Der Gemeine Katzenpanda

Montag

Nummer 175

Es ist äußerst scheinheilig von der US-Regierung, wenn sie nun von ihrem alten Freund, Verbündeten
und Folterknecht Mubarak demokratische Reformen im Sinne des ägyptischen Volkes verlangen.
Obama ist und bleibt eine armselige kleine Wurst.
Der einzige Unterschied zwischen ihm und Dubja Bush ist die Hautfarbe.
Bedenklich finde ich in diesem Zusammenhang auch die Forderung Israels, Mubarak zu stützen.
Die geköpften Mumien sind nur der Anfang eines inszenierten Wurst-Käse-Szenarios.

Sonntag

Nummer 174

Erstaunlich, was sich dieser Tage in Wien, der Nebelsuppenhauptstadt der Welt, an Entertainment-Zombies auf den Bühnen so herumtreiben wird: 

1) Roger Whittaker. der aparte Apartheid-Barde, der mit seinem Kunst-Pfeifen ein Millionenvermögen  verdient  hat, vor allem in Deutschland. Mein Nazi-Stiefopa meinte zu mir Anfang der 80er Jahre, Whittaker sei der einzige anständige Engländer auf der Welt, weil dieser auf Deutsch singe. Whittaker ist knapp 80. Er wird vor weitgehend Gleichaltrigen in der Stadthalle sein Heile-Welt-Gefüge präsentieren. Schauder. 

2) David "The Hoff" Hasselhoff, auch bekannt als Haselhupf und Night Cider. Der ehemalige Babewatch-Star und aktuelle Berufs-Alkoholiker gastiert (wie Whittaker)  in der glamourösen Wiener Stadthalle (sic!), wo The Hoff seine total fadenscheinigen "Hits" zum Besten geben und das Publikum zum Besten halten wird. Obwohl er als "bekanntester Fernsehdarsteller der Welt" beworben wird, ist auch sein Ruhm nur noch die Rum getränkte Welkheit eines 60jährigen. Schlagersänger? Vade retro, Satanas! 

3) Judas Priest. Auch dieser versoffene Proletenhaufen wird sein stumpfsinniges Publikum in der Stadthalle  beglücken. Wie der Musik der Mannen um Glatzkopf Rob Halford deutlich anzuhören ist, kann der Weg von deren Heimatstadt Birmingham zur Hölle nicht sehr lang sein. Auch scheinen die letzten 30 Jahre musikalischer Entwicklung an Judas Priest's Sound spurlos vorüber gegangen zu sein. Immer dasselbe lederschwere Nietengedresche, dazu üble Gitarren-Synthesizer, das Ganze durchsetzt von den spitzen Schreien des (mittlerweile geouteten) Sängers. Kotz. 

Das wirklich Schlimme an diesen Darbietungen sind allerdings nicht die Künstler, die einem nun gefallen können oder auch nicht. Grauenhaft ist lediglich das Publikum. Ob alte Nazis, junge Proleten oder schmierige Assis, in meinen Alpträumen könnte sich nichts Grauenhafteres einstellen, als meine Teilnahme an so einem Konzert. Denn Menschen, die so einen simplifizierenden Dreck mögen, schätzen meist auch die simplen Antworten auf die komplexen Fragen unserer Zeit. Wer sich also freiwillig unter potentielle Wähler der Prolo-Parteien FPÖ und SPÖ begeben möchte, soll bitte zur Stadthalle pilgern. Ich bleib daheim. 

Samstag

Nummer 173

Jedes Jahr wieder der selbe Ärger mit der GIS.
Strafsteuern für jene, die sich bewußt gegen das Volltrottel-Programm in TV und Radio entscheiden. 
Nur, weil ich die theoretische technische Möglichkeit habe, ORF-Programme auf dem PC zu empfangen, muss ich monatlich Kultur-Abgaben leisten? Das ist eine unglaubliche Sauerei, egal, ob sie nun in an den Haaren herbeigezogenen Gesetzesparagraphen gegossen wurde oder nicht. 
Daher: NIEMALS ZUR TÜR GEHEN, WENN ES UNERWARTET KLINGELT!!!
ES KÖNNTE DIE GIS-GESTAPO SEIN!!!
GAAAHH!!!

