Der Gemeine Katzenpanda

Sonntag

Nummer 327

Das Wort der andren

Paul Craig Roberts: Goldman Sachs, die Bankers haben Europa in Besitz genommen!

(Der folgende Artikel von Paul Craig Roberts zeichnet sich durch seinen Detail- und Faktenreichtum aus. Die daraus gezogenen Schlüsse decken sich jedoch nicht notwendigerweise mit meinen Ansichten. Wo der Text also in „Ich“-Form formuliert ist, ist ausschließlich Paul Craig Roberts gemeint!)

Am 25. November, zwei Tage nach einer misslungenen Auktion von deutschen Staatsanleihen, in der Deutschland nicht imstande war, 35% seines Angebots von Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit zu verkaufen, sagte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, dass Deutschland von seiner Forderung abgehen könnte, die privaten Banken, welche die problembeladenen Staatsschulden von Griechenland, Italien und Spanien halten, müssten einen Teil der Kosten ihres Freikaufs übernehmen, indem sie einen Teil der Schulden abschreiben.

Die privaten Banken wollen jegliche Verluste vermeiden, sei es, indem sie die griechische, italienische und spanische Regierung zwingen, das Geld für die Anleihen aufzutreiben durch extreme Sparmaßnahmen gegenüber ihren Bürgern, sei es indem die Europäische Zentralbank EZB Euros druckt, um mit diesen die Staatsschulden von den privaten Banken zu kaufen. Geld zu drucken, um Schulden zu bezahlen, verstößt gegen die Statuten der EZB und jagt besonders den Deutschen Angst ein, die in der Weimarer Republik Erfahrung mit Hyperinflation gemacht haben.

Offensichtlich hat die deutsche Regierung die Botschaft durch die orchestrierte misslungene Auktion von Staatsanleihen verstanden. Wie ich damals schrieb, gibt es keinen Grund, aus dem Deutschland mit seiner im Vergleich zu den Problemländern relativ niedrigen Staatsschuld-zu-BruttoInlandsProdukt-Quote nicht imstande sein sollte, seine Staatsanleihen zu verkaufen. Wenn Deutschlands Kreditwürdigkeit in Frage steht, wie kann dann erwartet werden, dass Deutschland andere Länder freikaufen soll? Den Beweis dafür, dass das Misslingen der deutschen Staatsanleihenauktion orchestriert war, liefert die erfolgreiche Auktion von Staatsanleihen, die das problembelastete Italien zwei Tage später durchgeführt hat.

Eigenartig, nicht wahr. Italien, das größte EU-Land, das einen Freikauf von seinen Schulden braucht, kann noch immer seine Staatsanleihen verkaufen, aber Deutschland, das keinen Freikauf braucht und das einen unverhältnismäßigen Anteil am Freikauf von Italien, Griechenland und Spanien tragen soll, konnte seine Staatsanleihen nicht verkaufen. Meiner Ansicht nach wurde die missglückte deutsche Staatsanleihenauktion vom Finanzministerium der Vereinigten Staaten von Amerika, von der Europäischen Zentralbank und den EU-Behörden orchestriert, weiters von den privaten Banken, die die problembelasteten Staatsanleihen besitzen.

Meine Ansicht beruht auf folgenden Fakten. Goldman Sachs und Banken in den Vereinigten Staaten von Amerika haben vielleicht eine Billion Dollars oder mehr garantiert gegen Wechsel oder Versicherungen, die sie nicht gedeckt haben. Die Gebühren, die die Banken in den Vereinigten Staaten von Amerika für die Garantien der Werte der europäischen Staatsschulden kassierten, flossen einfach in Gewinne und Bonusse für die Vorstände. Das ist das, was den amerikanischen Versicherungsgiganten AIG ruinierte und zum TARP-Freikauf auf Kosten der Steuerzahler der Vereinigten Staaten von Amerika und gewaltigen Profiten für Goldman Sachs führte.

