Der Gemeine Katzenpanda

Dienstag

Nummer 117

Assange vs. The World: 2:0

Nach den eher unnötigen und wenig überraschenden Infos von Wikileaks über US-Grausamkeiten im Irak-Krieg (wir alle wissen, daß in jedem Kreig Grausamkeiten passieren und daß die USA ihre "Unschuld" in Vietnam verloren haben), ist der zweite Wikileaks-Streich wirklich eine aufregende Sache, deren Auswirkungen sich noch überhaupt nicht abschätzen lassen.
Doch die USA und ihr Teddybären-Präsident Obama stehen ziemlich blamiert da. 
Iran, Saudi-Arabien, Türkei, Afghanistan, China, Nord-Korea- all die Politik-Felder, in denen der Teddybären-Präsident Obama bisher so glanzvoll dilettiert hat, liegen nun schonungslos offen.
Kann sein, daß diese Dinge, die bisher im Halbschatten der Öffentlichkeit lagen, nunmehr eine Eigendynamik entwickeln. Ob das nun gut oder schlecht oder sonst wie ausgeht, ist egal, der Geist ist aus der Flasche.
Alles in allem, denke ich, nach Jahrzehnten "diplomatischer" (!) Mauschelei wird die Veröffentlichung von unausgesprochenen Vorwürfen und Wahrheiten einen schönen Schub frischen Wind in die Welt bringen.
Ich hoffe, die verlogene Political Correctness wird das erste Opfer des neuen Klima werden. 

Donnerstag

Nummer 116

Wie geht es weiter mit der SPD?
Nach der Agenda 2010 und der vom Zaum gebrochenen Wahl, bei der Gas-Gerd Schröder sich verzockte, kam der Zick-Zack-Kurs.
"He, wir sind voll sorry, böse Agenda, aber hmmm, irgendwie richtig war sie ja doch, die Agenda (von der heute Merkel profitiert).“
Dann kamen traurige Kasper wie Siggy „Pop“ Gabriel in SPITZENPOSITIONEN.
Wen gibt es sonst? Nehmen wir eine fiktive Umfrage, die mir ein Mikro unter die Nase hält:
„Nennen Sie mir bitte spontan SPD -Spitzen-Politiker.“
Hmmm.
Nahles? Beck? Platzeck? Ypsi? Münte? Steinmeier?
Mit solcher Trantüten-Staffage geht's nur noch abwärts!
Herrjeh!
Wen wollen solche Non-People eigentlich ran holen an den Busen der SPD?
Arbeiter? Kleine Angestellte? Studenten Intellektuelle Künstler Proletarier?
Ich fürchte, Die Partei Die Linke, wird die SPD bald links überholen, dann zerreißen, der Rest geht zu den Grünen. Die Rentner wählen längst die Schwarzen.
Aber wen soll jemand wie ich wählen?
Links gibt es doch sonst nur noch Leute wie Ströbele Trittin Roth Künast Özdemir.
SPD BITTE ERHOLE DICH!

Nummer 115

Die aktuellsten Medial-Perlen:

"Rettungsschirm-Chef"
"Carla Bruni als Comicheldin"- Häh? Co-Micheldin? Comichel-Din? Ahh, ja, Comic-Heldin!
 "Schokonikolos"- Again: Häh? Schokoniko-Los? Schokoni-Kolos? Ahh,ja, Schoko-Nikolos!

Mittwoch

Nummer 114

Die gute Nachricht des Tages:  Die Zahl der HIV-Infektionen ist seit 1999 um 19% gesungen.
Die schlechte Nachricht des Tages: Im Geriatrieklinken-Bereich gibt's täglich Prügel: Von und für Patienten.
Die Kuriose Nachricht des Tages: Eine komplette Sammlung von k.u.k.-Schiffsmodellen ist 2,5 Millionen € wert.

Montag

Nummer 113

Neuester Blick in den Internet-Abgrund:

Nazi-Trance.

