar einen depressiven Arbeitslosen wieder munter.
HOFFE ICH DOCH!!!

Kostproben:

http://www.youtube.com/watch?v=wgUolOiIiko

http://www.youtube.com/watch?v=ecpNe4TvDT4

Dienstag

Nummer 194

Schuld an der ganzen Scheisse, die jetzt übers Mittelmeer zu uns herüber schwappt, sind nicht die "bösen Ausländer", das sind meist arme Schweine. Jeder von uns, der in einer ähnlich verzweifelten Lage wäre, handelte genau gleich, ich zumindest würde ebenfalls versuchen, irgendwohin zu kommen, wo es für mich wenigstens eine KLEINE Chance gibt. Schuld an der Misere sind unsere Dreckspolitiker, Sozen wie Konserven,  die seit 60 Jahren, also seit dem Ende der Kolonialzeit, allen Diktatoren in Ländern mit reichlich Rohstoffen in den Arsch kriechen, um Business zu machen. Grade und vor allem in Afrika, dem Schlachthaus der Welt. 
Diese beschissene Nachsichtigkeit gegenüber diesen Diktatoren hat in Afrika und im arabischen Raum zuverlässig jegliche Entwicklung im sozialen und humanitären Sektor verhindert, wodurch sämtliche weiteren Entwicklungen ebenfalls erfolgreich verhindert wurden. Und jetzt kommt das große AHA-Erlebnis, das ekle Lavieren, die halbherzigen Zusagen, die nicht ausgesprochene Hilfe. Als einzige Reaktion fällt der hilflosen EU ein, die Flüchtlingsströme über Mittelmeer abzuwürgen- Gaddafi weiß schon, wie leicht erpressbar wir in unserer Angst sind.
WEHE DEN BESIEGTEN!!!

Montag

Nummer 193

Death is the only fair thing about life. it comes to everyone. since time began. death is less a threat than a promise. I tells you no lie. It's the one sure thing. You always can rely on death. just imagine, there would be NO DEATH...now, that would be the real horror.
And I am quite sure, on the plane we go after death existence must be something like a DMT-experience...cross the tunnel into the answer: we become pure light pure time pure energy...pure love
exchange of information
beyond good and bad
beyond guilt and pain
this is the answer:
death is the door, the reward we get from the universe.

Nummer 192

Ich denke, der Ölpreis wird über Gaddafis Verbleib in Libyen entscheiden, und nicht Gaddafi. 
Und nicht lange, dann wird es heißen, Israel sei schuld am ganzen Strauchdieb-Schlamassel. 
Geht es noch absurder?
Weil die Leute auch wegen der hohen Energiepreise weltweit nix zum Fressen haben, gehen sie auf die Straße und demonstrieren, woraus grade in Diktaturen Aufstände und Revolutionen wie grade aktuell resultieren,  wenn der Hass größer geworden ist, als die Angst. Das ist eine altbekannte Größe. Es ist dabei allerdings unmöglich, den genauen Zeitpunkt für das Erreichen dieser Grenze vorher zu sagen. Wie schon Cäsar im Bello Gallico schreibt, haben grade im Krieg kleine Ursachen große Wirkung. Wie gesagt: so eine kleine öffentliche Selbstverbrennung kann schon ganz öffentlichkeitswirksam sein. 
Auch das Stürzen von Statuen, Hängen von Herrschern und Schänden von deren Leichen gehört dazu.
Meist, wenn der Diktator bereits geschlagen ist.
Was der Ölpreis damit zu tun hat?
Na, ALLES.
Ohne Öl und Ölpreis...keine Dauer-Diktatoren-Dynastien im islamischen Raum.
Keine Hoffnungslosigkeit unter den Jugendliche, die selbstverständlich irgendwann vor lauter Perspektivlosigkeit aggressiv, kriminell und nihilistisch werden MÜSSEN.
Würde mir sicher nicht anders ergehen.