Wenn nur eine der europäischen Staatsschulden nicht zurückgezahlt wird, sind die Finanzinstitutionen in den Vereinigten Staaten von Amerika, welche Wechsel oder unbesicherte Bankgarantieen abgegeben haben, fällig wegen der riesigen Summen, die sie nicht haben. Die Reputation des Finanzsystems der Vereinigten Staaten von Amerika würde wahrscheinlich die Zahlungsunfähigkeit für die Wechsel nicht überleben, die es ausgestellt hat. Deswegen würde das Scheitern der europäischen Staatsschuldenkrise die Finanzkrise in den Vereinigten Staaten von Amerika wieder aufleben lassen und eine neue Runde von Freikäufen und/oder eine neue Runde der „quantitativen Erleichterung“ der Notenbank erfordern, das heißt den Druck von Banknoten, um unverantwortliche Finanzinstrumente auszugleichen, deren Ausgabe eine kleine Zahl von Vorständen reich gemacht hat.

Sicher will Präsident Obama nicht in ein Wahljahr gehen, in dem er mit der Aussicht auf ein hochgradiges Versagen des Finanzwesens der Vereinigten Staaten von Amerika konfrontiert ist. Zweifelsohne will daher das Finanzministerium der Vereinigten Staaten von Amerika haben, dass Deutschland einem europäischen Freikauf nicht länger im Weg steht.

Die privaten französischen, deutschen und holländischen Banken, die den größten Teil der problembelasteten Staatsanleihen zu halten scheinen, wollen keine Verluste. Entweder können ihre Bilanzen, die bereits von den betrügerischen Derivaten der Wall Street ruiniert sind, keine weiteren Verluste mehr aushalten, oder sie fürchten den Abfall ihrer Aktienkurse aufgrund gesunkener Erträge infolge der Abschreibung von problematischen Staatsanleihen. In anderen Worten, im Fall dieser Banken ist das große Geld im Spiel, was einen enormen Ansporn darstellt, die deutsche Regierung dazu zu bringen, sich ihren Profiten nicht länger in den Weg zu stellen.

Die Europäische Zentralbank will der Notenbank der Vereinigten Staaten von Amerika und der Bank of England des Vereinigten Königreichs nicht nachstehen. Die EZB will die Macht, selbst „quantitative Erleichterung“ betreiben zu können. Die EZB ist frustriert aufgrund der Einschränkungen ihrer Macht durch die Bedingungen, die Deutschland gestellt hat, um seine eigene Währung und die Kontrolle der Deutschen Zentralbank über die Geldbeschaffung des Landes aufzugeben. Die EU-Behörden wollen mehr „Einheit,“ worunter weniger Souveränität der EU-Mitgliedsländer zu verstehen ist. Deutschland, das mächtigste Mitglied der EU, steht der Macht im Wege, nach der die EU-Behörden sich sehnen.

Daher das Misslingen der Auktion deutscher Staatsanleihen, ein orchestriertes Ereignis, um Deutschland zu bestrafen und die deutsche Regierung zu warnen, sich nicht gegen „Einheit” oder den Abbau von Souveränität der einzelnen Länder zu stellen.
Deutschland, das seit seiner Niederlage im Zweiten Weltkrieg unter Druck gesetzt worden ist, wurde von der Verfassung daran gehindert, eine starke Führung zu haben. Jedes Zeichen von deutscher Führerschaft wird schnell unterdrückt, indem Erinnerungen an das Dritte Reich aufgefahren werden. In der Folge wurde Deutschland in eine Europäische Union gestoßen, die darauf abzielt, die politische Souveränität der Regierungen der Mitglieder zu zerstören, gerade wie Abraham Lincoln die Souveränität der amerikanischen Staaten zerstört hat.

Wer wird das neue Europa beherrschen? Offensichtlich die privaten europäischen Banken und Goldman Sachs.
Der neue Präsident der Europäischen Zentralbank ist Mario Draghi. Dieser war Stellvertretender Vorsitzender und Generaldirektor von Goldman Sachs International und ein Mitglied des Goldman Sachs-Direktoriums. Draghi war auch italienischer Geschäftsführer der Weltbank, Gouverneur der Bank of Italy, Mitglied des Gouverneursrates der Europäischen Zentralbank, Mitglied des Direktoriums der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, sowie Mitglied des Gouverneursrates der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung und der Asiatischen Entwicklungsbank, sowie Vorsitzender des Financial Stability Board.