Catchy Goa-tunes unterlegt mit Sprecheinlagen von Himmler, Göring, Goebbels und natürlich AH.
Das Ganze wird auf Youtube hoch geladen von Typen wie jemandem, der sich DJ GoR nennt, oder eben DJ Ghost Of the Reich. Seine "best of"-Mixes tragen viel sagende Titel wie Wer Deutschland liebt, German Panzer Power, Führer-Mix oder SS-SA-Mix. Diese Sachen sind -leider- hoch professionell gemacht. Die Musik ist -wie er behauptet- selbst geschrieben.
Der Urheber ist ein US-Amerikaner, der in NY lebt. Er steht aber nicht nur auf Nazis, sondern auch auf kernige Patrioten-Amis, wie der Patton-Trance von seinem neuesten Album "Judenfrei" zeigt und scheint ein Problem mit Mexikanern zu haben, zu hören auf dem BorderPartrol-Mix.
Seinen Sound nennt er National Socialist War Trance. Die Mischung aus treibendem Beat, wuchtigen Bässen, suggestivem Bildmaterial (Wehrmachts-Paraden, Stukas im Kampfeinsatz, Waffen-SS im Felde) ist äußerst effektiv, perfide und erschreckend.
Aber es gibt auch einen DJ ADOLF, Schöpfer von Clips wie AH88 etc. Fazit: DJ ADOLF's Musik ist totaler Prolo-Müll à la Scooter, eher HartzIV-Niveau als Hitparadentauglich, ebenso wie Dj Himmler.
Dann gibt es einen Kerl (ein Mädchen?) namens DJ Germania, der geht den Mittelweg: Weder Trance noch Krocha, sondern echt fetter Techno Marke 1995, wie Ilsa Gold. Würde sich von der Musik damals in nichts unterscheiden, wären da nicht Wortfetzen von Hitler und den anderen Heinzen.
Dieser GoR ist brandgefährlich, denn er macht den Holocaust, die Ostfront und so weiter als eine Art ästhetischer Erfahrung "schmackhaft".
Doch soweit ich seiner Homepage entnehmen kann, sitzt er für 6 Monate im Knast. Das, finde ich, gebührt ihm auch für seine perverse "Kunst".

ICH DISTANZIERE MICH IN ALLER FORM VOM NATIONALSOZIALISMUS UND DESSEN ZIELEN
ICH PROPAGIERE NICHT DIE INHALTE, VON DENEN ICH BERICHTE
ICH ZEIGE LEDIGLICH AUF, WAS ES MITTLERWEILE STRAF-FREI IM INTERNET GIBT
DAHER POSTE ICH KEINE LINKS ZU DIESEM NAZI-DRECK
WER WILL FINDET ES OHNEHIN

Nummer 112

Die Schweine ziehen die Schlinge immer enger:
Falscher Terroralarm
Vorratsdatenspeicherung
Pensionskürzungen
Gefaketer Banken-"Schirm"
Steuererhöhungen
Enteignung durch Inflation
Kürzungen bei Bildung Familien Sozialsystemen
Kürzungen bei Förderungen im Bereich der Wissenschaften
Subventionen fürs neoliberale Klientel (Ärzte Apotheker Energie Hoteliers Atomkraft -Lobby)
Ausspielen der unterschiedlichen Proletariate (Christen u. Muslime) gegeneinander
Scheinwahlen in Scheindemokratien (Wahlen Länder nichts am Kurs)
Abfluss von Steuergeldern in Richtung Banken (siehe "Schirm) = Sozialisierung von Spekulationsverlusten
Straffreiheit für Betrüger und Spekulanten im großen Stil (Nonnenmacher, Thilo Berlin, Hypobank etc. etc.)

Und warum geht keiner auf die Strasse?
Sind wir alle schon so dumm faul wurstig geworden?

Mittwoch

Nummer 110

Rauschgift-Statistik
Europas Drogensüchtige werden immer älter
REUTERS

"Körper schnell gealtert"

Aufsichtsbehörden warnen: Etwa jeder fünfte Patient in Europas Drogenkliniken ist inzwischen älter als vierzig. Doch viele Hilfsangebote sind nicht auf den Ansturm der Alten eingerichtet. Und die Wirtschaftskrise könnte den Kampf gegen die Folgen der Sucht weiter erschweren.

