Der Gemeine Katzenpanda

Mittwoch

Nummer 143

ARBEITSTITEL



Ludwig erinnerte sich noch sehr genau an jene Kindheitstage, als Sprache ihm noch etwas weitgehend Fremdes war, etwas, das die großen Menschen beherrschten, ihm selbst aber immer wieder entglitt bevor er es in Händen halten konnte und sich entfernte wie ein alter grauer Wolf, der auf engen Pfaden zwischen hoch auftürmende Regalwänden verschwand, deren Abteilungen unregelmäßig gefüllt warten mit Büchern Heften einzelnen Blättern Stapeln von beschmierten Papierfetzen. Der Wolf trug das nunmehr schlafende Kind vorsichtig auf seinem Rücken weiter ins Labyrinth der Büchergestelle, tiefer ins Halbdunkel hinein, wo das Tier sich schließlich niederließ, um den Schlaf des Kindes zu bewachen. Der Wolf erinnerte jeden, der sich ihnen näherte, mit einem leisen, aber deutlichen Knurren an seine Pflichten. Dann schlief auch der Wolf ein. Er träumte von den Höhlenmalereien der Indianer daheim, am grünen Wasser des Lake Tipahaskee.

Raben krähten. Eine Squaw spielte mit ihren Augen Flöte. Wenn sie sprach, klang es, als ob Steine in ihrem Munde rollten. Der dicke Brahma gähnte im Hintergrund. Er war müde vom Nichtstun, von der Anbetung, mit der die Eingeborenen ihn irrtümlicher Weise schon seit Jahrhunderten verfolgten. Dabei mochte er das Land hier gar nicht so besonders. Zu kalt, zu nass, zu viele kahle Berge. Schon oft hatte er sich über sein Karma gewundert, das ihn hierher geführt hatte- unter halbnackte Wilde, die gepökeltes Tierfleisch aßen, die sich Haut mit stinkendem Fett einrieben. Brahma seufzte. Er verstand nicht einmal, was sie sprachen! Aber seine göttliche Intuition ließ ihn vermuten, dass er für einen Bibergott gehalten wurde. Mit ihren Dämmen sorgten die fleißigen Castoren für genug Wasser in der Umgebung. Es war üppig grün. Hier gab es Wild im Überfluss. Er war ein wichtiger Gott. Also ließ er sich den leiernden Sing-Sang bieten, mit dem ihm die Schamanen regelmäßig sanftmütig stimmen mussten, er stopfte sich den Wanst mit ihren Leckereien voll und er schwängerte ihre Jungfrauen.
Die Liebe wenigstens, ist eine internationale Sprache. Denn die Ladies waren eine Labsal für sein heimwehkrankes Gemüt. Wild waren sie, mit dunkel brennenden Augen, in Hirschfell gehüllte Naturkinder - nicht sanftmütig dekadent wie die seidigen Tempeltänzerinnen daheim, aber dennoch gelehrige Kamasutra-Schülerinnen. Aber Brahma war traurig. Seit geraumer Zeit schon hatte sich unter den Stämmen, die am See hausten, Unruhe breit gemacht. Sie hatten von Eindringlingen im Osten gehört. Hellhäutige Menschen mit Haaren im Gesicht und kleinen Häusern auf dem Kopf. Angeblich konnten die Fremden sogar zaubern. So hatten fast alle dieser Männer ein Wasser bei sich, das wie Feuer brannte und vernünftige Krieger innerhalb kürzester Zeit in Narren verwandelte. Die Opfer dieser Zauberei lachten und schrien und lallten, ehe sie schließlich einschliefen. Nach dem Aufwachen erinnerten sie sich an nichts mehr. Aber jeder von ihnen hatte schreckliches Kopfweh und großen Durst.

Auch anderes Wunderwerk hatten die Fremden: Kleine, flache Silberscheiben, in denen die Squaws ihre Gesichter sehen konnten; furchtbar knallende Töt-Stöcke, kleine und große, die sie auf Tiere richteten, die nach dem Knall wie vom Blitz getroffen zusammenbrachen. Die Fremden tranken am Morgen eine bittere, schwarze Suppe, in die manche von ihnen sogar süßes Salz taten. Es war ungeheuerlich! Die Bleichgesichter breiteten sich aus wie die Heuschrecken, sie fraßen die Landschaft kahl und verwandelten die Erde selbst zu riesigen Ansammlungen von Tipis aus Stein und Holz. Das Wild floh vor ihnen, sie verpesteten das Wasser der Flüsse und Seen, die Luft stank um sie herum, und allenthalben machten diese fremden Teufel ständig großen Lärm.
Nein, wusste der Brahma, das sind keine guten Neuigkeiten. Ich fürchte das Schlimmste. Diese Fremdlinge, die haben sich festgesetzt. Das was die tun, das klingt nicht nach Bauern. Das sind Händler und Räuber. Die können den Reichtum dieses Landes riechen. Die gehen freiwillig von hier nicht mehr weg. Der Brahma seufzte. Das hatte er in Indien schon gesehen.

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Faunus, mit Krücken und nur einem Bein, in Rot gekleidet, Brille und Bart, Spitzbauch und Sandale auf dem linken Fuß, holperte, schlenkerte mit pfeifenden Schenkel-Schwüngen durch seinen alten Palast. Die Wände waren purpurn und golden, mit vielen Gemälden behangen, es duftete nach Spezereien und exotischem Räucherwerk. Nackte Nymphen tummelten sich lasziv mit satten Satyrn in goldenen Stäuben. Allerorten standen kleine Brunnen, aus denen süß duftende Wässer oder blutroter Wein quollen. Sphärische Musik, von Windspielen und Schattenkammern verströmt, durchzog den Prachtbau, und wohin auch Besucher ihre Schritte lenkten, überall traten sie auf kostbare Pelze oder dicke Teppiche. Die hohen Wände fanden keinen Abschluss, denn der Wolfsgott liebte den freien Himmel über ihm, so dass die Augen, je nach Zimmer, entweder ewig strahlendes Sonnenlicht oder Sterne funkeln sahen, manches der Gemächer hingegen offenbarte den Mond in seinen verschiedenen Phasen, andere den Sonnenuntergang oder die Morgenröte. Vielerorts beugten sich hohe Bäume mannigfaltiger Gestalt über die Mauerkrone, flochten ihre Äste zu geheimnisvoll raschelnden Dächern, die Schatten gaben oder, im Falle der Weiden, sich bis zum Boden herabbeugten, um ein diskretes Versteck für das sinnliche Vergnügen zu bilden.