Offensichtlich wird Draghi die Macht der Banker schützen.
Italiens neuer Ministerpräsident, der bestellt wurde und nicht gewählt, war Mitglied des Goldman Sachs Board of International Advisers (internationales Beratergremium). Mario Monti wurde in die Europäische Kommission bestellt, eine der regierenden Organisationen der EU. Monti ist europäischer Vorsitzender der Trilateral Commission, einer Organisation der Vereinigten Staaten von Amerika, die die amerikanische Herrschaft über die Welt betreibt. Monti ist Mitglied der Bilderberg-Gruppe und Gründungsmitglied der Spinelli-Gruppe, einer Organisation, die im September 2010 geschaffen wurde, um die Integration innerhalb der EU zu erleichtern.

Gerade so, wie ein nicht gewählter Banker zum Ministerpräsidenten Italiens bestellt wurde, wurde auch ein nicht gewählter Banker zum Ministerpräsidenten Griechenlands bestellt. Offenkundig sind sie dafür vorgesehen, eine Banker-Lösung für die Staatsschuldenkrise herbeizuführen.
Der neu bestellte griechische Ministerpräsident Lucas Papademos war Gouverneur der Bank von Griechenland. Er war Vizepräsident der Europäischen Zentralbank. Auch er ist Mitglied von Amerikas Trilateral Commission.

Jaques Delors, ein Gründer der Europäischen Union, versprach dem britischen Gewerkschaftskongress 1988, dass die Europäische Kommission von den Regierungen verlangen werde, eine arbeiterfreundliche Gesetzgebung einzuführen. Stattdessen finden wir die von Bankern kontrollierte Europäische Kommission, welche fordert, dass die europäischen Werktätigen die privaten Banken freikaufen, indem sie niedrigere Löhne, weniger Sozialleistungen und die Erhöhung des Pensionsalters akzeptieren.

Wie alles andere ist auch die Europäische Union nur ein weiteres System, um den Reichtum in wenigen Händen zu konzentrieren auf Kosten der europäischen Bürger, die wie die Amerikaner dazu bestimmt sind, die Sklaven des 21. Jahrhunderts zu sein.

Quelle: 
Erschienen am 25. November 2011. Artikel von Paul Craig Roberts auf antikrieg.com

Mittwoch

Nummer 326

Das Wort der andren:


Friend --

A few Thursdays ago, I had dinner with four Americans named Ken, Casey, Juanita, and Wendi -- the winners of the campaign's first Dinner with Barack contest.

I loved getting to know each of them.

We're taking names for the next dinner starting now, and this time I want to add a new feature: If you win, you can bring a guest.

Chip in $3 or more today to be automatically entered to win a spot for you and a guest at the next dinner.

The folks who this election is all about tend to fall under the radar of the D.C. pundits and traditional news media.

They're people like Juanita, who helped put her three sons through college on a teacher's salary while saving what she could for retirement.

Like Ken, a single dad who stood by his mother as she fought insurance companies while battling two forms of cancer.

They're like Casey, whose three young kids may not yet appreciate what courage it took for their dad to take a chance and start his own business.

And Wendi, an artist and third-generation teacher who canvassed, marched, and phone banked in Indiana in 2008, the year her home state defied the traditional electoral map.

These people weren't just there for themselves -- they were representing you, this movement, and the folks I go to work for every day as president.

These dinners are important to me because I want to spend time whenever I can with the people who sent me here. They're proving wrong the conventional wisdom that says campaigns should cater to Washington lobbyists and powerful interests. And they're an important reminder that this movement -- and my presidency -- have never just been about me.

I'm proud that we're choosing to run the kind of campaign where a dinner like this isn't just possible, it's a regular thing. And next time, I don't just want to meet you -- I want to meet someone else in your life.