Lissabon - Wirtschaftskrise und Sparpolitik bedrohen nach Angaben der EU-Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) gleich doppelt den Kampf gegen Rauschgift in Europa. Einerseits werde die Drogenbekämpfungspolitik zunehmend Opfer von Einsparungen, andererseits würden immer mehr junge Menschen arbeitslos. Diese liefen dann Gefahr, sich durch Rauschgift von ihrer Lage abzulenken, warnt die EBBD in ihrem Jahresbericht.


Die Drogenbeobachtungsstelle mit Sitz im portugiesischen Lissabon liefert Daten und Statistiken. Die Prävention und Bekämpfung der Drogenprobleme liegt dagegen in den Händen der Mitgliedstaaten. Die Behörde warnte die Staaten, keine Entscheidungen zu treffen, deren langfristige Kosten die kurzfristigen Einsparungen bei weitem übersteigen könnten. Mit Sorge beobachte man vor allem Kürzungen bei der Behandlung von Süchtigen. Diese Programme seien eine "Säule der europäischen Antwort" auf das Drogenproblem. Sie dürften nicht ausgehöhlt werden.


In ihrem Bericht warnt die Behörde vor dem wachsenden Einfallsreichtum der Drogenproduzenten. Cannabis, das nach wie vor an erster Stelle des europaweiten Drogenkonsums stehe, stamme immer häufiger aus der Produktion in den europäischen Ländern selbst. "Die Öffentlichkeit hat immer noch das Bild von ein paar Töpfen Hanf-Pflanzen auf dem Fensterbrett", sagte EBDD-Direktor Wolfgang Götz. Die Realität aber sehe ganz anders aus: Das organisierte Verbrechen habe schon längst festgestellt, dass sich mit großangelegtem Anbau in der Nähe der Absatzmärkte gute Gewinne erzielen ließen. Jährlich würden 1000 Tonnen Cannabis in Europa sichergestellt. Etwa 23 Millionen Europäer konsumierten die Droge im vergangenen Jahr. Schätzungsweise vier Millionen von ihnen seien quasi tägliche Nutzer.

Auch bei der Herstellung von Kokain - dem zweitwichtigsten Rauschgift in Europa - sowie von künstlichen Drogen zeigten sich die Produzenten immer erfindungsreicher, warnte die EBDD. Europa ist nach ihren Angaben weltweit größter Amphetamin-Produzent. Mehr 80 Prozent der illegalen Labore stehen in europäischen Ländern. Sorgen macht den Fachleuten auch ein Anstieg der Opferzahlen im Zusammenhang mit Kokain. Jährlich werden in Europa rund tausend Todesfälle gemeldet. Gefährlich sei die Droge vor allem, weil sie als Begleiterscheinung eines "erfolgreichen Lebens" gesehen werde, sagte Götz.

Rund 14 Millionen Erwachsene zwischen 15 und 64 Jahren in Europa haben im Lauf ihres Lebens schon einmal Kokain probiert. Allein im vergangenen Jahr griffen rund 4 Millionen zu der Droge. Bezogen auf die Einwohner lagen Dänemark, Irland, Spanien, Italien und Großbritannien in den Statistiken auf unrühmlichen Spitzenplätzen. Im Jahr 2008 wurde europaweit rund 96.300-mal Kokain von Ermittlungsbehörden sichergestellt. In Mittel- und Osteuropa stiegen die Fallzahlen besonders stark an, lagen aber immer auf einem vergleichweise niedrigen Niveau.

"Drogenmissbrauch ist kein Jugendphänomen mehr"

Behördenchef Götz warnte gleichzeitig, dass die Drogenkonsumenten in Europa immer älter würden. Früher habe man mit 30 meist aufgehört, Drogen zu nehmen - heute seien immer mehr Drogenkonsumenten über 40. "Der Drogenmissbrauch ist kein Jugendphänomen mehr", sagte Götz. Etwa jeder fünfte Drogenkonsument, der sich in Europa in Behandlung begebe, ist inzwischen älter als 40, in manchen Ländern ist es fast jeder dritte. Grund dafür sei die alternde Bevölkerung.


