Der Gemeine Katzenpanda

Freitag

Nummer 297

Es gibt Dinge, die besonders ärgerlich sind. Nein, nicht die polnischen Schwarzarbeiter am Bau gegenüber. Bei denen ist wenigstens klar, die fangen nicht allzu früh an und sie hören nicht allzu spät auf. Mein Ärger gilt auch nicht der total korrupten Hausverwaltung, die unser Haus brutal auf Verschleiß managt. Wofür sie, nebst gesagt, der Mietergemeinschaft unglaublich freche Kosten verrechnet, wie etwa die Rasen-Erhaltung unseres ABGESPERRTEN Gartens. Auch nicht den Wiener Stadtwerken gilt mein Ärger, die rein zufällig unisono mit den Wiener Verkehrsbetrieben und dem Wiener Magistrat ihre Tarife, Preise und Gebühren  simultan erhöhen, wobei sie in bester Gutsherrenmanier die Wiener und Innen herzlich düpieren, so knapp ein Jährchen nach der letzten Gemeinderatswahlen, als alle Parteien uns das genaue Gegenteil versprachen, genauer genommen den Wählern, zu denen ich nicht mehr gehöre, nur zur Klarstellung. Denn auch die Grünen, als Große Gerechte angetreten, sind, kaum ins Rathaus gewählt, von der sozialistischen Freunderl-Lok und Machtmaschine Michael Häupl augenblicklich niedergewalzt worden. Wer mit den Haien schwimmen geht, sollte besser eine DICKE Haut haben. Und diese Grünen, von vielen Jungen und vor allem von den Erstwählern favorisiert, diese Grünen, die doch etwas verändern wollten, sind von ihren Idealen ebenso schnell abgerutscht, wie ihnen diese Erkenntnis dämmerte - und die ersten Gehaltschecks übern Tresen gingen. Soviel dazu.

Nein, ich finde es besonders ärgerlich, wenn am selben Tag Haarföhn UND Staubsauger flöten gehen.
Der Föhn hat ein Jahr gehalten, und 10 Euro gekostet.
Den Staubinger habe ich 2002, mit den damals ganz frischen Euro-Scheinen bar gelöhnt, und zwar einen satten Hunderter.
Hat sich also beides rentiert.

Das eine war freilich ein Phantasie-Brand, im Russen-Shop erstanden, als Ersatz für ein nach einem Jahrzehnt dahin geschiedenes deutsches Qualitätsprodukt, das andre war ein deutsches Qualitätsprodukt. Zwar ist die Firma in den lieben, unparteiischen Medien in den letzten Jahren hauptsächlich wegen internationaler Schmiergeldskandale aufgefallen, und von den lieben, unparteiischen Medien dafür auch gehörig abgewatscht worden, aber dennoch muss ich aus rein persönlicher Erfahrung sagen, ob nun Staubsauger oder Föhn, Fernseher oder Kühlschrank: Meine sehr geehrte Damen und Herren, die Produkte der Firma S. kann ich unbeschränkt empfehlen.   
Mehr kann ich für Ihre Brieftasche nicht tun.
Guten Abend.  

Nummer 296

Lustig: Der Betrüger Karl-Theodor Guttenberg schlüpft bei einem US Think-tank unter. Bis zum Comeback.
Traurig: ÖH-Feministinnen veruntreuen 400.000€ Mitgliedsbeiträge (also auch meine Knete) für ein Homo-Café.
Klassikaner: In Palästina weben seit zwei Jahren drei Frauen am GRÖSSTEN STROHHUT der Welt.