Donate $3 or more, and start thinking about who you'll invite to dinner:

https://donate.barackobama.com/Dinner

Thanks for being part of this,

Barack

Montag

Nummer 324

Lustig: Ein Minivan in meiner Gasse, auf dessen Windschutzscheibe zwei gebrauchte Windeln samt Inhalt kleben.
Traurig: Die großen braunen Kinderaugen des gefangenen Saif al-Islam, der nicht mehr weiß, was ihm geschieht.
Klassikaner: Wiener SP-Finanzstadträtin Renate Brauner verteidigt das neue Landesbudget.  Der Schuldenberg soll um lediglich 400 Millionen auf knapp vier Milliarden Euro anwachsen. Für Brauner "überschaubar". Zum Glück soll das Herzstück der Verwaltung, die Spitalsreform, schon im Jahre 2030 (sic!) abgeschlossen sein. Ich bitte, den Konjunktiv zu beachten. 

Nummer 323

In vielen Medien geistert im Moment das Gespenst der "sozialen Kälte" um, gemeint ist das Reißen der sozialen Sicherungssysteme westeuropäischer Tradition.. 
Den Sozialstaat (und mit ihm den sozialen Frieden) im Rahmen der Schuldenkrise kaputtzusparen folgt einer Absicht: Gewalt auf den Strassen, Chaos, möglichst samt Bürgerkrieg, Rufe nach dem "starken Mann", Entsolidarisierung der Gesellschaft, arme Christen gegen arme Moslems (das fieseste aller Ablenkungsmanöver!), ein im Namen der Sicherheit perfekt ausgebauter Überwachungsstaat mit weitgehender Heloten-Klasse, die Elite in ihren luxuriösen Festungen abgesichert durch eine bewaffnete "privilegierte" Büttel-Klasse, am Ende ohne irgendwelche Utilitarismus-Gnade eine Diktatur des "Weltkonzerns", der alles nach der Optimierungs-Maxime lenkt. Bildung, Humanität, Menschenrechte: Abgeschafft, weil lästig.
Willkommen in der Neuen Welt-Ordnung.  

Freitag

Nummer 322

Bin gespannt, ob es jetzt den Sepp Blatter wegen Rassimus erwischt.
Bernie Ecclestone haben sie wegen Schmiergeld an den alten Schrumpelklöten.
Von Robert Mugabe, meinem drittliebsten Korruptionslebensmenschen, hat die Welt auch schon lange nichts mehr gehört. Was ist hier los? Was ist passiert? Werden die alten Männer endlich mit jungen Frauen aufs Bunga-Bunga-Altenteil geschickt? Übernehmen jetzt bitte die rüstigen Mittfünfziger die Mafia-Zentralen? Deshalb glaube ich auch nicht, daß eine verblichene Wachsbohnenfigur wie Francois Hollande das Rennen gegen den superpotenten Speedy Sarko (klein, aber geil wie Napoleon) machen wird.
Und ist als nächste jetzt bitte endlich MEINE Generation dran?
Zum Poppen, Knete scheffeln, Macht mißbrauchen!
Oder so. 

Nummer 321

Lustig: Die neuen Benetton-Photos mit den küssenden Bossen.
Traurig: Grindwale vor Neuseeland gestrandet.
Klassikaner: 50 Jahre Qualtinger als Herr Karl.

Mittwoch

Nummer 320

Lustig: Die niedlichen Kohlmeisen am Fensterbrett, die am Meisenknödel picken.
Traurig: Das Leichentuchwetter, das sich wie eine Decke aus Feuchigkeit und Kälte auf die Stast gelegt hat.
Klassikaner: Nebelsuppe schluckt Flakturm!

Sonntag

Nummer 319

Adelheid, es ist soweit:
Nach Mubarak und Gaddafi ist heute mit Berlusconi der letzte des Trio Infernale Mediterranée abgegangen.
Worden.
Schauen wir mal was da nachkommt.
Im Falle der arabischen Länder haben wir schon gesehen, was passiert: Militärdiktatur in Ägypten, wie immer, sadistische Strauchdiebe in Libyen, auch wie immer. Und Italien? Hoffentlich ein charmanter Maßanzugträger mit stählernen Eiern in der Hose. 