Nummer 172

War ja klar, daß die Finanz-Hyänen die Unruhen in Ägypten nutzen würden, um gleich mal den Preis fürs Erdöl nach oben zu treiben. Da geht ein Volk auf die Straße, weil es kein Brot zum Fressen hat, und sofort reiben sich die Spekulanten ihre Hände. Zum Kotzen!

Freitag

Nummer 171

Das krasseste Beispiel für Arme-Leute-Globalisierung ist mir heute im Supermarkt ins Auge gesprungen:
Knoblauch aus CHINA.
Nochmal, zum Mitschreiben:
Knoblauch aus CHINA.
Unfassbar.
Als ob es in Österreich keinen Bauern gäbe, der die leckeren Knollen anbaut, meinetwegen sogar ein ganzes Knoblauch-Kollektiv, das den austriakischen Bedarf an Alioli-Grundstoff befriedigen könnte. 
Wenn der chinesische Knofel so günstig ist, daß er auf Schiffen um die halbe Welt gekarrt werden kann, und in Europa immer noch ein Pfennig-Artikel ist, bedeutet dies schlichtweg nichts anderes, als die brutalste Ausbeutung der chinesischen Knoblauchbauern. Wiederum ein Beweis dafür, wie Scheiße die Globalisierung ist.
Ein Grund mehr, Produkte aus China striktest zu boykottieren.
Amen.

Nummer 170

Nach Ben Ali gerät mit Mubarak der nächste alternde afrikanische Autokrat ins Abseits.
Im Gegensatz zu Tunesien jedoch ist Ägypten ein enger Verbündeter der USA.
Daher glaube ich nicht, daß die Amis besonders interessiert sind, in Ägypten eine Demokratie zu etablieren.
Die moralische Integrität der Drecks-USA einmal abgesehen, glaube ich, daß die Wirkungsmächtigen vor Ort sich einen feuchten Schmarrn drum scheren werden, was die US-Absteiger überhaupt wollen.
Die Frage ist vielmehr die, was passieren wird, falls Mubarak mit den Taschen voller Gold sich verpisst.
Wird, wie in Tunesien, etwa die zweite Riege der Kleptokraten an die Macht kommen, wird es eine Art Demokratie geben, oder werden Iran-Style bärtige Mullahs ihre private Version einer Schreckensherrschaft verwirklichen? Wird gar ein Zinken aus dem NWO-Kamm brechen? 
Wir werden ja sehen.

Mittwoch

Nummer 169

Je mehr ich mir die aktuelle Situation ansehe, umso sicherer bin ich mir: 
Die ganze Finanz-Krise seit 2008 ist ein Inside Job.
Und der liebe Obama, dem ich hier immer wieder die Möglichkeit biete, seine Ideologie zu offenbaren, kommentarlos, ist als Teil der Elite Teil des Problems, nicht der Lösung.
Nein. 
9/11 war KEIN Inside Job.
Die Amis wurden mit runter gelassenen Hose erwischt, Punktum.
Aus verletztem Stolz sagen sie, es wäre ein Inside Job gewesen.
Aber Schwamm drüber.
Denn die New World Order ist wirklich unser Problem.
Nicht Moslems und Euro und Kosovo-Mafia und Klima-Schwindel etc.
Die sind nur Teil eines größeren Plans.
Wie gesagt:
NWO ist wirklich schlimm.
Denn was die wollen, ist: Reduktion der Weltbevölkerung zu 500 Millionen, oligarchisch geordnet:
Eine riesige Menge Heloten, die grade so ernährt und behaust werden und bis 100 zählen können, wie es zur Aufrechterhaltung der Versorgung wichtig ist, darüber eine kräftige Soldaten-Kaste (mit Offizieren aus der Oberschicht), darüber eine Art Lehrer/Philosophen/Wissenschafter/Händler-Kaste, die als halb-privilegierte Kaste unter anderem den Nachwuchs der Reichen für den Wettbewerb um die Top-Jobs fit machen MUSS, darüber nur noch die oberste weltliche Kaste der Ärzte/Priester/Richter/Bürokraten, die am Meisten davon profitieren, die unabdingbaren Profi-Schoßhündchen der total dekadenten Top-Sahne-Schicht zu sein. Diese Haut unmittelbar vorm Knochen, die Beinhaut quasi, das sind die WAHREN Speichellecker und willigen Handlanger der -...Oligarchen, die neuen Götter.