Um Ludwig herum blühte die Nacht in Porzellan empor. Die erste Aussaat war aufgegangen sog sich mit Leben voll. Sie verstanden ihn nicht ganz. Andere überhaupt nicht. Das Turmzimmer war schon von Legenden umrankt, ehe es seinen künftigen Bewohner überhaupt gab. Das Zimmer fächelte mit der trockenen Hand einer eleganten Dame in ihren frühen Achtzigern frische Luft zu. Mein Gott, all diese Treppen jeden Tag, wie machst du das nur, du musst schon wissen, mein Sohn, auch ich bin eine große Zauberin, und er wusste, sie war sogar eine noch größere Magierin, als er selbst, natürlich, wie sollte es anders sein, schließlich war sie ja seine Mutter. Unverdrossen trotzen sie gemeinsam einsam den nagenden Winden der Zeit. Nun, wie wir alle wissen, schafften die beiden das auch eine ganze lange Weile lang. Ihre Mitmenschen konnten es nicht begreifen, brauchten es auch gar nicht, es reichte ja, dass die beiden genau deswegen geliebt wurden, es an ihrer Stelle zu tun.

Rings um ihn herum schlummerte die Stadt der Nachtlichter. Unten bei der kleinen Kirche ging doch tatsächlich die Kette vom Rad ab. Dennoch hatte es sich gelohnt. Denn die Frau, die ihm nach der Reparatur Feuer gab, hatte ein Feuerzeug im Leopardenmuster. Er fand es witzig, dass auch ihre Handtasche, ihre Lederjacke und ihre Schuhe, der Überzug ihres Fahrradsattels, die Bügel der ins dunkelblonde Haar zurückgesteckten Sonnenbrille waren im selben Muster gehalten.
WOW!
Eine echte Leopardenlady!
Das glaubt mir niemand!
Wär’ die was für einen Löwen?
Nee!
Zu dünne!
Zu schwach auf der Brust!
Die hält ja nix aus!
Seine Freunde hingegen hatten sympathische Kommunisten gerne.
In Wirklichkeit natürlich, waren die Kumpels allesamt Sexualfaschisten, aber das war ebenso eben so. Die einen schmückten sich gerne mit fremden Federn. Die anderen, hingegen, schmückten sich mit fremden Häuten. Kein Wunder, dass die Dinge so beschissen standen, in der Welt. Well, well, well.
Sie ritten den Sturm ab. Durch widerwogende Wogen und durch abgeneigt sich zeigende Wiegen hindurch, war es ihnen gewogen, das Beben. Was für wüste Behauptungen da auch aufgestellt worden waren, keine einzige hatte ihren alten Horizont lebend überschritten. Nicht eine wurde in späteren Jahren dementsprechend wieder gefunden, nämlich erfunden. Aber dennoch, immer noch schimmerte ein goldener Abglanz auf den Wogen, und ihre Kämme hielten sie damit benetzt. Die Reiter auf dem Sturm, sie ließen ihre Knochen bei der Garderobe. Demonstratives Hämmern gegen Fußbodenbalken und andre, tragende Bausubstanz simulierende Elemente des alltäglichen Lebens, glitt als Warnung oder gar Drohung an ihm herab wie das dünne Geschnatter müder Kinder.
Niemand hatte nichts versprochen.
Daran hatten sie alle sich gehalten.
Und so vergingen die Jahre.
Als der neue Tag noch keine halbe Stunde alt war, kribbelte es in seinen Zehen:
Essen ist fertig!
Heiß, scharf, fettig!
Mit Käse und Gelbwurz!