Nummer 191

Da ist der wieder, der belehrend erhobene islamische Zeigefinger, diesmal in Gestalt des Gaddafi-Sprösslings Saif al-Islam. Die eitle Witzfigur mit derbem Haarmangel "warnt" vor dem Bürgerkrieg und wirft den hohlen Eierkopf in "Denkfalten". Über primitivste Selbsterhaltungstriebblüten hinaus dürfte sich hinter der Stirne vom "Schwert des Islam" nicht abspielen. Der feine Herr Papa droht derweilen der EU, die Flüchtlingsschleusen zu öffnen. Typisch Strauchdieb: Wenn das Gegenüber nicht spurt, wird erpresst. Und Saif findet das gut. Das dürfte auch für seine 7 Brüder gelten, die allesamt aussehen wie traurige Transvestiten.
Ich allerdings hoffe, daß all diese Prügel-Prinzen eines Tages vor Gericht gestellt werden.
NIEDER MIT DER DIKTATORENBRUT!!!

Nummer 190

 WAHNSINN!!!

GADDAFI FÄLLT!!!

IHN SOLL SAMT DEN SCHLÄGERTYPENSÖHNCHEN DER BLITZ BEIM SCHEISSEN TREFFEN !!!!

Samstag

Nummer 189

Mich würde es nicht wundern, wenn Mister Klebefinger Bernie "Eccles" Ecclestone vor lauter Geldgier trotz abgeknallter Demonstranten in Bahrein seinen sinnfreien Formel 1- Runden-Dauerloop abhalten ließe, in jener lupenreinen Demokratie äh... Diktatur äh... Mamlukat äh... konstitutionelle Monarchie äh... da scheißt der Hund ins Feuerzeug. 
Der saubere Herr Ecclestone, gegen den im Zusammenhang mit Korruption ermittelt wird, macht sich geradezu lächerlich. Zitat: 

 "Die Gefahr ist offensichtlich, oder? Wenn diese Leute weltweite Aufmerksamkeit wollten, wäre das verdammt einfach, nicht wahr? Man sorgt für ein Problem im Startbereich, und das würde weltweit gezeigt werden", sagte Ecclestone dem "Daily Telegraph".

Auf die Hintergründe geht der saubere Herr Ecclestone nicht ein, ihm geht es nur um sein beschissenes Idioten-Karussell und seine Millionen. Und der denkt nur an seinen "Startbereich"! Ob hier Geknechtete um ihre Menschenrechte kämpfen oder nicht, der saubere Herr Ecclestone leckt den Herrschern den Arsch aus. Kein Wort der Besorgnis oder der Bestürzung über die Toten. Der saubere Herr Ecclestone.
Auf ihn und Blatter und Mugabe kann die Welt getrost verzichten.

Freitag

Nummer 188

Nochmal für alle, zum Mitschreiben:
Wir haben kein Moslem-Problem, wir haben ein Sozial-Problem.
Europa befindet sich im Moment in derselben Situation wie die USA für gut 100 Jahren.
Millionen Ungebildete, Geschüttelte, Hungrige, Gierige, Kranke, Dumme, Faule, Ganoven, Genies, Genossen...
...sie alle strömen ins Land, wo (laut Werbung) Milch, Honig, Blondinen und Sozialleistungen fließen.
Die USA haben das auch verdaut, nach Rülpsern und Fürzen und Kotzbrocken.
Der Islam ist da bloß eine Erschwernis, aber nicht mehr.
In 50 Jahren sieht die Welt wieder friedlich aus.
Wer erst dann zur Welt kommt, hat eben Glück gehabt.
Der Rest hat von uns hat Verantwortung.

Nummer 187

SO:
Heut' gibt's wirklich nix zu berichten.
Ich bin einfach nur müde, satt und glücklich.
Ich war Einkaufen, Stiegensteigen und Müllbringen.
Ich habe aufgewischt, gekocht und Wäsche aufgehängt.
Ich habe Geschichte korrigiert, Film geschaut, Pudding gemacht.
Der erste Deka geht zu Ende. Fibonacci war ein großer Mann. Musik ist ein Geschenk.

Mittwoch

Nummer 186

Bin im Beethoven-Konzert gewesen.
Habe geweint.

Nummer 185

Nachrichten-Potpourri:
China ist die zweitstärkste Wirtschaftsmacht der Welt.
Kolumbien will Drogen legalisieren, um der Koksmafia das Wasser abzugraben.
Der BRD-Kriegsminister Guttenberg soll bei seiner Doktorarbeit geschummelt haben.