Und es hat noch nicht mal richtig begonnen...


Donnerstag

Nummer 168

Wenn ich jemals die Worte eines "Propheten" gehört habe, dann sind das die Worte von Jeff Lynne, dem Chef von ELO (für die nach 1980 Geborenen: Electric Light Orchestra, war eine Art 80er-Crossover von Beatles und Bach-Gottesdienst, inklusive der Phantasie und der extrem eingängigen Melodien der Obgenannten). Ihr Konzept-Album "Time" ist meine ELO-Lieblingsplatte, (neben dem stampfenden Album "Discovery"), vor allem die Nummern Yours Truly, 2095, die edle Disco-Marsellaise, inklusive der sensationell erregenden Stimme einer imaginären Cyborg-Gefährtin, die sich grade auszieht, die Hymne Here Is The News (ihr I Am The Walrus) und das zukunftsweisende Ticket To The Moon. (Selbst Elvis Presley lebt in deren Musik, siehe The Way Life's Meant To Be.  Elvis, wie Beethoven Großer Unsterblicher.)
Was mich seit damals verfolgt, ist eine Textzeile aus Ticket To The Moon, die ich damals höchst lächerlich fand, aber von der ich heute denke, Millionen Menschen müssten mir zustimmen:

Remember the good old 1980s? 
When things were so uncomplicated?
I wish I could go back there again, 
And everything could be the same.

Punktum
SEUFZ

Ich  hab' das noch genau im Ohr...Frühling, ich war 13 oder 14...
Mit dem Walkman, nachts, nach dem Lesen, was weiß ich, vermutlich ein Kerouac, aber auf jeden Fall war das NACH der Lektüre von Keiner kommt hier lebend raus, der legendären Morrison-Biographie von Jerry Hopkins und Danny Sugarman, dem späteren literarischen Drogen-Wonderboy von Wonderland Avenue, weil ich zuvor zwar Balzac und Stendhal gelesen hatte, von Kerouac et. al. aber hatte ich noch nie was gehört
Zuerst dieser Einleitungs-Schnickschnack, halb Beethoven und halb Pacman-Stimme. 
Dann die hymnische Einleitung von Twilight

The visions dancing in my mind
The early dawn, the shades of time
Twilight crawling through my windowpane
Am I awake or do I dream?
The strangest pictures I have seen
Night is day and twilight's gone away

Im Grunde ist das nichts als schnelle, hammergeile elektronische Barockmusik mit Schlagzeug, getragen von einem treibenden Basso continuo aus Synthysizer und Schlagzeug, drüber hinweg Fanfaren, Hall, Disco-Geigen, am Ende gerne gängige  Klavier-Kaskaden á la Musik-Stunde, Level 1, dazu fette Choräle, die hinterfotzigen E-Riffs im Hintergrund, (klar, das hatten The Who auch drauf, bei Baba O'Reily) sind beim obligaten E-Spinett angehängt, Gott wird gelobt, Extase, der Moment, der nie mehr aufhören sollte...           und das Ganze, ohne GV gehabt zu haben. 
Schweiß...
Suggestiver Text.. 
Dann die fiese Überleitung..die Schritte, dann der Game-Computer... der Held knackt den Highscore...

 Peep-peep-Peep...peep-peep-peep-PEEEP!!

...jetzt kommt die Welle, deinen Willen zu brechen...deinen Geist hinweg zu fegen...

Is that what you want, is it what you really want??

O JA,  HERRIN!!!! 