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Die Männer saßen in der Beruhigungstonne und meditierten. Unvermittelt sagte einer von ihnen in die Stille hinein:
„Ich glaube für alle sprechen zu dürfen, wenn ich sage, wir hassen unsere Feinde.“
Und siehe, jener, der gesprochen hatte, das war ein Mann aus Gold. Er webte intrigante Fäden, schob schäbige Freunde vor und war auch sonst ein unangenehmer Mensch. Aber sie brauchten ihn, um die Zitadelle zu besiegen.
Ohne ein Wort seiner Gefährten abzuwarten, erhob er sich und verließ die Tonne.
Er überquerte den mit hübschen, weißen Steinen eingefassten Innenhof der Residenz seines Herrn, beziehungsweise desjenigen, der ihn für die Dauer des Krieges angeworben hatte. Er kam an einer gut gewappneten Wache mit flinken Augen vorbei und betrat den Großen Turm. Doch anstatt die Wendeltreppen hinauf zu steigen ging er den umgekehrten Weg, stapfte in die Eingeweide der Bastion hinunter. Auch an anderen Stellen waren Stollen in den Fels getrieben. Dort waren die Vorratsgewölbe, die Senkgruben, die Rumpelkammern und andere Bogengänge, die zusammen den Bauch der Burg bildeten. In der Vergangenheit hatte jeder der vielen Herren sein eigenes kleines Loch in den Berg getrieben, so dass sich ein hübsches Wirrwarr von Irrgärten dort unten befand, eine eigene kleine Welt unter der Erde.
Aber einige wenige dieser Stollen hatten nicht den Zweck, Dinge zu behüten oder zu sammeln, sondern um Menschen fern von anderen zu halten. Er kam an einem weiteren Posten vorbei, der die Waffenkammer bewachte. Da der Goldene Mann überall bekannt war, winkte die Wache ihn lässig durch und biss dabei herzhaft in einen gebratenen Hühnerschenkel. Der Goldene folgte dem Gang, der bald die Fundamente des Turmes verließ und sich längs der Burgmauern weiter wand.
Dieser Abschnitt des Tunnels, den der Goldene, Reflexe werfend, mit elastisch ausholenden, federnden Schritten durchmaß, war lange nicht mehr gewartet worden. Er war nicht trocken, wie etwa der Bereich der Waffenkammer, sondern von Salpeter überkrustet, muffig und feucht. Dennoch wurde er, auf Anordnung des Goldenen Mannes, von Fackeln flackernd erhellt. Der freute sich schon auf seine Arbeit. Das Ende des Stollens mündete in einer eisenbeschlagenen Holztüre. Ein dickes Schloss prangte darauf und verwehrte jedem, der so kühn, unvorsichtig oder schlau genug war, sich an dem Posten vorbei zu schleichen und hierher zu gelangen, endgültig den Zutritt zum Verlies des Goldenen Mannes.
An seinem Gürtel, der das prächtige Brokatgewand, grün, golden und rot um die Leibesmitte zusammenraffte, wie es die Mode verlangte, hing der Schlüssel, durch geschickt darüber gefalteten Stoff vor indiskreten Blicken verborgen. Mit geübtem Griff nestelte er ihn hervor, schob ihn ins Schloss, drehte den Schlüssel viele Male in einem ganz bestimmten Rhythmus nach Links und Rechts, bis der Verschlussbolzen aufschnappte und sich die Türe von selbst nach innen öffnete.
Natürlich war es Blödsinn zu glauben, die Pforte wurde von einem unsichtbaren Dämon bewacht, der jeden in Stücke fetzte, der sich ihr ohne Wissen des Goldenen näherte. Schließlich hatte der Goldene selbst dieses Gerücht von einem seiner Speichellecker streuen lassen. Aber es war sehr hilfreich gewesen, als ein Sklave, der auf der vermeintlichen Flucht in die Zukunft in den Kellern sein Versteck gesucht hatte, dort unten von den Bluthunden der Büttels aufgespürt, gejagt und schließlich am Ende des Flures zu Tode gebissen worden war. Der blutige Leichnam wurde ausgestellt und es hieß, der Mann hätte einbrechen wollen und war vom Dämon dafür bestraft worden. Der Wachsoldat, der am Treppenabsatz besoffen eingeschlafen war, und so dem entlaufenen Sklaven überhaupt erst die Flucht in den Keller ermöglicht hatte, wurde hingegen nicht hingerichtet. Der Goldene war so glücklich über dieses Geschenk des Himmels, dass er den Soldaten nicht nur laufen ließ, sondern ihn auch noch beförderte: Er machte ihn zur Leibwache des Prinzen. Allerdings wusste nicht einmal der Goldene selber, dass es der Sklave gewesen war, der dem durstigen Soldaten die drei Weinkrüge eigenhändig gebracht hatte. Ein wahnsinniger Plan, aber er hätte fast funktioniert.
Der Goldene betrat den Raum.
Dies, so hatte er in Erfahrung gebracht, war einst der Ort gewesen, an dem die zum Tode Verurteilen eingeschlossen wurden. Sie waren so weit weg, dass sie niemand schreien hörte. Manchmal sperrten sie auch mehrere Leute zusammen ein, mit entsprechenden Resultaten. Dies, also, war sein Lieblingsplatz. Hier arbeitete er an der gefaketen Gabenbombe. Und seine Kraft wuchs dabei ohne Verluste. Seine Finger rochen zwar immer ein bisschen nach Scheiße, Fliegen summten um ihn herum wie um eine Leiche. Aber das störte den Mann aus Gold nicht besonders. Beförderung jagte Beförderung. Er war unfehlbar, schien es. Die Feldzüge des Tyrannen, für den er arbeitete, waren stets von Glück gekrönt. Manch einer starb zwar bei den Offensiven, aber auch der machte dabei gute Erfahrungen.
Der Goldene überwachte stets die Schlachten von einem erhöhten, ihm gebührenden Platz aus. Das war er seinem Ruf schuldig. Aber auch aus Kampfeslust ließ er es sich nicht nehmen, früher oder später selbst zur Schlacht hinab zu schreiten. Schließlich gab es jede Menge Gnadenhiebe zu vergeben. Danach gab es stets die berüchtigten Siegesorgien.
„Ich kann nicht alles tragen“, pflegte er seine billigen Freunde dabei anzuranzen, und ein Glas köstlichen Weins zu trinken. Also zogen die los und legten überall Bomben, was natürlich völlig albern war.
„Albern,“ dachte Ludwig „was für ein albernes Wort das ist.“
Aber was sollten sie machen? Alles in die Hände des Schmiedes legen? Oder vielleicht in die des Bonzen? Andere Waffen hingegen, etwa die billigen Schwerter, sanken rapide im Kurs. Dann kam die Wende. Niederlagen jagten die vergangenen Triumphe. Der Fluch der Haltlosigkeit hatte sich bewahrheitet. In dieser Situation konnte unmöglich auf die Dienste des Goldenen verzichtet werden. Demütig kehrten die Berserker zurück ins Kloster. Den Sykophanten in der Tonne wurde es dadurch viel wohler ums finstre Herz. Sie konnten weiter ihren überlegenen kulturellen Praktiken frönen, ohne jemand dafür Rechenschaft ablegen zu müssen.
Inzwischen flogen in der Tonne der Lakaien regelmäßig die Fetzen.
Der Meister war ja fort, im Keller, auf einer seiner abgedrehten Forschungsreisen, und sie konnten in aller Ruhe in seinem Namen schmarotzen. Das war der Preis: Sie passten für ihn auf und petzten, was das Zeug hielt, dafür durften sie am Hof frei Haus prassen.
Das waren miese Typen, echte Arschgeigen vor dem Herrn, unsympathische Angeber, rücksichtslose Proleten, die den kultivierteren Zeitgenossen auf die Nerven gingen, aber gegen die niemand etwas zu tun wagte, weil sie ja die Freunde des Goldenen waren. Auch sie schimmerten durch die Nähe zu ihm ein wenig. Ihr Boss hingegen wusste immer Bescheid, was in Punkto Stimmung und Treue unter seinen Kollegen-Konkurrenten los war. Jeder war ihm seine Stellung als Mund des Tyrannen neidig, und er wurde mehr gefürchtet, als gehasst, aber ihm war das nur Recht.
Denn trotz seiner charismatischen Übermacht war Ludwig auf seine wilden Freunde angewiesen und manchmal nicht ganz Herr über deren Instinkte. Sie brachen alsdann in alle Richtungen aus, metzelten jedes Lebewesen und jedes Fossil nieder, das ihnen zu begegnen das Pech hatte.
Meist dauerte der Blutrausch nicht länger als die paar Stunden, während derer die brutalen Drogen wirkten, unter denen sie töteten. Es kam aber hin und wieder vor, dass sich die Paladine eine Tage oder sogar Wochen am betäubten Schlachten ergötzten. Das war natürlich nur dann nützlich, wenn es sich bei der Beute um den Feind handelte. Doch den bewaffneten Feind bekamen sie nie zu sehen. Nur Bauern und Sklaven. Für die Reputation des Goldenen war das nicht besonders gut. Doch in solchen Fällen gab es immer einen Weg, wie er wieder für Disziplin in seinen Reihen sorgte. All dieses öde Kröten-Pulver, dies Pilz-Zeugs, Zauberpillen und Hexensalben, das war doch nichts Richtiges. Das war bloß Firlefanz und eitel Narretei. Der Goldene Mann schüttelte den Kopf, setzte seine Haschisch-Maske auf und es war ihm eine Ehre, stets den Kameraden beizustehen:
Mit markerschütterndem Kriegsgeschrei stürzte er sich persönlich ins Getümmel. Gemeinsam wirbelten die Berserker stählerne Todestänze durch die Reihen ihrer Feinde. In ihrem Frontabschnitt wurden keine Gefangenen gemacht. Totaler Erfolg, das war das Einzige, was zählte, in Zeiten der Not. Immerhin, sie tranken heißes Wasser, um ihren Stuhlgang zu erleichtern, was schon sehr elegant war, sagten selbst ihre Feinde, und niemand von ihnen litt unter dem Schwert des Dekubitus. Sie aßen gerne säuerliche Äpfel, das sah vor allem der Goldenen gerne, der selbst sehr auf seine Ernährung und Gesundheit achtete. Nicht umsonst war er schon seit mehr als drei Jahrtausenden ein begehrter Berater und Stratege. Alles hat seinen Preis, niemand wusste das besser als er.
Wenn jemand geahnt hätte, was er alles aushalten musste, in seinem langen Leben! Durfte er es denn eigentlich von sich aus jemandem andren sagen, durfte er es wagen, jemand an seinen tiefsten Geheimnissen teilhaben zu lassen? Konnte er solch unmenschliche Lasten auf die Schultern kleiner Menschen legen? Gewiss, er war sonst nicht so rücksichtsvoll, was seine Chargen betraf, aber, seufzend hoffte er zumindest, hatte er sich tief in der schwarzen Seele ein kleines Eckchen mit Würde und Wahrheitssinn bewahrt, als klammheimlichen Tribut ans Leben, denn Ludwig wusste es immer, wann er zu weit ging, und vor gewissen Dingen machte sogar er Halt.
„Nein, mein Herr, nicht mit uns. Und wenn hier und da tatsächlich eine kleine Plünderung, ein kleines Massaker dabei herauskommen wird, so dürfte das niemanden wundern,“ pflegten seine Männer ihren gefesselten Gefangenen zu sagen, ehe sie ihnen freilich die ledrigen Hälse dennoch abschnitten. Aber die Truppen des Goldenen konnten nicht anders: Hinter jeder Türe lauerten tote Kontrahenten. Die Männer tauschten untereinander ihre Helme aus. So, glaubten sie, könnten sie den Feind besser täuschen. Doch Männer starben und Fliegen kamen. Dennoch liebte der Goldene seine Truppen sehr, und so ließ er sie oft mit Gift abrichten. Manchmal ging dabei einer kaputt. Kanonenfutter und Ehrengarde lagen da sehr nah beieinander.
Brüchige Gebetsschnüre glitten durch polternde Hände, spannten einen leckeren Bogen von Lack zu Hühnerkrallen. Quollen dort hinten nicht seidene Gamaschen aus steinernen Verstecken? Folgten sie nicht blind einem dunklen Pfad voller Fallen und Finten? Dreimal hintereinander verweigerten die Götter ihnen die Heilung. Denn im Sintermaterial ihrer Erinnerung wussten diese, was die Zukunft brächte: Was auf die Menschen wartete, war auch weiterhin Wildnis. Würden sie, die Sterblichen, aber daraus auch einen Nutzen ziehen? Die Götter zögerten mit der Antwort. Ihre Erfahrungen mit den Menschen hatten nur ein Ergebnis geliefert: Die waren nicht nur unberechenbar, sondern auch noch unbelehrbar. Es schien auch deshalb unmöglich, sie zu bessern, weil sie im Kettenpanzer ihrer Sterblichkeit steckten und somit auch im weichen Blütenkelch des Vergessens. Was für einen Sinn hätte es da gemacht, sie immer wieder vor dem Schwarzen Wind zu warnen, wenn der so selten kam, dass die Menschen nicht mehr an ihn glaubten als an eine alte Legende? Die Allweisen wussten es nicht. Die Erdenbewohner konnten tausend Male über dieselbe Brücke gehen und den Fluss, den sie überspannte, doch nicht sehen. Natürlich gab es sterbliche Philosophen, die sich ebenfalls darüber wunderten. Aber den Göttern war das einerlei; für sie war eine Perle nicht wertvoller als der Müll eines Verrückten.
Darin, waren sich alle einig, schieden sie sich: Es gab schlichtweg keine Verwandtschaft zwischen Gott und Mensch.
Bevor der Goldene Mann zum Helden wurde, war er der Besitzer ärmlicher Verhältnisse gewesen, und sonst nichts. Dann war der Tag gekommen, an dem die Lieblinge gestorben waren. Die passiven Werte obsiegten, die Karriere des Goldenen begann: Stärke war sein Schicksal.
„Lange Jahre ist das nun her“, dachte er im Stillen, während sich die Nacht über das Heerlager senkte, „Ein halbes Äon lang, und ich hätte nichts dagegen, es noch einmal zu leben.“