Dienstag

Nummer 184

In tiefer Verehrung gewidmet meiner Frau und dem tiefsten Gefühl, dessen der Mensch fähig ist, der Liebe, zugleich gewidmet einem der größten Menschen, die je gelebt haben, sowie dem, meinem Geschmackswissen nach, tiefsten Tonsetzer aller Zeiten: Beethoven. 
Wie rührend, Worte zu lesen, die zeigen, auch der genialste Revolutionär ist nicht vor Schmerz gefeit. Aber anders als wir übrigen Würstchen, die bei Liebeskummer Gedichte abmalen und an die Angebetete schicken, schreit Ludwig den ersten und zugleich zartesten Liederzyklus der westlichen Musikgeschichte hinaus. Beethoven, der nicht wie der widerliche Kunst-Beamte, Nobelpreisträger Thomas Mann täglich von 10 bis 17 schreibt, sondern einer, wegen dessen die Polizei das Publikum nach fünf Ovationen hindern muss, weitere auszubringen, da dem Kaiser selbst maximal drei zugestanden waren, Beethoven, der aus seine Kunst aus dem Bauch bezieht, und über das Privileg des dazu gehörigen überragenden Geistes verfügt, um das Gefühl durch Intellekt zu Größe zu gelangen...seine Liebe ist Leiden.




am 6ten Juli Morgends. –
 



Mein Engel, mein alles, mein Ich. – nur einige Worte heute, und zwar mit Bleystift (mit deinem)
– erst bis morgen ist meine Wohnung sicher bestimmt1, welcher Nichtswürdiger Zeitverderb in
d.g. – warum dieser tiefe Gram, wo die Nothwendigkeit spricht – Kann unsre Liebe anders
bestehn als durch Aufopferungen, durch nicht alles verlangen, kannst du es ändern, daß du nicht
ganz mein, ich nicht ganz dein bin – Ach Gott blick in die schöne Natur und beruhige dein
Gemüth über das müßende – die Liebe fordert alles und ganz mit Recht, so ist es mir mit dir, dir
mit mir – nur vergißt du so leicht, daß ich für mich und für dich leben muß, wären wir ganz
vereinigt, du würdest dieses schmerzliche eben so wenig als ich empfinden2 – meine Reise war
schrecklich ich kam erst Morgens 4 uhr gestern hier an, da es an Pferde mangelte, wählte die Post
eine andre Reiseroute3, aber welch schrecklicher Weg, auf der vorlezten Station warnte man mich
bey nacht zu fahren, machte mich einen Wald fürchten, aber das Reizte mich nur – und ich hatte
Unrecht, der Wagen muste bey dem schrecklichen Wege brechen4, grundloß, bloßer Landweg,
[durchgestrichen: und di] ohne 2 solche Postillione, wie ich hatte, wäre ich liegen geblieben
Unterwegs. – Esterhazi5 hatte auf dem andern gewöhnlichen Wege hierhin dasselbe schicksaal,
mit 8 Pferden, was ich mit vier. – Jedoch hatte ich zum Theil wieder vergnügen, wie immer, wenn
ich was glücklich überstehe. – nun geschwind zum innern vom aüßern, wir werden unß wohl bald
sehn, auch heute kann ich dir meine Bemerkungen nicht mittheilen, welche ich während dieser
einigen Tage über mein Leben machte – wären unsre Herzen immer dichtan einander, ich machte
wohl keine d.g. die Brust ist voll dir viel zu sagen – Ach – Es gibt Momente, wo ich finde daß die
sprache noch gar nichts ist – erheitre dich – bleibe mein Treuer einziger schaz, mein alles, wie ich
dir das übrige müßen die Götter schicken, was für unß seyn muß und seyn soll. –
dein treuer ludwig. –
Abends Montags am 6ten Juli –
Du leidest du mein theuerstes Wesen – eben jezt nehme ich wahr daß die Briefe in aller Frühe
aufgegeben werden müßen. Montags – Donnerstags – die einzigen Täge wo die Post von hier
nach K. geht6 – du leidest – Ach, wo ich bin, bist du mit mir, mit mir und dir rede ich mache daß
ich mit dir leben kann, welches Leben!!!! so!!!! ohne dich – Verfolgt von der Güte der Menschen
hier und da, die ich meyne – eben so wenig verdienen zu wollen, als sie zu verdienen – Demuth
des Menschen gegen den Menschen – sie schmerzt mich – und wenn ich mich im
Zusammenhang des Universums betrachte, was bin ich und was ist der – den man den Größten
1 Beethoven hatte zum Zeitpunkt des Briefes noch keine feste Unterkunft. Er wohnte zunächst im Gasthof „Zur