(Ich weiß heute leider nicht mehr, wen ich mir da als meine Herrin vorgestellt habe, ob nun Schulkollegin, Playboy-Häschen oder die Physik-Lehrerin...)
Diese Musik nicht zu mögen, oder sich ihrem Einfluss zu entziehen, da müsste jemand schon tot sein. 
Und darauf der Hammer...der mir damals so peinlich war, und mich heute zu diesem ganz bestimmten Lächeln bringt, die Tränen, die ich weine, werden zu Tropfen, die sachte an Dein Fenster klopfen...
Ticket to the Moon!
Flight leaves her today from Satellite Two... 
Ich meine, mit der Begeisterung Musik kann ich genauso gut im April 1945 HJ in die Panzergräben jagen.
Na gut, ältere Semester sicher nicht, aber darum geht es hier nicht.  
Das hab ich damals x-fach hintereinander bis zum Wegpennen gehört und war dabei von Größe erfüllt.

 Fly, fly through a troubled sky
Up to a new world shining bright, oh, oh.

Flying high above
Soaring madly through the mysteries that come
Wondering sadly if the ways that led me here
Could turn around and I would see you there
Standing there (and I would see you there, waiting...)

Eine der ganz Großen Schweinereien Hitlers war der Mißbrauch der Begeisterungsfähigkeit der Jugend,
denn das war auch ein Verbrechen an der Zukunft. 




Alle Rechte: SELBSTVERSTÄNDLICH BEI DEN LIBRETTISTEN.
Bei Unrecht: SELBSTVERSTÄNDLICH GILT FÜR MICH DIE UNSCHULDSVERMUTUNG.









Nummer 167

Friend --

At 5:53 p.m. Eastern Time today, the House moved to repeal health insurance reform.

Every single Republican -- all 242 -- voted for repeal.
This is a vote for insurance companies. There is no other way to put it.
Because if the question is what is best for Americans, repeal would never come up: Health reform is already at work improving the lives of millions of people. Repeal will result in 32 million fewer Americans with health coverage -- and add $230 billion to the deficit over the next 10 years.
Republicans in Congress need to know there's a political price to pay for siding with special interests over the constituents in their districts.
We're putting together a dedicated team of organizers and volunteers across the country to protect our progress on health reform -- and we need 11 donations from your area to make sure they have the resources they need.
Chip in $3 or more to support Organizing for America and help stop repeal before it's too late.
The Affordable Care Act addresses and ends some of the worst insurance-industry abuses against families, children, seniors, and the sick -- the cost of repeal would be steep:
-- Families, many already struggling to get by, could lose their coverage if someone is in an accident or becomes sick -- right when they need it the most.
-- A woman with cancer could have her coverage stripped away because of a tiny mistake on a form.
-- Pregnant women, children born with disabilities, and anyone with a pre-existing condition -- as many as half of Americans under age 65 -- could face discrimination or be denied coverage by an insurance company that deems them too costly.
-- A senior on Medicare who falls in the "donut hole" in prescription coverage would once again have to make up that cost out of pocket -- and start paying for all preventative care.
-- The deficit would increase by $230 billion over the next 10 years -- placing an unfair burden on our children and grandchildren and future generations who will have to pay for this mistake.
-- Insurance companies could go back to working for corporate profit and CEO bonuses -- instead of for the people who pay their premiums.
These cruel and unjust practices are exactly why we organized, donated, volunteered, and spoke out for months, helping to pass legislation 100 years in the making. It's why we worked with the President and Democrats in Congress to reform a broken and unsustainable health care system.
Now, that progress is being threatened -- and we have to do everything we can to protect it.
Organizing for America is running a full-fledged campaign to drive this message home in communities across the country. Our organizers and volunteers will be knocking on doors, writing letters to their local papers, talking to neighbors, and calling their senators.
Support from 11 folks in your area will ensure we have the tools and resources we need to counteract and stop the repeal effort.
Please donate $3 or more today:
https://donate.barackobama.com/StopRepealNow
Thanks,
Mitch

Mitch Stewart
Director
Organizing for America

Mittwoch

Nummer 166

Abt. Katastrophen, von denen keiner mehr spricht.
Pakistan
Haiti
Golf von Mexiko.