Ludwig schmunzelte, ließ einige seiner kindlichen Abenteuer an sich vorbeiziehen, dann seufzte er, wurde traurig, der Tod seiner Eltern, seine Karriere als ungeliebter Kostgänger im Hause verschiedener verschwiegener Verwandter, die Frondienste, die Verspottungen und Prügel, der kleine Hund, den sein Onkel als unnützen Esser totschlug. Hier wurden seine Augen hart, er schüttelte jedes Mitleid ab, ja, sein Blick verengte sich verwegen, Stolz glomm auf in seiner Brust: Jener ferne Augenblick, als ein Kampfmönch auftauchte, der arrogant seiner Tante die Reisschale hinhielt, in einer Geste von Armut ohne Angst, der Mönch, vor dem der Oheim in Ehrfurcht seine Bücklinge machte, der Mönch, dem der kleine Junge nachgelaufen war, drei Tage lang, ohne Schlaf, ohne Wasser, ohne Essen.
Frösche quakten. Kleine schwarze Schatten huschten durch die Nacht.
Mit ihnen verschwanden auch die Erinnerungen. Das hier und das jetzt kamen stinkend zurück. Das Heer ruhte.
Nach diesem kurzen Zwischenstand ging es weiter. Sie schlugen Trommeln im Takt. Sie legten ihre Pflaster ab und stiegen auf. Ohne dass sie es merkten, folgte ihnen eine Ninja-Wolke. Ihr Antlitz war grau und teigig wie alte Klöße aus Reismehl. Wieder stieß die Armee auf die Feinde. Auf dem Schlachtfeld brachen Eisknochen und die Jungs machten keinen Unterschied, ob es die Stimme von Frauen oder Kindern war. Sie sangen. Sie schlugen die Trommeln im Takt.
Durch dreihundertjährige Adern raste sein goldenes Blut, imprägniert mit der Erfahrung in Magie. Ja, eine harte Arbeit. Nichts für schwache Nerven. Nur für Lampen mit Genie. Die Lampe blakte. Seine Haare waren verfilzt und dreckig. Wo war die Pumpe? Wo das Wasser? Wie konnte es so weit kommen? Vergangen die Tage der Glorie wie Rauchzeichen hinter den Bergen. Sie schlugen die Trommeln im Takt
Und nun. Was tun. Das nun.
Fragezeichen geisterten durch den goldenen Geist. Dort zerbrachen sie an der harten Realität. Es war ganz einfach. Dann lag der Braten brach. In der Sonne und roch. Er roch. Das ganze Raubtier sträubte sich vor dem gammligen Fleisch. Aber die anderen, die Dämonen, die hetzten los, ihre Hauer ins flaumige Fleisch zu schlagen. „AIIEEE!“, brüllten sie dabei. Und sie kamen über die Wallstatt wie ein Brodem aus der finstersten Hölle. Unbeschreibliche Szenen der Phagie spielten sich ab, vor denen die Gnade selbst ermattete. War es da nicht eine Menschenpflicht, diese absurden Geschöpfe von ihrer unwahrscheinlichen Existenz zu erlösen? Ludwig hoffte es, denn es stand auf seinen Fahnen geschrieben. Ganz anders hingegen das Gold, nach dem er in seiner Alchimisten-Kammer schürfte. Der Stein der Weisen. Nein, da kochte nichts, brannte nichts an am Boden kohlegeschwärzter Pfannen. Hunger? Ein entbehrliches Gefühl. Gefühle? Entbehrlich. Reue? Unerheblich. Er musste sie unbedingt unter Kontrolle behalten. Sie waren unerheblich. Entbehrlich. Unentbehrlich ehrlich. Da brach die Wunde in seinem Inneren wieder auf, die mühsam zusammengepferchte, gedeichselte Narbe, die schimmernd dräute, hinter den Stellwänden der Strategie. Nein, er hatte nichts übrig, für Revolutionäre. Die hatten immer so klamme, trockene Hände, als ob ihnen ständig kalt wäre, oder schlechtes Gewissen sie plagte. Nein, die mochte er nicht, und sein Herr, zum Glück, auch nicht. In dessen Namen durfte er sie ja sogar jagen, gegen gutes, schweres Gold und sanfte Jungfern. Vierhundertneun Männern gebot er noch, von ehemals Zehntausend, und dem vielfältigen Gezwitscher ihrer morbiden Neigungen. Metamorphem Gestein gleich rieben ihre Loyalitäten sich durch die bestzahlenden Hände, verblieben bis auf weiteres treu. Die Petrographen waren dankbar für diese steinerne Härte im Ausdruck des Heerführers. Ihre flinken Schiffchen webten. Sie kannten nicht die Kultur der Theorien. Sie anerkannten nur harte Beweise. Lerne analytische Philosophie, hatte ihm einst der Mönch, der sein Lehrer und Meister geworden, empfohlen, ohne weitere Angaben zum Thema zu machen. Ja, es waren ja schließlich die letzten Worte des Mönchs gewesen, ehe Ludwig ihm den Kopf abhieb.