nennt – und doch – ist wieder hierin das Göttliche des Menschen7 – ich weine wenn ich denke
daß du erst wahrscheinlich Sonnabends die erste Nachricht von mir erhältst – wie du mich auch
liebst – stärker liebe ich dich doch – doch nie verberge dich vor mir – gute Nacht – als Badender
muß ich schlafen gehen8 – [durchgestrichen: o geh mit, geh mit –] Ach gott – so nah! so weit! ist
es nicht ein wahres HimmelsGebaüde unsre Liebe – aber auch so fest, wie die Veste des
Himmels. –
guten Morgen am 7ten Juli –
schon im Bette drängen sich die Ideen zu dir meine Unsterbliche Geliebte, hier und da freudig,
dann wieder traurig, vom Schicksaale abwartend, ob es unß erhört – leben kann ich entweder nur
ganz mit dir oder gar nicht, ja ich habe beschlossen in der Ferne so lange herum zu irren, bis ich
in deine Arme fliegen kann, und mich ganz heymathlich bey dir nennen kann, meine Seele von
dir umgeben in’s Reich der Geister schicken kann – ja leider muß es seyn – du wirst dich fassen
um so mehr, da du meine Treue gegen dich kennst, nie eine andre kann mein Herz besizen, nie –
nie – O Gott warum sich entfernen müßen, was man so liebt, und doch ist mein Leben in V.[ien]
so wie jezt ein kümmerliches Leben – Deine Liebe macht mich zum glücklichsten und zum
unglücklichsten zugleich – in meinen Jahren jezt bedürfte ich einiger Einförmigkeit Gleichheit
des Lebens – kann diese bey unserm Verhältniße bestehn? – Engel, eben erfahre ich, daß die Post
alle Tage abgeht – und ich muß daher schließen, damit du den B. gleich erhältst – sey ruhig, nur
durch Ruhiges beschauen unsres Daseyns können wir unsern Zweck zusammen zu leben
erreichen – sey ruhig – liebe mich – heute – gestern – Welche Sehnsucht mit Thränen nach dir –
dir – dir – mein Leben – mein alles – leb wohl – o liebe mich fort – verken[ne] nie das treuste
Herz deines Geliebten
L.
ewig dein
ewig mein
ewig unß



Montag

Nummer 183

 Mal was Heiteres zum Thema ägyptische >Revolution

die Kerle sehen recht gemütlich aus...

http://www.buzzfeed.com/ashleybaccam/unconventional-objects-used-as-helmets-during-the

Sonntag

Nummer 182

ENDLICH: Die Spießer-TV-Ikone Thomas "Unerträglich" Gottschalk geht endlich in Pension. Und hoffentlich kloppen sie auch das Schnarchnasenformat Wetten dass? gleich mit in die Tonne. Diese beschissene Sendung ist seit 30 Jahren der Bausparer-Terror schlechthin. Ich hoffe, mit Gottschalk, dem Lagerfeld für Arme, verschwinden auch seine abgehalfterten Koks-Kumpel von Udo Lindenberg und Mike Krüger über Robbie Williams zu Naomi Campbell endgültig vom steueralimentierten Fernsehprogramm. Die Zeiten von Helmut Kohl sind VORBEI.

Samstag

Nummer 181

Der Kloaken-Journaille-ismus des ORF ist kaum zu unterbieten.
So wurde ich heute drüber informiert, einem Ex-Sänger von Iron Maiden drohe wegen Sozialbetrugs Haft.
Ja, um Himmels Willen? Wer bitte ist Iron Maiden? Sozialbetrug? "Kaputter Rücken"?
Wie schafft es so eine Nachricht in die Schlagzeilen?
Wen kann so ein Dreck interessieren?
Lifestyle?
Kotz!

Seid umschlungen, Millionen!
Außerdem erfahre ich: Gute 3D-Notebooks sind teuer.
OK.
2011 hat es sich bis zum ORF durchgesprochen. Gute 3D-Notebooks sind teuer.
Willkommen in der Realität.
Gähn.

