Mein Weltekel wird immer größer.
Endemische Korruption, Hass, Extremismus, Umweltvernichtung, Gutmenschen, Nazis, Mullahs, Amis...
Mit Ausnahme weniger Menschen, die mir am Herzen liegen, kann VON MIR AUS die ganze verfickte Drecks-Menschheit VERRECKEN.
VERRECKEN SOLLT IHR DRECKIGEN SÄUE!!!!
Donnerstag
Dienstag
Nummer 384
55 EURO IN BEIJING 14.02.2002
Hundert Jahre nach dem Boxer-Aufstand inklusive Belagerung der westlichen Botschaften, dem letzten Schulterschluss der Kolonialmächte gegen die bösen Chinesen folgten nicht nur die sonor besungenen Massaker an Barrikaden. Na, in Flandern, ein paar Jahre später, auch.
Nein, knapp vier Jahrzehnte später, ein leichtes Hüsteln nach den imperialen Maßstäben im Reich der Mitte, war das Zeitalter der europäischen Kolonialhegemonie bloß noch Staffage der Geschichtsbücher.
China hingegen triumphiert, im Zeichen seiner kommunistisch genannten Militärdiktatur und der potentiellen Kaufkraft seines Milliardenvolkes. Selbst die Deutschen, die damals noch wilhelminische Patronen abschossen auf Pekinger Revolutionäre, schleimen sich heute ein, um ja ihren Transrapid an die Machthaber zu verhökern.
Moralische Bedenken wiegen wenig, Angesichts von über vier Millionen Arbeitslosen. Doch Vereine von Gutmenschen, die Richard Gere einladen, damit der über die Menschenrechtsverletzungen in Tibet (den moslemischen Provinzen sowie eigentlich ganz China) referieren möge, sind des Kanzlers ethisches Feigenblatt. Die alten Hollywood- und Shepperton-Reminiszenzen hinsichtlich weißen Suprematismus’, technischer Überlegenheit, Glanz und Gloria, die in den 50ern und 60ern noch sämtliche Stars wie John Wayne und David Niven zusammenwürfelten, sind kleinen Nadelstichen á la „Red Corner“ gewichen, die kein einziges Geschäft mehr zu stören vermögen.
Ja, der Durchschnittsförderer von Amnesty International ist dafür sogar dankbar. In der verwirrenden Welt des Post-Ostblocks ist es geradezu erfrischend, wenigstens in China und Nordkorea das gewohnte Freund-Feind-Schema wiederzufinden: Hier die geknechtete Bevölkerung, da eine martialisch sich gerierende Faschisten-Pyramide aus Parteibonzen und deren Speichellecker.
Es ist ein herrliches Schauspiel:
Von Plastik-Spielzeug-Produzenten zum Aspiranten einer Konsumenten-Weltmacht aufgestiegen, genießt es die chinesische Elite nicht nur, von monetären Magnaten des verachteten Westens hofiert zu werden, sie lässt auch nationalistisch-willfährige Wissenschaftler feststellen, daß es die Chinesen schon viel länger gibt als die Europiden. Da bleibt uns langnasigen Barbaren nicht viel, als den Kotau zu üben, uns in den Staub zu werfen, in den wir ohnehin gehörten, wenn die Amerikaner nicht über die Atombombe verfügten. Doch der Asiat denkt langfristig. Gerne kauft er uns Technologien ab, zu horrenden Preisen, um sie danach zu kopieren. Wir alle werden uns noch wundern, wie hart uns die Chinesen in den Arsch treten werden, wenn sie dereinst, befreit sind von Chop-Suey- Höflichkeit und andren Sachzwängen, die Nachfolge der USA antreten werden, ohne an deren post-christlich-sittlichen Residuen zu kranken.
Ja, wenn die Volksbefreiungsarmee alle Völker befreit haben wird, von Freiheit und lästigen Rechten, dann werden wir uns zurückziehen in die Berge oder Sumpfwälder, die gehassten Besatzer mit Benzinbomben und selbstgebastelten Waffen traktieren. Dann, wenn die Nazi-Herrschaft und der Rassenhass unter umgekehrten Vorzeichen auf uns zurückfallen, wird, was der Euro nicht zu schaffen scheint, Wirklichkeit werden: Ein geeinter Kontinent entsteht, zusammengeschmiedet mit Blut und Tränen, und vom stählernen Willen, es nie, nie mehr so weit kommen zu lassen, sobald die Kack-Chinesen endlich wieder draußen sind.
Niemand wird wahrhaben wollen, daß die KP nicht mit der Wimper zucken wird, nach wiederholten Attentaten kulturelle Perlen wie Paris, Prag oder Potsdam nuklear einzuäschern, damit wir uns endlich fügen.