In den achtziger Jahren seien viele junge Leute an Heroin geraten und nicht mehr davon losgekommen. Diese langjährigen Konsumenten seien älter geworden und ließen heutzutage das Durchschnittsalter der Drogenkonsumenten steigen, sagte Götz. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass heutzutage Ältere ohne Drogenerfahrung vermehrt zu Rauschgiften griffen.

Die Behandlung von Älteren sei teuer, weil sie besondere Therapien benötigten. "Ein 40-jähriger chronischer Heroinabhängiger braucht eine Behandlung wie ein 60-Jähriger, weil sein Körper so schnell gealtert ist", sagte der Behördenchef. Viele hätten eine lange Drogenkarriere mit Entzug und Gefängnis hinter sich. Oft seien sie mit HIV oder Hepatitis infiziert und alkoholabhängig. "Da reicht es nicht, eine Ersatzsubstanz zu geben", sagte Götz. "Da ist die Geriatrie gefragt." Die Entzugskliniken in Europa seien meist auf Jugendliche eingerichtet - das Angebot gehe an den Älteren vorbei.

chs/AFP/dpa

Nummer 109

So, jetzt ist der Herbst endgültig Geschichte.
Heute morgens hing ein derart dichter Neben über der Stadt, daß ich bis weit in den Mittag hinein den schönen Augarten Flak-Bunker nicht sehen konnte, obwohl der in kaum 200 Metern Luftlinie in den Himmel ragt.
Auch die Stadt Wien auf den Jahreszeitenwechsel reagiert und sperrt die Notschlafstellen auf.
Von den unseligen Weihnachtsmännern im Supermarkt gar nicht zu reden.
Aber immerhin gibt es jetzt auch wieder Maroni zu kaufen.
Oh du fröh-öh-liche...

Nummer 108

Unglaublich, welche Blüten die US-Panikpolitik treibt.
So sollen in Zukunft jene Staaten, die (mit den USA) einen Handelsbilanzüberschuss erwirtschaften, also vornehmlich Deutschland, Japan, China, mit Sanktionen belegt werden, wenn dieser Wert eine gewisse Schwelle (4%) überschreitet.
Gleichzeitig wirft die US-Notenbank weitere frisch gedruckte 600 Milliarden (!!!) ihrer Schrottwährung auf den Markt, um durch Inflation erstens ihre Schulden kleiner zu machen und zweitens im selben Atemzug den Import von Waren für die USA teurer zu machen, sprich zum Nachteil der Exporteure. 
Die Welt wird also gezwungen, mit den absaufenden Amerikanern unter zu gehen.
Mein Hass auf diese Figuren wie Obama, den Ohrenkaktus, Bernanke den Betrüger und Leithner, den Falschmünzer steigert sich allmählich. 
Diese beschissenen "Demokratie"-Nazis, die glauben, als "Gottes erwähltes Volk" hätten sie ein Recht dazu, sich dauernd Extrawürste zu braten und den Rest der Welt dafür zur Kassa zu bitten, mit vorgehaltener Knarre. 
Aber bald sind die Weltmachtträume ausgeträumt: Kein Geld, überfettete Rekruten, keine Industrie, keine Ahnung von nix, nur noch Hollywood und Wall Street. 
Aber vor dem großen Knall werden die Amis noch schnell einen Krieg anzetteln, vermutlich mit dem Iran.
Wir werden uns warm anziehen müssen.

Montag

Nummer 107

Die Gewinner des Wettbewerbs Das Un-Wort des Jahres 2010
lauten (in Tradition des Tsunami 2004, siehe Eintrag Nummer 2, kann's ja immer noch daneben gehen):

1) Banken-Krise
2) Finanz-Krise
3) Euro-Krise

Außer Obligo liefen: Tea-Party, Love Parade, Pferdewindel.

Nummer 106

Schluckauf ist schlimmer als Syphilis.