Montag

Nummer 318

Aus gegebenem Anlaß (Entdeckung auf einer obskuren Berliner Homepage) veröffentliche ich einen meiner uralten Texte, der, wie mir scheint, sehr lustig ist. Und ein bisserl krass.


MATISSE IM HALLENBAD                                                                                               25.05.2002


Der noble Neureiche, mit einer ordinären, alt und fett gewordenen Gattin gesegnet, die hinter dicken, goldgefassten Sonnenbrillen den Ekel ihres Mannes verbirgt, lässt sich vom Polo-Club zum pompösen Richtfest chauffieren seines gemeinen, gierigen Konkurrenten aus dem Adel.
Besonders peinlich daran war, dass Helmut Lotti sich dort als Elvis- Imitator versuchte, dies aber bei einer live, Sie wissen schon live – Sendung im öffentlich-rechtlichen TV als eigene Komposition verkaufen wollte. Er hatte noch bemerkt, er bemühe sich, auch weiterhin seinem Millionenpublikum jedes Jahr etwas neues anzubieten, nicht wahr, oh ja, o ja, OH JA, auch dieser Preis bedeute ihm viel, wäre ein ach so toller Schub an Motivation, für seine Fans jährlich einen anderen alten Brei aufzuwärmen, sich immer neue Schichten an Anhängern zu erobern, das muss er ja tun, weil ihm die alten Knacker, deren schmale Rente ihm achtzig goldene und Platin – Preise eingezittert hat, Poliogeschüttelte und Alterschwachsinnige inklusive, ja doch ständig wegsterben.
Helmut Lotti, ein Mann wie ein Grießnockerl.
Sollte Elvis da nicht misstrauisch werden?
Ich denke, ja.
Denn in Zeiten wie diesen, da Polizisten zu sechst völlig legitimer Weise einen gefesselten Sozialschmarotzer, der mit fünfunddreißig noch bei seiner Mutti wohnt, in einem Akt geistiger Landesverteidigung totschlagen, die Wirtschaftstreibenden zu kritisieren, ist ja wohl das Allerletzte.
Jawohl.
Jetzt, wo uns der Onkel aus Amerika, der reiche, doch nichts abkaufen mag, an guter deutscher Wertarbeit, weil ja drüben alles viel besser, größer und billiger ist. Nein, ganz im Gegenteil, nun sollte sich Deutschland  endlich mal  vernünftiges Kriegsgerät anschaffen, denn es wird bald dringend gebraucht werden. Nein, nein, keine Angst, die Russen kommen nicht, die bleiben gerne, wo sie sind, solange sie dafür bezahlt werden, und die anderen sind eh schon längst da. JA, warum kann ich bloß mein ungewaschenes Maul nicht halten, und muss alles kaputt reden, es in den Dreck zerren, sezieren, mich mit dieser paranoiden Scheiße blamieren, und das ganze welke Abendland dazu, aber halt, ich kann mir ja nur wünschen, daß mir so Viele freiwillig zuhören würden.
Artig will ich sein,  ich gebe es unumwunden und in aller Öffentlichkeit zu, fast unwiderruflich, ja, es ist doch der bloße Neid, der mich zu diesen dafaitistischen Exzessen treibt, der Neid und die Drogensucht:
„ICH WEISS NICHT, WAS MIT MIR PASSIERT IST, HERR PFARRER, ES WAREN WOHL DIE BEATLES SCHULD! ICH WOLLTE NICHT SO WERDEN! (SCHLUCHZ! SCHLUCHZ!)“
Doch Father Swinedon kannte sich aus, mit Jugendarbeit, er gab mir erst mal einen ordentlichen Schluck echten russischen Wodka zu trinken, ehe er mich vergewaltigte, schließlich sind wir ja nicht umsonst Katholiken. Dann erklärte er mir stöhnend das Leben, während seine Erektion durch meinen jungfräulichen Analkanal pflügte, und ich fühlte mich dem Glauben sehr eng verbunden. Ja, der gute Mann zelebrierte willig meine Aufnahme in den heiligen Kreis der Eingeweihten, er ließ sich von den üblen Gerüchen meiner Fäkalien nicht irritieren, die den Schaft seines Pimmels bräunten.