So schnell vergisst die Welt...

Nummer 165

Auch die Gestaltungsmächtigkeit der Wiener SPÖ zeigt Risse:
Ihr aktueller Öffentlichkeitsauftritt strotzt wie jener der konservativen Konkurrenz nur so vor Plattheit und Leere:
"Vieles wird neu. Wien bleibt Wien".
Als Sujet muß das Riesenrad herhalten.
Es stinkt nach Dummheit und Drohung: Überall geht was weiter, Leute, nur bei uns halt gar nix. Super, gelt?
Das intendierte Publikum ist mit ziemlicher Sicherheit Fan des ORF-Seniorenclubs und auf dem Weg zur nächsten Filiale der Kur-Konditorei Oberlaa. 
Auch in diesem Fall sieht Metropolen-Politik anders aus.

Nummer 164

Widerlich: Die Prozess-Strategie von Angeklagten, demonstrativ "krank" zu werden. 
Ob nun der serbische Proleten-Speedjunkie, der das kleine Kind totgeprügelt hat, ob der feiste Betrüger Auer-Welsbach, oder der Pleitier Elsner: Sie alle werden plötzlich "krank", sitzen im Rollstuhl und wollen Mitleid.
Leute, Menschen, Täter (scheiß auf diese beschissene "Unschuldsvermutung"), die bei ihren Verbrechen sich einen Dreck um Fairness Rechtsstaatlichkeit und das Gesetz geschert haben, verlangen für sich mit einer dreisten Selbstverständlichkeit Milde und Wohlwollen, die einem anständigen Menschen die Schamesröte ins Gesicht triebe.
Die Opfer hingegen werden ein weiteres Mal verhöhnt.

Nummer 163

Erbärmlich: Der Diktator von Tunesien und seine Frau, die Ex-Friseuse, sind ein weiteres Beispiel dafür, was für Proletengesindel in den Dritte-Welt-Ländern üblicherweise so an der Macht ist:
Leute aus kleinsten Verhältnissen, vereint in  Skrupellosigkeit, Machtinstinkt, Gier und Brutalität.
In den meisten Fällen reicht es zwar zum Protzen und Bentley-Fahren, aber die Physiognomie des Lumpen tragen diese miesen Figuren ihr ganzes Leben lang, siehe auch Mugabe und Ghaddafi.

Freitag

Nummer 162

Die Wiener ÖVP geht ihren Weg in die Bedeutungslosigkeit beherzt weiter.
Wenn ihr erster Öffentlichkeits-Auftritt 2011 Abbild ihrer Intentionen sein soll.
An den Haltestellehäuschen prangt die Ziffer "2011", zusammengesetzt aus rechteckigen ÖVP-Logos.
Darunter der Slogan:
Gemeinsam für ein leistungsgerechtes Wien.
M-mh.

Ein Mangel an Phantasie, ein Übermaß an Zwang, ein Null an Information.
Provinziell bis dort hinaus.
Großstadt-Idee ist das keine.
Wem zahlt die Vaupe eigentlich für so einen Dreck freiwillig Geld?
Muss da einer der vielen Bünde-Organismen bewirtet werden?
Ohne Rücksicht auf Erfahrung oder Erfolg?

Egal.
Die sogenannte Volkspartei ist in Wien schon längst zerbröselt.
Was hier lebt, wählt so:
Linkes Proletariat SPÖ, rechtes Proletariat FPÖ, Bürgertum/Studenten Grüne.
Was bleibt?
Eben.

Au revoir auf einen Latte im Oasch!

Mittwoch

Nummer 161

Gestern Abend habe ich mich dabei erwischt, vor dem Einschlafen im Bett noch das Flugblatt mit den neuesten Zielpunkt-Angeboten gelesen habe.
So, habe ich gedacht, jetzt ist es soweit. Mit Hans Krankl auf der Jagd nach 1-Euro-Schnäppchen.
Immerhin habe ich bei der Lektüre festgestellt, daß die Bio-Zucchini, die mir die schlampige neue Verkäuferin zu 2,49€ pro Kilo verrechnet hat, in Wirklichkeit schon für 1,99 zu haben waren.
HA! 
Schon hat's sich rentiert!
Ich bin dann ganz beruhigt eingeschlummert. 