Nummer 105

Oh, wie sich die Zeiten ändern:
Heute habe ich zum zweiten Mal in 30 Jahren die Doors-Nummer "Whiskey Bar" auf meinem Soundsystem durchlaufen lassen, anstatt das Lied wie üblich zu überspringen (Zu Schallplattenzeiten in trunkenem Zustand immer ein riskantes Unterfangen). 
Zum zweiten Mal deshalb (ich rekurriere hier explizit aufs linguistische Prinzip der pragmatischen Präsupposition, oder, genauer, auf das Bedürfnis danach, um einer funktionierenden Sprechakt-Theorie das Wort zu reden), weil mir klarerweise erst nach dem ersten Abspielen der krummen Brecht-Weill-Komposition deren affirmative Ablehnung möglich war.  
Ob deswegen auch ich nur noch zur Nostalgie tauge, wie Jim Morrison selbst schon 1969 von sich selbst mit Grauen angenommen hat, oder nicht, werden wohl erst meine noch ungeborenen Kinder entscheiden, oder, noch viel früher, die Frau, mit der ich noch nicht verheiratet bin. 
Die Tatsache, daß ich mit 2,5 Liter Bier intus immer noch zügig "Maschine schreiben" kann, erfüllt mich übrigens ebenso mit Mißtrauen.
(Aber immerhin habe ich dem Impuls widerstanden, einfach eine Pizza zu bestellen, und das macht mir Mut)
Aber wie heißt es so schön nur fünf Lieder später: 

Time to walk
Time to run
Time to aim your arrows
At the Sun 


Sonntag

Nummer 104

Eine weitere Entdeckung im WWW: Die Cyber-Hobby Action Figures von  Dragon Model Limited. 

Ritterkreuz-Träger-Puppen. Im Barbie-und-Ken-Format. Manche Puppen sind historischen Persönlichkeiten nachgebildet. Galland, Rommel, Manstein im Kleinformat. Es gibt sogar eine Puppe namens "Arnold". Schwarzenegger als Panzergrenadier der bosnisch-muslimischen Waffen-SS-Division Handschar. 
Lustig. 
Joachim Peiper hingegen sieht aus wie Big Jim mit Eichenlaub.
Gruselig.
Und: Teuer.
Einige dieser Figuren kosten bis zu 600 HKS, das sind knapp 60€.
Sonderangebot!
Zu "Paul 'Papa' Hausser" gibt es den legendären weißen Pelzmantel (Ostfron 1941) gratis dazu. 
Verurteilte Kriegsverbrecher wie Skorzeny heißen einfach nur "Otto".
Die Angabe: Einheit, Dienstgrad, Einsatzort ermöglicht jedoch die  zweifelsfreie Identifizierung Ihres Idols.
Bemerkenswert: Die Puppe "Otto" trägt den Schmiß sogar an der richtigen Backe. 
Auch Alliierte gibt es. "Big Joe" etwa, von der 2.Marine-Division, sieht aus wie Telly Savalas im Film "Das dreckige Dutzend". Major "Lee" gleicht Lee Marvin wie ein Ei dem andren. Auch John Wayne, Sean Connery, Michael Cane und Charles Bronson spielen ihre Kriegsfilmrollen für die Ewigkeit. 
Ausverkauft: "Volkssturmmann Willi Hardegen, April 1945", inklusive niedlicher kleiner Panzerfaust, sowie "Albrecht", Mitglied der Versorgungskompanie 69 in Norwegen 1940, inklisive Würsten, Broten und Zwiebeln in Miniatur.  
Bemerkenswert: Auf dem Strommasten Dunkerque 1940 sitzt eine weiße Taube, hingegen sind die Packsattel beim Muli 1942 nicht inkludiert. 
Ich frage mich, ob es dort auch do-it-yourself-Galgen und Gaskammern gibt.

Nummer 103

Heute muss ich eine Lanze brechen für die beste Deutsche Band: RAMMSTEIN.
Wie keine andre Kapelle vermögen es die Jungs um den Sänger Till Lindemann, die synästhetische Kraft der deutschen Sprache glaubwürdig gefühlvoll mit Wucht, Können und Witz lyrisch umzusetzen, ohne irgend einem Pathos oder Selbstzweck zu frönen. Das ist eben Musik für heterosexuelle Männer mit sozialer Kompetenz, weichen Herzen und harten Schwänzen.
Für mich quintessentielle Nummern: Ohne Dich; Sonne; Frühling in Paris; Waidmanns Heil; Rammlied.
Wer Rammstein wegen Lindemanns rrrollenden RRRRs in die Nähe des Nationalsozialismus rücken will, ist vermutlich selbst ein Nazi von links oder ein verblödeter Gutmensch.