Ein Asket im Turme sein, das war Ludwig vorgeschwebt, als wünschenswerte Zukunft, nicht all das martialische Gepränge, das ihm nun seit bald einem kleinen Äon anhaftete. Aber die Götter oder das Schicksal oder der Lauf der Dinge oder der ganz einfach ohne irgendeinen tieferen Grund da seiende Grund, der einfach da seiende Grund zu sein, hatten vielleicht auch wegen möglicherweise mangelnder Alternativen, unter Annahme ihrer grundsätzlichen Existenz dafür gesorgt, dass sein Leben ihn zu dem Goldenen gemacht hatte, der aller Augen blendete. Schweigen ergriff ihn. Was hatte er da grade gedacht? Was war das gewesen? Eine kleine Kapsel an Information, an Stimmung, an Gefühlen, an Sein, eingefangen in einer winzigen Blase subjektiven Quantenschaums? Woher dieser Hunger, mehr von diesen kleinen Diademen zu erhaschen, die seine Träume manchmal mit sich brachten, eingepackte Information, dreidimensional vorhanden, bereit und erfreut auf sein Eindringen, Eintauchen, Einsickern in die Blase, die Tinte, das Fass. Aber warum fühlte er sich provoziert? Warum so ungnädig, ja herablassend behandelt, vom Schicksal, wo er doch alles erreicht hatte, was er andre sich jemals erträumt hatte? Die Geister der Vergangenheit würden ihn auf ewig jagen? Die Schmerzen nie nachlassen, Wunden nie verheilen? War das sein unabwendbar zugeteiltes Schicksal, das er gläubig zu ertragen habe? Wo waren die Zibeben, die Nuss-Splitter und Zimtschälchen, wo dicke Zuckerglasur, die Ludwig doch bestimmt ebenso zustand wie allen andren Kindern in der Nachbarschaft? Kurz vor dem Ziel brach er fast zusammen. Immer weiter schraubten sich die Drähte ins Filigran hinein, näherten spitze Fingern sich den fummelnden Fungi und heliotropen Enden, bis sie schließlich wieder den Zilpzalp hörbar machten, den kleinen Waldschwirl seiner Kindheit.

Siebenunddreißig Jahre später hatte ihn die Vergangenheit zum ersten Mal eingeholt, mit dem leisen Klirren zweier zu nahe beieinander stehender leerer Flaschen. Was für ein Irrgarten war es gewesen, aus dem Ludwig sich herauswinden hatte müssen! Die klebrigen Tentakel, die ihn zu ersticken, die scharfen Säuren, die ihn zu zerfressen, der ewig hungrigen Schlunde, die zu verschlingen ihn drohten, Tausende kläffende Höllenköter, eine Legion scharf geschrieener Schmerzlaute, das ganze Gehör umbrodelt von knallenden Warnpeitschen, was für ein Alb! Vierzigundeinundvierzighundert Gedanken später verspürte er einen sachten Stich in der Brust. Projektive Gestaltungstests bemächtigten sich seiner, ein ungeheurer Ekel vor ihnen erfüllte ihn, wie vor Fangschrecken und Schaben, peinlich wie Kalauer über die armen kleinen Zorillas. Einer der süßkranken Zornnattern zertrat er willig den spitzen Kopf. Duftendes Grindkraut überzog die Mauern.
Doch kürzer als ein Drachenfunkeln wirkte der Zauber. Das war die Hauptsache. Trotzdem fühlte sich der Goldene nicht behaglich. Ganz im Gegenteil, große Unlust, ähnlich schmerzhaft wie vom Luftzug entzündete Nerven, hatte ihn befallen, ließ nicht locker, weste vor sich hin, lästig wie Fleischreste zwischen den Raubtierzähnen. Bei all seinen Makeln war er doch kein im Grunde schlechter Mensch. Merket auf! Schrieen seine Augen, ich bin nicht bloß eiskalter Mörder, sondern auch gefühlvoller Künstler! Ich, der mir gebadete Weiber bringen lasse, war einst unglücklich verliebt, ich, Kommandant höllischer Legionen, besaß zwei kleine Meerschweinchen, die tot gebissen wurden, ich, Lügner, Scharlatan und Betrüger, habe einst meinen Eltern vertraut, ehe ich sie kennen lernte.
Nun war er bloß noch müde.