Damit es gar nicht soweit kommt, sollten wir lieber vermehrt Pizza, Döner und Souvlaki essen, chinesische Produkte boykottieren und alle Falun-Gong-Mitglieder werden, um die demokratisch-spirituellen Kräfte des sinologischen Widerstands zu stärken.
Oder wollen Sie in einer Welt leben, in der wir uns nach Berlusconi und Stoiber, Karl Moik und Jacques Chirac sehnen? Dürfen wir es wirklich soweit kommen lassen, daß uns Haiders Kärnten, der Kölner Karneval und Leo Kirchs TV-Talkshows nicht mehr eine willkommene Portion Spaß sein dürfen? Möchten Sie etwa Heino Bremer, Helmut Kohl und Stefan Raab eine Träne nachweinen? Stellen Sie sich eine Welt wünschenswert vor, in der Christoph Daum, Guido Westerwelle und der Autor dieser idiotischen Zeilen plötzlich zu unrechtmäßig verspotteten Kreaturen mutieren?
Nein, auch Sie möchten gerne weiterhin auf Urlaub nach Mallorca fahren, statt in der Mandschurei Steine zu klopfen. Solange wir nicht alle eines hassen müssen, weil wir alles andere nicht mögen, die einen noch CSU wählen dürfen und die anderen kiffen können, solange also werden wir diese Freiheiten als selbstverständlich genießen. Außerdem glaube ich nicht wirklich an die kommende chinesische Weltherrschaft, zumindest nicht in absehbarer Zeit. Selbst dann gäbe es noch die Möglichkeit, sich als aufrechter Kollaborateur zu profilieren, und zum Dank dem örtlichen Statthalter als ernährungsmäßig privilegierter Gärtner die Blumen gießen zu dürfen. Wir alle kennen die Filmaufnahmen des Vichy-Ministers Pierre Laval, mitten im Krieg, und am Ende seiner Regierungs-Rede der deutsche Gruß zum gekrächzten „EIL YTLÄÄR!“.
Nur der, der sich zu weit aus dem Fenster lehnt, fällt auch wirklich raus.
Die Vita etlicher hochrangiger Franzosen, die nach dem Krieg demokratische Karriere machten, weist Beamtenschaft in Vichy. Nebenbei kämpften diese Franzosen in Afrika und im Mittelmeer, wenn schon nicht auf Seiten Hitlers, so doch gegen ihre kolonialen Erzfeinde, die Engländer, als die ihre Häfen eroberten und ihre Flotte versenkten.
Das fällt unter gesunden gallischen Patriotismus!
Sogar dem berüchtigten Massenmörder-Mediziner Michel Pétiot, der im besetzten Paris Hunderte von Menschen getötet, ausgeraubt und fachmännisch zersägt in Öfen und Kanalisation entsorgt hat, wurde der Strick nur wegen der umgebrachten Franzosen und sonstiger Juden gedreht. Nicht angeklagt wurde er für die angeblich abgemurksten Gestapo-Leute und Kollaborateure. Passt aber schon.
Aber ich bin wieder einmal völlig abgeschweift, total daneben.
Denn selbstverständlich stehen hier nicht ganze Völkerschaften vor dem Tribunal meiner Häme! Wenn ich „die Chinesen“ schreibe, dann meine ich die Vordenker, Helfershelfer und Täter in Regierung, Polizei, Militär und jeder anderen so genannt zivilen Verwaltung im Machtbereich der Volksrepublik China. Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich nur diese vielen Millionen in die Pfanne haue, und sie nicht mit der aberwitzigen Anzahl von ausgebeuteten Anarchisten in einen Topf werfe, was für ein schönes kulinarisches Bild.
Was die angeblichen Vorzüge chinesischer Frauen angeht, bildhübschen Geschöpfen, natürlich,, so gebe ich den Herren der Schöpfung zu bedenken, dass genannte Grazien 5000 Jahre Hochkultur lang Zeit hatten, um eine Blüte an Zickigsein zu erreichen, die Ihresgleichen sucht. Verwöhnte, anspruchsvolle und launische Biester sind das, wie uns Millionen lustiger oder tragischer Hongkong-Filme eindrücklich vor Augen führen. Was vielleicht darauf zurückzuführen ist, Sie Muster-Macho, dass asiatische Männer nur kleine Pimmel haben, aber die Afrikaner Riesenlümmel, was?!
Denken Sie also daran, wenn Sie heute in der Verbotenen Stadt für die Dame Ihres Herzens Blumen kaufen.
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