Nummer 180

So, Mubarak ist weg, vorerst keine Massaker, Volksfeststimmung in Kairo, Katerstimmung in Washington und Brüssel. Obama schwafelt weitere "Yes we can"-Parolen, die keinen mehr interessieren, Hillary Clinton denkt über eine massive Kieferkorrektur ihrer hässlichen Tochter nach, Merkel und Sarkozy fädeln eifrig die nächsten Deals ein, Berlusconi feilt schon an neuen Bunga-Bunga-Parties mit Mubarak, Ruby und Viagra, das EU-Kinnlos-Monster C. Ashton gibt kinnlose Sprechblasen von sich, aus aller Herren Länder auch sonst eher inhaltslose Wortspenden, die allesamt ihre exklusive Deutungshoheit über die ägyptischen Ereignisse für sich beanspruchen, von Tel Aviv bis Teheran, von London bis Moskau. Die Karten werden neu gemischt, nach dem Motto: jetzt wird alles wieder gut, zumindest für die Reichen, auch der Rubel und das Öl rollen wieder durch den Suez-Kanal  -  Spekulantenherz, was willste mehr? 
Vielleicht noch eine kleine Militärdiktatur mit islamistischen Einsprengseln, um die wilden alten Herren mit Vollbart zu beruhigen, als Garant für Dollars, demokratische Wahlen, Wandel ... und Vademecum-Gum für die Jungs, die doch noch vorm Erschießungskommando enden...  

Freitag

Nummer 179

Lustig, wie auch Doku Chamatowitsch Umarow, Planer und Verantwortlicher für den Bombenanschlag im Moskauer Flughafen Ende Januar 2011, sich wie sein großes Vorbild Osama bin Laden in der Pose des erhobenen Zeigefingers gefällt. Islamistischer Style, nehme ich an. Wer den Zeigefinger hebt, warnt und belehrt gleichzeitig. Mir sieht das verdächtig nach Größenwahn aus: Ein bärtiger Niemand, der Herr über Leben und Tod andrer spielt, und das Recht hat zu entscheiden, warum wer wann wo sterben muss.
Ich hoffe, diese Typen trifft der Blitz beim Scheißen. 

Dienstag

Nummer 178

Wie es in Ägypten weitergeht?
Keine Ahnung. Doch die Demokratie-Bremsen Merkel Clinton Obama, integer wie ein Gebrauchtwarenhändler am Saatwinkler Damm, jwd, taktieren um ihr eigenes politisches Überleben. Sie sind wie Banker, die einem Klienten erst dann Geld überweisen, wenn der es nicht mehr braucht. Die Begeisterung für die Revolution ist einer Angst vor deren Verselbständigung gewichen. Denn was steht zur Alternative? Niemand rechnet wirklich mit einem neuen Napoleon aus Ägypten. Eher mit einem neuen...Tamerlan. Also besser vorlieb nehmen mit dem bereits vorhandenen korrupten Power-Pinocchio, dem die obgenannten Herrschaften das Lügen wenigstens gleich fehlerfrei ablesen können. Denken wir mal ein bißchen weiter nach.  Cui bono? Türken und Spanier werden irre am abgezweigten Tourismus verdienen, die außer Landes gelandete Elite shoppt mit ihren Kollegen aus Tunesien und Libyen ohnehin schon mit vollen Taschen in Paris und Dubai und Ibiza.
Gedankt wird es ihnen von den Investoren und Fondsmanagern, die auf Kurssprünge setzen, ob nun von CDS oder jenen Flugunternehmen, welche die zusätzlichen 500.000 Passegieren umschaufeln werden. 

Freitag

Nummer 177

Witz des Tages:

Karl-Heinz Grasser, die Fleisch gewordene Unschuldsvermutung, echauffiert sich in einem Gespräch mit Spezi Meischi Meischberger, wo es um die Bestechung eines Polizisten, eines Staatsanwalts und anderer Mandatsträger, wie korrupt Östereich ist. Zitat: „Ich bin irgendwie sprachlos bei den Dingen, die du mir sagst. Dass das Land so korrupt ist und so beschissen funktioniert und so politisch gelenkt ist, macht mich wirklich sprachlos.“

Genauso peinlich und beschissen und korrupt und politisch gelenkt wie KHG selbst.

Mittwoch

Nummer 176

Jetzt geht in Ägypten der Saustall á la Ceaușescu los.
Barrikaden, "Securitate" gegen Zivilisten, ein geistig umnachteter Diktator, geplünderte Museen.
Schaut irgendwie aus, als ob das im Chaos endet.
Wir werden ja sehen.