Seine Schar saß um ihn herum, ihr Nachtlager war gerichtet. Wachen wachten, Poliere polierten, Esser aßen. Alles hielt sich die Waage, weil er in deren Mittelpunkt hockte. Es war alles so schwer, manchmal. Er hatte gerade erst die Ninja-Wolke entdeckt, die knapp außerhalb des Lichtscheins über einer Baumkrone hing. Vermutlich würde sie warten, bis alles schlief, um die Wachen zu töten und dann mit einem Blitzinferno das ganze Lager auszulöschen. Es gab nur wenige Schutzmöglichkeiten gegen Ninja-Wolke- Attacken. Eine einzige, um genau zu sein, und das war die Zauberei. Der Goldene war ein Großer unter den Zauberern. Was die Wolke natürlich nicht wissen konnte. Also gefror diese plötzlich zu einem spröde knisternden Kristallklumpen, der nun auch noch von einem Blitz getroffen wurde und in einem bunten Konfettiregen aus elektrischer Energie explodierte.
Der Goldene zuckte mit den Achseln, als ihm die Kameraden bewundernd auf die Schultern klopften und deutete an, sie sollten froh sein, dass es bloß eine Ninja-Wolke gewesen war und nichts Ärgeres, etwa einer der gefürchteten Schildkröten-Mutanten, der Männern mit einem Prankenhieb das Gesicht wegfetzen konnte, oder eine Tanz-Spinnen-Königin, eine flinke und präzise Giftspuckerin, oder … - die Liste war endlos. Jeder träumte von einer freundlicheren Umwelt, vom Seligen Etwas, außerhalb des Königreichs der Dämonen, ob sie den Weg zurück jemals wieder fänden.
Eine gute Tat, das war alles, was der Goldene noch tun wollte, ehe er sterben konnte, eine, vielleicht die erste, Gute Gabe, plus Zutaten, in seiner Diktatoren-Karriere, er würde nicht drauf spucken können. Und siehe! Es fiel ihm ein! Ich könnte meine Männer wieder aus dieser Scheiße heil und ganz herausführen, wenn ich es nur wollte. Aber will ich es denn? Warum folgen sie mir denn? Weil ich sie von Sieg zu Sieg führe. Darum! Und er grollte ihnen fast dafür, niemals verlieren zu dürfen - aber ihre Anbetung treibt mich ja immer weiter, du weißt doch auch, diesmal führst du sie in den Tod. JA, du ahnst es, nicht wahr, deine Stunde rückt näher, und dir ist es nicht einmal so unangenehm, nach Jahrtausenden, also lass es, zieh deine Männer nicht da mit rein. Da war er nun, der Zweifel, er hallte wieder und wieder, im goldenen Geist, ob er es denn wollte, oder nicht. Er hasste sich selbst dafür.
Ebenso, wie er seine Männer hasste für deren gierige Liebe. Dabei lieben die noch gar nicht mich, sondern das Gold, die Macht und die Weiber, all dies ich ihnen gebe. Wenn ich ihnen sagen würde, die Sache ist vorbei, Jungs, die Bande gelaufen, wird die Meute versuchen, mich aus Rache umzubringen.
Bin ich eigentlich noch deren Chef, oder bin ich schon deren Gefangener?`
Und diese Männer soll ich auch noch in die Welt zurückführen, damit sie noch möglichst viele Menschen terrorisieren können? Nein! Ich weiß was Besseres! Ich werde sie nun ganz bewusst in den Orkus führen, und wenn ich selber dabei draufgeh’ - ach was, das willst du doch ohnehin! Auf alten Spuren wandeln, sagte er sich. Ist bloß Sache der Übung! Die depressivste Flötenmusik, die ein geistig gesunder Mensch sich noch vorstellen konnte, ohne sofort Selbstmord zu begehen, drang von irgendwo im Lager an sein goldenes Ohr. Das machte ihn wieder froh. Ein Zeichen von Menschlichkeit inmitten dieser dämonischen Durst! Er durfte wieder hoffen! Er fummelte eine kleine Holzpfeife aus seinem Hüftgurt, die er mit einer Art von Gewürzkraut voll stopfte. Der Goldene erhob sich und ging, einen weiten Bogen ums Lager herum geschlagen, schließlich auf das große Feuer in der Mitte ihres Lagers zu. Im unruhigen Flackern der Flammen konnte er Umrisse, vage Gestalten erkennen, Schlafende Krieger, in ihre Schlummerrollen gehüllt, die Waffen in Reichweite, Pferde, die in der grausigen Umgebung ängstlich, unruhig schnaubten und von den Pferdeknechten beruhigt werden wollten, grimmige Wachposten, in deren Blick sofort Respekt trat, wenn sie den Goldenen erkannten. Eine der üblichen Runden, die Ludwig ums Lager drehte, ehe er sich in seinem Zelt, wo Maky, sein dressierter Wickelbär, schon auf seine Ration Honigbananen wartete, er Ludwig sich zum Schlafen niederlegte.