Samstag

Nummer 102

Es ist immer ein kleiner Tod, wenn einer deiner Jugend-Helden vom Sockel stürzt.
So mag es wohl 1945 manchem deutschen Jungen mit Reichsheini H.Himmler gegangen sein, als der SS-Chef wegen Verrats kurz vor Kriegsende von Adolf aller Ämter enthoben wurde.
Mir ging mit einem anderen Komiker so, mit John Cleese, dem Chef der Komiker-Truppe Monty Pythons.
Auf dessen alten Tage scheut sich der Ex-Anarchist nicht, als Werbefigur für einen Online-Wetthai aufzutreten.
Würg. Schüttel. Kotz.
R.I.P.

Freitag

Nummer 101

Das zweite Hundert beginnt mit der bahnbrechenden Erkenntnis, daß Adolf Hitler sogar am Unglück von Hannibal Lecter Schuld ist und in weiterer Fortsetzung verantwortlich für Agent Sterlings Probleme mit dem Kannibalen. Behauptet zumindest der Film Hannibal Rising. Na ja. Schrottfilme gibt es ja genug.
Aber da wir schon beim Kinematographen sind, möchte ich noch zwei Beobachtungen und ein Lob deponieren.

Da wäre zum einen Tom Cruise im Film "War of the Worlds". In diesem Science-Fiction-Spektakel spielt er (für mich) zum ersten Mal glaubwürdig. Er gibt einen gebeutelten Working-Class-Typen, geschieden, pleite, ohne Freunde, dem eine wüste Attacke von Außerirdischen das Besuchswochenende mit den Kinder gehörig verhagelt.
Mehr durch Glück als durch Chuzpe gelingt es ihm, seinen Nachwuchs inmitten der Panik eines Massakers von New York nach Boston zu bringen. Am Ende hat er es geschafft, aber Sieger sehen anders aus: Blutbeschmiert, verschwitzt, mit zerlumpten Klamotten, stinkend nach Angst und Kacke, ein Held aus Zwang denn Überzeugung, so möchte ich Herrn Cruise öfters auf der Leinwand sehen. Sobald er den penetranten US-Gewinnertypen mimt, ist er einfach nur zum Abschalten.

Zum andren wird es Will Smith, der negroide Gegenentwurf zu Tom Cruise, nie schaffen, sich in mein Herz zu spielen. Seine ebenso penetrante Rechtschaffenheit, sein Dauer-Gesichtsausdruck des niedlichen Teddybären und die Abwesenheit von Selbstironie machen jeden Will-Smith-Movie für mich zur Tortur. Sein Image als smarter, sauberer Aufsteiger-Afro und seine abstehenden Ohren werden ihn irgendwann für die Rolle des anderen großen farbigen Schaumschlägers prädestinieren: Die Hauptrolle im Barack Obama -Film.

Nach all der Schelte nun das Lob.
Es gebührt Charlie Sheen, dem genialen Selbst-Darsteller in der Serie Two and a half men, eingedeutscht zu "Mein cooler Onkel Charlie". Eine schnelle, schräge Screwball-Comedy rund um einen reichen Nichtsnutz, der ständig am Saufen ist, ständig entzückende Miezen abschleppt und der mit seinem Loser-Bruder Alan sowie dessen pubertierendem Sohn Jake ein schickes Strandhaus in Malibu bewohnt. In der deutschen Synchronisation recht zahm, ist das englische Original recht saftig, jeder Dialog sitzt und sprüht vor treffendem Humor. 
Prädikat: Sehenswert. 