Nummer 160

Es ist immer ein Zeichen der Krise, wenn die Geschäfte zu sperren und die Spielhöllen aufmachen.
So komme ich auf meinem relativ überschaubaren Heimweg von der Friedensbrücke zum Wallensteinplatz (Wien), heiße 500 Meter lang, an insgesamt 8 dieser Automaten-"Casinos" und Sportwett-"Cafés" vorbei.
Publikum: Österreichisches Prekariat, halbseidene Balkanesen und junge Türken.
Aber eher verzweifelte als verwegene Gestalten, obwohl die Selbstwahrnehmung dieser Typen eine andre ist. 
Oder schlichtweg arme Irre, die tatsächlich glauben, mit diesen Drecksautomaten ihr Leben verdienen zu können. 
Schon traurig, wenn Gemeinplätze von der Realität immer aufs Neue bestätigt werden.
Warum die Regierung dem Treiben tatenlos nicht nur tatenlos zusieht, sondern die Spielsucht im Prekariat durch verfehlte Gesetzgebung ganz im Sinne der Wettmafia sogar noch fördert, ist entweder ein Indiz für die völlige Unfähigkeit der öffentlichen Akteure oder für die weitreichende Korruption in diesem Staate.
Ich vermute allerdings eine sehr ungute Mischung aus beiden Faktoren.
Würg.

Dienstag

Nummer 159

Abt. Stars und "Stars"
Die gute Nachricht: Michael Douglas ist wieder gesund.
Die schlechte Nachricht: Nervensäge Udo Lindenberg ist auch gesund.
Die traurige Nachricht: RIP Pete Postlethwaite

Abt. Ex-Stars (und solche, die es endlich sein sollten)
Was ist eigentlich aus Jennifer "Ich nerv' dich" Lopez geworden?
(Ist mir in Wirklichkeit Schnuppe, ich freu' mich halt diebisch, daß sie weg vom Fenster ist)
Wann geht Madonna "Du nervst mich" Louise Ciccione endlich in Pension?
(Die Alte habe ich schon in den 80ern gehasst)
Was für einen Job hat jetzt der Lügenbold Jan Ulrich? Gebrauchtwagenhändler?

Freitag

Nummer 158

Amerika ist pleite.
Das ist nix Neues.
Steht jetzt halt offiziell in den Medien.
Yawn.

Samstag

Nummer 157

Vivat 2011°!?

Nummer 156

So, so.
2011.
Na, ja.
Ich verbrauche im Jahr circa eine Dose Rasierschaum. Weil ich so ein unglaublich lässiger Typ bin. Und mir nur zwei Mal in der Woche die Barthaare aus dem Gesicht schabe. Bei meiner Lebenserwartung werde ich also noch circa 46 oder 47 Dosen Rasierschaum benötigen, ehe ich in den Holzpyjama steigen muss.
So, so.
Knapp 50 Dosen Rasierschaum Lebenszeit noch.
Ich weiß nicht, soll mich das beruhigen oder soll ich drüber lachen?
Vielleicht kauf' ich mir demnächst beim Diskonter 50 Dosen Rasierschaum und schau mal, wie sich das anfühlt.
Jedes Jahr eine Dosis. Wenn ich die 50 Dosen überhaupt in meinem Badezimmer unterbringen kann. 
Ob sich ein paar Jahre länger ausgehen, wenn ich mit dem Schaum spare, und eben kratze, oder gar die Zeit mir kürzer wird, wenn ich den Schaum schlage, mir oder anderen lustige Weihnachtsmanns-Bärte ins Gesicht sprühe? Wird es im Jahr 2061 möglicherweise flächendeckend Rasierschaum-Kontrolleure geben, die überschuldeten Bartträgern zackig den Iwan machen? Wird es in 50 Jahren überhaupt noch Rasierschaum geben, in Europa, im Namen des Propheten?
Na, ja.
2011.
So, so.