Der Goldene hockte sich ans Feuer, suchte einen Span zwischen dem Brennholz hervor, hielt ihn ins Feuer. Sobald das Hölzchen aufglimmte, hielt er es an seine Pfeife und paffte ausgiebig. Würzig duftende Wolken stiegen rund um seinen Kopf auf. Selig sog er den Rauch ein Seine Männer, lauter harte Kerle, die wie das aussahen, was sie waren, nämlich eiskalte Killer, waren nie hinter diese Eigenart des Goldenen gekommen. Einer oder zwei Kerle hatten das Kraut ausprobiert, sich danach aber so elend und liebevoll und vom Gewissen verfolgt gefühlt, dass sie es niemals mehr anrührten. Ihren Kameraden war das Warnung genug. Sie, die das Vergessen im Schnaps und den Armen käuflicher Weiber suchten, konnten eine Störung der Psyche gar nicht brauchen. Insgeheim bewunderten sie ihren Anführer dafür, dass er sich freiwillig, und, so schien es, sogar mit Genuss, ungewöhnlich heftigen seelischen Grausamkeiten aussetzte, die einem gewöhnlichen Söldner den Beruf zur Hölle oder ganz und gar unmöglich machen konnten. Was für ein Narr ich doch war, diesen grausamen Haufen so lange von Sieg zu Sieg geführt zu haben, zu Schande und zu Unrecht, zu Reichtum und Gemetzeln jenseits jeglicher Pflichtbedürfnisse. Jetzt überkommt dich aus heiterem Himmel Reue und Bereitschaft zur Buße? Was soll das? Warum willst du das tun? Nicht, dass ich an deiner Entschlusskraft zweifeln würde, beeilte er sich zu versichern, aber musst du dabei wirklich selber draufgehen? Das ist doch nur gut und billig. Ich werde das Schicksal meiner Männer teilen. Das gehört sich so. Gut, gut, da magst du ja Recht haben. Er spürte ein Zögern in sich. Aber was? Nun, wenn du erst mal tot bist, wer macht dann all die Schäden wieder gut, die du und deine Horde im Leben angerichtet haben? Ja, das ist eine gute Frage. Du hast sie dir auch schon früher gestellt. Das Leben ist keine simple Schachpartie, mein feiner junger Freund. Genau. Also beiß’ ich in die Zitrone und blicke mir selbst ins Gesicht. Das klappt ja hervorragend, meldete sich eine noch tiefere Schicht zu Worte. Ich zwinge mich jetzt selbst. Oder auch nicht, sagte die Dritte Instanz. Blitzartig duckte er sich nach rechts und vorne weg, schleuderte mit der Linken sein Wurfmesser instinktiv. Der Pfeil zischte knapp an ihm vorüber. Er bohrte stattdessen sich ins Gesicht des Speerträger-Leutnants, der einzige seiner Truppe, der eigentlich noch zu retten wert gewesen wäre, tötete den jungen Mann im Schlaf. Das goldene Geschoß hingegen beendete auf der Stelle die Existenz eines der Untoten Bogenschützen dritten Grades, bereits mit Bajonetten und Stahlspangen auf der lackierten Rüstung versehen, eine der exzellentesten Schützen-Klassen, die es gab.
Eigentlich empfand er das immer als einen Akt der Gnade, Untote zu töten, grimmiger Prediger göttlicher Gesetze. Aber einen Menschen dafür zu verlieren, das war jedes Mal ein viel zu hoher Preis. Just in ein Nest voller solcher Legionen der Hölle führte er seine Männer, nun definitiv dazu entschlossen, diesem kranken Treiben ein ebenso krankes Ende zu bereiten. Auf Wiedersehen, Schwester, rief er dem zusammen sackenden Etwas nach. Voller Grimm zog er sein Messer aus der Gurgel des gefällten Zombies, wischte die klebrige Klinge an dessen Stofffetzen ab. Der Goldene erhob sich und spuckte dem Kadaver auf die Stirne. Als er sich beim jungen Toten hinkniete, war sein Gesicht jedoch voller Wärme, und Mitleid, vielleicht sogar schlechtem Gewissen. Er sägte den Pfeilschaft dicht über der Eintrittswunde in der Stirne ab und warf den Schaft weg. Mit dem linken Zeigefinger drückte er die mit einem Widerhaken versehene Pfeilspitze hingegen ganz in den Kopf hinein. Anschließend wickelte er ein Banner, zur Bandage gerollt, um den Kopf des Gefallenen. Der Goldene ließ die Männer wecken. Sie mussten einen Scheiterhaufen aufschichten, legten den posthum zum General beförderten Leutnant mit allen militärischen Ehren zuoberst drauf, und verbrannten ihn. Was für ein Schwachsinn, was für eine Verschwendung. Und der Rückweg erst, ganz allein durch diese Hölle, bar jeglicher Behaglichkeit menschlicher Begleitung, na Mahlzeit, wer singt denn hier draußen für mich ein Hohelied des Schutzes? Mein kleiner Wickelbär vielleicht? Ja, das wäre schon mal was, wurde ihm beigepflichtet. Das könnte ja sogar Spaß machen. Spaß machen? Du machst mir Spaß! Ich werde wohl wieder die ganze Zeit über Dünnschiss haben, wie immer, wenn ich unter extremen Stress leide. Das kann ich gut verstehen, nickte er sich zu. Ich muss unbedingt genug Obst für Maky mitnehmen, das arme putzige Kerlchen, meine kleine Marotte, soll nicht Hungers leiden müssen.
Von dem verseuchten Zeug, das hier so wächst fällt ihm höchstens das dicke braune Fell ab.
Die ganze Armee stand stramm, glotzte gebührenfrei in die Flammen, die ihren Kameraden verzehrten, wer wollte, durfte beten. Die Nacht näherte sich mit den jungen Knochen dem Ende, und die Männer mussten sich für den Dienst des Tagens zusammenreißen. Formieren, in Reh und Kleid abmarschieren, immer die Straße zum Ruhm hinunter, auf Geheiß ihres Führers. Vierhundert gegen eine Million, das war einfach! Sie waren schließlich die Besten. So dehnten sich im Laufe der kommenden Tage und Wochen die Überfälle, Nadelstiche und Scharmützel zu wahrhaft schweren Gefechten aus. Der rote Tribut. So nannten die Veteranen diesen Zustand. Am Ende wären entweder sie oder alle Feinde tot. Das Gebot des Kodex. Die unterwegs starben, wurden von den Überlebenden am Ende der jeweiligen Kampagne gebührend gefeiert. Nun. Bislang gab es zumindest immer ein paar Überlebende. Einige der Männer murrten, fielen aber bald. Die Reihen wurden dicht geschlossen, Gefechten wenn möglich ausgewichen. Natürlich wussten sie, dass einer von ihnen mindestens tausend Gegner wert war, das wusste jeder, das war der offizielle Umrechungskurs. Aber all diese Massen, das war etwas Neues. Männer, die rasten mussten, sich schichtweise ablösen, so viele Untote mussten sie metzeln. Doch die Feinde nahmen kein Ende. Nach drei Monaten trafen sie endlich auf die Hauptarmee des Toten-Königs. Dreihunderttausend Soldaten gegen knapp zweihundert Söldner. Längst fochten sie nicht mehr um eine imaginäre Beute, sondern um ihr Leben. Wehe, wenn sie erkannten, wem sie ihre aussichtslose Lage verdankten. Wenigstens verrichteten sie einen geheimen Dienst am Nächsten, säuberten die Lande von den Untoten. Sie würden später mit ihrem Boss abrechnen. Doch am Ende der Großen Schlacht lebte nur noch der Goldene. Während des gesamten Gemetzels im privaten Zelt zurückgezogen, arbeitete er an einer Liste aller Reparationen, die er zu leisten gedachte. Er kalkulierte bis zum Schluss alles durch. Danach trat er mit einem heiteren Lächeln im Gesicht das Schlachtfeld.
Er konnte gerade noch sehen, wie sich die zwei letzten Koma-Kombattanten gegenseitig den Kopf vom Rumpfe trennten. Sie sanken lautlos um. Er sah sich um. Berge von Kadavern türmten sich um sein Zelt auf. Die ersten seltsamen fliegenden Kreaturen krochen bereits auf ihnen herum. Sie begannen, sich von den Ludern zu nähren. Der Goldene schulterte seinen Ranzen. Er nahm sein Haustier in den Arm und streichelte es. Mit dem Bambus-Kampfstock in der anderen Hand holte er weit aus. Ludwig setzte den ersten Schritt seiner Heimreise.