Als ich den Mund aufmachte, um mich für den Gestank zu entschuldigen, rammte er mir jenen Daumen in den Mund, den er mir vorhin in den Hintern gesteckt hatte, um den Tresor leichter sprengen zu können. Instinktiv lutschte ich nun an seinem Finger, und ich muss zugeben, es schmeckte gar nicht mal schlecht. Ich biss ihn zärtlich in das Fingerglied, um mein Wohlgefallen zu zeigen, dem armen alten Mann, der immer heftiger ächzte, als wäre ihm gar nicht wohl, es war wirklich Mitleid erregend. Doch er interpretierte meine Liebkosung falsch und steckte mir stattdessen die Pulle original Moskovskaja zwischen die Lippen, gierig nuckelte ich an der eiskalten Flasche, bis sie meinen weichen Lippen entrissen wurde, und Father Swinedon nur noch unzusammenhängend stammelte, dann spürte ich in meinem Inneren, wie sich eine Art weicher, warmer Flüssigkeit  wie Balsam auf meine zuckenden Darmschlingen legte.
Ich war begeistert.
Da ich mit meinen zehn Jahren noch nicht genau wusste, was die anderen Mädchen in den Pornos taten, die mein älterer Bruder sich manisch anguckte, die Jungs, mit denen sie es aber taten, das aber sehr zu genießen schienen, drehte ich mich nun um, blickte meinem Beichtvater in die Augen, kniete mich vor ihm hin, nahm seinen zuckenden Schwanz in den Mund und lutschte ihn sauber. So hatte mich ein bescheidener Diener der Heiligen Mutter Kirche in deren  Schoß zurückgeführt. Ich hatte noch mal Glück gehabt.
Mein lieber Scholli, ich sollte mal in China leben, da würde ich mich aber schön umgucken, da werden Legasthenikern gleich die Finger abgebissen, vom eifrigen Zensurbeamten, wenn sie mal was Falsches lesen, oder schreiben, und,  von der fast antiken, ja typisch anständigen Arbeitsmoral einer Diktatur ganz zu schweigen, denn einem miesen verwöhnten Bubi der dekadenten Bourgeoisie wie mir würden ein paar Jahre harter, ehrlicher Arbeit in einer Asbestmine ganz gut tun.  Mutti kann mir ja die aus echt nationaler Seide handgehäkelten Mundschützer nachschicken.
Wenn ich dann geläutert zurückkommen darf, in die alte Heimat, werde ich noch froh sein, der FPÖ beizutreten, meine GKK- Beiträge einzuzahlen, und mir von hervorragenden Ärzten die Karzinome aus der Lunge schneiden lassen zu dürfen.
Na, na, Sie humanistisches Karnickel, machen Sie doch kein Federlesens um die verschissenen Menschenrechte, unsere Politiker wissen ganz genau, was das Beste für uns Dummerjane ist, Wasserköpfe wie Sie und ich brauchen außer Brot und Spielen nichts zu wollen.
Jane, das alte Luder hingegen, wusste immer, wann sie Tarzan einen blasen musste, damit er nicht Verdacht schöpfe, zwischen ihr und dem Gorillamännchen von  Nebenan liefe was.
Auf jeden Fall hatte ihr Agent einen Auftritt in Europa besorgt, und die Deutschen waren immer noch totale Fans des Totalitären, Sie müssen doch bloß gucken, was für Affen da auf der Schaukel saßen, welch bizarre gelbe Blüten abgerichtete Walrosse und schrille Hyänen sich zuwarfen, ja, als hätten sie nie was anderes getan.
Aber anstatt, daß diese Luden der Meinungsumfrage dann doch was anders täten, als Gehälter oder Sozialhilfe zu kassieren, und zu versprechen, warum in vier Monaten alles besser wäre oder nur zu jammern, wie schlecht es uns doch allen ginge, geht alles seinen müde torkelnden Gang weiter.
Hundert Worte nur, denke ich, würden genügen, um die Wahl zu gewinnen, ein einziger Absatz in einer einzigen guten Rede vor Fernsehpublikum, ein einziges Mal nur müssten die Verantwortlichen den Wirkungsknick eingestehen, wenn ihnen mal wieder die guten Ideen ausgegangen sind und nur noch der Griff in eine Mottenkiste voller Fangeisen übrig scheint, was aber weniger Schmerz verspricht als die nackten Kanonen.
Ich hätte da eine Idee, wenn auch vorerst nur in Berlin praktisch anwendbar: Gesetzten Falls, die fleißigen Deutschen wissen überhaupt noch, was es bedeutet, früh aufzustehen, Bäcker und Zeitungsausträger mal ausgenommen, dann könnten ja die Supermärkte und Läden schon um 6.30 aufschließen, auch am Samstag, dem 25. Mai 2002, übers Monat verteilt ist das schon eine Halbtagsstelle, ideal für sozial und moralisch total heruntergekommene Studenten sowie vom Alkohol zerrüttete,  junge Mütter, die mal ihre Veilchen lüften möchten. Al