Montag

NUMMER 100

Yeah!
Wie dem Jubiläum wert, die gute Nachricht zum 100er!
Ab 2011 gibt es den AIRBAG FÜR RADFAHRER!!!
Schon gekauft, wenn er was taugt!
Besser als jeder olle Helm, der gegen offenstehende Autotüren oder horizontal im Wege stehenden Stahlkanten schützt sowie gegen Besenstiele, Bambuspfähle und Bayonette, die von vorn oder hinten Einlass begehren.
320 € für so ein Ding.
Nach dem Urlaub fällig.
Alles Gute!

Nummer 98

Schlechtes Gewissen zu haben bedeutet, sich ausschließlich und zuallererst auf die eigenen Schwächen und Fehler zu konzentrieren. Das kann nicht zielführend sein.

Nummer 97

Wir, die Klasse um 1965/70, sind die Kinder der Generation Steve McQueen, das Original der 70er Jahre, deren bloßer und humorloser Gegenentwurf die "68er"-Kommunisten darstellen. 
Wir sind auch die Generation Playmobil, und die Zeit geht grade mit Riesenschritten über uns hinweg.
Unsere soziale Scharnier-Funktion als Zeitzeugen, grob gesprochen vom Zweiten Weltkrieg unserer Eltern über den Mauerfall hin zur Globalisierung, von Super-8 zur Digi-Cam, von den Beatles zu Techno, ist allerdings völlig wertlos geworden, da unsere Kinder, die Generation Xbox,die lieber im Dämmer elektronischer Gifte verblödet und fett wird, mit Steve McQueen, Playmobil und den Beatles nichts mehr anfangen kann. 
Da wir auch keinen Krieg durchstehen musste, wurde nicht gesiebt, es gibt von uns zu viele, es gibt nicht genügend Jobs, sodass die Angepassten mit Schlips und Schleimerei Karriere machten, während die Trotzköpfe mit Glück auf einem chaotischen Bauernhof Landwirt spielen oder mit weniger Glück Tagelöhner sind, oder gleich Hartz IV. 
Na ja, vielleicht ist es ja gut so. Wir sind zwar für nichts mehr zu gebrauchen, aber wenigstens sind wir keine Massenmörder.

Nummer 96

So, so.
Der Europarat, die EU-Kommission und andere Gremien-Kasperletheater haben also getagt.
Und was ist dabei raus gekommen?  
Wurden etwa dringende Reformen angemahnt, oder Lösungen gefunden für die drängenden Probleme des Alten Kontinents, wie Bildungskatastrophe, Übergewicht, Arbeitslosigkeit, Überalterung, Kompetenzen-Dschungel? 
Nein, es werden bloß neue Monster-Behörden geschaffen, um "verdiente" Versager auf bequeme und gut dotierten Versorgungspöstchen zu setzen. Schließlich wollen auch inkompetente Partei-Soldaten ihren Lohn!
Aber wir brauchen eine EU-Außenbehörde mit 9000 Beamten extrem dringend! Auch eine degenerierte Sozialisten-Adlige weiß, was ihr gebührt! Zwar ohne Kinn im Gesicht, aber mit dem Segen von Kotzbrocken Tony Blair. 
Die EU entpuppt sich immer mehr als UdSSR mit kapitalistischen Zügen. Wir, das Volk, dürfen nicht einmal unsere sogenannten Vertreter in Brüssel wählen.

Nummer 95

Sooo, nach der verbockten Wien-Wahl kamen die Regierungsparteien, angeführt von Dick & Doof, also Pröll und Faymann mit dem Budget rüber. Was zuvor verheimlicht wurde, trat ans Tageslicht: Bauern, Beamte, Pensionisten, und Hackler kriegen mehr Geld, gespart wird bei Familien, Kultur und Bildung.
Somit ist Österreich auf dem Weg zum Arbeiter- und Bauernstaat, auf dem Weg zu einer Kleinstbürger-DDR, frei nach dem Motto: Kinder, Kultur, Bildung, so an Schaaß brauch ma net, des mocht nur Lärm und Ärger.
 Meine Einstellung zu dieser Bananenrepublik gleicht jener der Inneren Kündigung.
Scheiß-Österreich, von der rückständigen Inzucht-Monarchie über Dollfuß und Adolf in die sprachlose Spießer-Diktatur Anno 2010.
Bravo. 
Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.