Ja, tausend Stellen in Berlin allein, vielleicht sogar zehntausend in der ganzen EU, eine Division treuer Anhänger bei der nächsten Wahl zum Europaparlament, das langt dicke für ein Direktmandat, wo, bitte, wo bleibt meine Berufung in die Gremien, zu den Futterkrippen der Macher, am besten gleich mit einem Parteibuchscheck, das einträglichste Angebot gewinnt. Aber nein, leider, die Linken, die vor lauter links sein total linkisch werden, und den Rechten brav zuarbeiten, nur aus falsch verstandenen Motiven und sozialen Träumen, natürlich, die torpedieren sich selbst, verlieren permanent die Wahlen und alle andere Hoffnung auf Veränderung mangels kreativer Insolenz. Wer nicht an den überreifen Bäumen schüttelt, der wird weder Pflaumen pflücken noch Bananen ernten.
Aber das wissen die Jungs von der KAMPA 02 bestimmt, vermutlich tun sie trotzdem nichts, weil sie allesamt von der CSU bestochen wurden.
Na ja, oder haben Sie geglaubt, der alte Leo wäre wirklich weg, vom Kirchfenster?
I wo!
Weit gefehlt!
Nach einer skandalösen Wahl, wenn schwarz-gelb wieder im schmierigen Sattel hocken werden, werden sich ganze Scharen von Wasserträgern als Pioniere erweisen, unauffällig werde sie goldene Brücken bauen, und er, der alte Grandseigneur der Medien-Szene, wird den „Stürmer“  kurz aus der Klaue legen, und den Fluss selig strahlend überqueren. Dann wird alles wieder gut sein, für ein paar Jahre, erneut die Bleidecke übers Land gezogen, blick- und luftdicht. Darunter wird die Katzenpisse weiter brodeln, die Polizei wird bloß noch Banken und Juweliere und BMW- Händler beschützen, den Rest erledigen westwärts die treuen Islamisten und  stramm stramme Skinheadkolonnen im Osten.
Deutschland, befestige deine Schrebergärten, bewaffne die bunten Gartenzwerge, denn früher der später
KOMMEN SIE AUCH ZU DIR,  IN DEINE  STRASSE!
Hei, was wird da für ein lustiger Mambo getanzt werden, wenn die ersten Salven aus schweren Maschinengewehren Ihre Auffahrt hoch flitzen, und Ihnen die Betonsplitter in die Augen fetzen, oder erwischt es zuerst Ihre Domestiken, die mit Opas altem WW II-Karabiner und einem Gasfeuerzeug erbitterten Widerstand leisten müssen, ob sie denn wollen, oder nicht, bis Sie sich mit der äußerst wertvollen, exklusiven, Gemäldesammlung, Sie wissen ja, exklusiiv, in den zum plausiblen Bunker oder so umgebauten Swimmingpool verpissen. Derweilen die Köchin tapfer ihre Maginotlinie aus Töpfen, Pfannen mit dem Leben verteidigt, gegen zu allem entschlossene Plünderer und andere verfassungsfeindliche Terroristen aus dem In-und Ausland allerdings den kürzeren zieht.
Mehr können  Sie für Ihre Geldwäsche nicht tun.
Guten Abend.