Nummer 142

Assange, übernehmen Sie! 


Regierung weist Vorwürfe zurück

Zwei Tage nach der Wiederwahl des kosovarisschen Ministerpräsidenten Hashim Thaci hat der Europarat ihm Verwicklung in illegalen Organhandel vorgeworfen. In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht beschuldigte der Schweizer Europaratsabgeordneten Dick Marty Thaci, am Handel mit den Organen serbischer Gefangener nach dem Kosovo-Krieg 1998 und 1999 beteiligt gewesen zu sein.

Marty schrieb in dem Bericht von erheblichen Beweisen, dass die Kosovarische Befreiungsarmee (UCK) im Norden Albaniens Serben sowie einige Kosovo-Albaner in geheimen Gefängnissen „unmenschlicher und erniedrigender Behandlung ausgesetzt hatte, bevor sie schließlich verschwanden“. In einer Klinik seien Gefangenen Organe entnommen worden, die anschließend auf dem internationalen Schwarzmarkt an ausländische Kliniken verkauft worden seien.

Diese Aktivitäten seien von UCK-Führern mit Verbindung zum organisierten Verbrechen organisiert worden und würden „bis heute in anderer Form andauern“, schrieb Marty. Der Abgeordnete verwies auf Ermittlungen der EU-Mission EULEX, die im Oktober in der Medicus-Klinik in der Hauptstadt des Kosovo, Pristina, fünf Personen, darunter Ärzte und einen Beamten des Gesundheitsministeriums, unter dem Vorwurf des Organhandels und illegaler medizinischer Tätigkeiten festgenommen hatte.
Thaci soll Boss der Gruppe sein

Der frühere Schweizer Staatsanwalt Marty nannte ausdrücklich Thaci als „den Boss“ der Drenica-Gruppe, einer „kleinen, aber unvorstellbar mächtigen Gruppe von UCK-Mitgliedern“, die seit 1998 die organisierte Kriminalität unter ihre Kontrolle gebracht habe. Die diplomatische und politische Unterstützung der USA und anderer westlicher Länder habe Thaci nach dem Kosovo-Krieg den Eindruck gegeben, „unberührbar“ zu sein, schrieb Marty.

Der Ausschuss der Parlamentarischen Versammlung des Europarats für Rechtsfragen und Menschenrechte wird sich am Donnerstag in Paris mit dem Bericht Marys befassen. Seine Annahme durch die Parlamentarische Versammlung soll am 25. Jänner erfolgen.

Thacis Demokratische Partei (PDK) bezeichnete am Dienstag in einer Erklärung die Vorwürfe Martys als „Lügen“, die auf „unbewiesenen und erfundenen Tatsachen“ beruhten. Das Ziel des Berichts sei es, die UCK und ihre Führer zu schädigen. Die Partei kündigte an, „alle möglichen und notwendigen Schritte zu unternehmen, um Martys Lügen zu begegnen, einschließlich rechtlicher Schritte“.
Rund 500 Menschen verschollen

Nach früheren Angaben der serbischen Behörden dürfte sich die Zahl von in Albanien verschollenen kosovarischen Serben und Albanern auf etwa 500 belaufen. Den Anlass für Ermittlungen der serbischen Behörden, aber auch Martys hatte ein Buch der früheren UNO-Chefanklägerin Carla del Ponte aus dem Jahr 2008 geliefert. In dem Buch „Im Namen der Anklage - Meine Jagd auf Kriegsverbrecher und die Suche nach Gerechtigkeit“ (italienischer Originaltitel: „La Caccia“) hatte die Schweizer Juristin berichtet, dass sich die Tribunalsanklage 2004 auch mit dem angeblichen Handel mit Organen serbischer Zivilisten in Albanien befasst habe.
Bisher keine Anklage

In dem Kapitel über den Kosovo-Krieg schrieb Del Ponte über die Verschleppung von rund 300 Serben durch Mitglieder der UCK nach Nordalbanien im Jahr 1999. Dort hätten UCK-Mitglieder Gefangenen Organe entnommen und die Gefangenen anschließend ermordet. Wegen fehlender Beweise waren von Anklägern des UNO-Tribunals allerdings nie Ermittlungen eingeleitet worden. Die kosovarischen Behörden hatten auch die Vorwürfe Del Pontes zurückgewiesen.

Nummer 141

Schlimm, was Multikulti unter Kultur versteht.
Ich denke, das kommt daher: Die meisten Multikultis sind völlig unkultiviert -die Vita allzu vieler Multikulti gibt das leider her, diese Kulturlosigkeit -wie bei Joschka Fischer Claudia Roth Cem Özdemir etc. pp- da hilft auch keine spätere Professur oder Pipeline mehr. Die haben einfach keine Kultur. Wie sollen sie da Un-Kultur als solche erkennen können?
Ich denke, Multikulti, das ist, was Sloterdijk falsches aufgeklärtes Bewusstsein nennt- verkürzt gesagt, wenn Lügner Lügner Lügner nennen.
Kleinbürgerlicher Dogmatismus und der Kleinbürger in Machtposition haben allerdings schon einmal nicht zur Ablehnung eines Studenten an der Wiener Akademie der Künste geführt. Was seinerseits keineswegs bedeuten muss, nunmehr wirklich JEDE untalentierte Prolet hätte Anspruch auf den Besuch einer Akademie -auch das ist Multikulti. Dies ist auch kaum besser als eine Herrschaft der gemeinsten Hausknechte, wie sie Egon Fridell beschrieben hat. Im Wien des Frühjahrs 1938 ist er mit den Worten „Bitte zurücktreten!“ aus dem Fenster gesprungen.
Die Herrschaft des Proletariats ist doch wahrlich erreicht worden, wenn auch anders, als von Marx geplant. Der Sozialstaat der europäischen Nachkriegszahl wurde weitgehend vom BÜRGERTUM getragen, nicht vom Adel oder der Industrie. Aber ewiges Parasitentum zerstört irgendwann den Wirt. Kapitalismus haben wir grade noch überstanden, aber Sozialstaat, das hat uns das Genick gebrochen.
Mit dem Bürgertum ging im frühen 21. Jahrhundert allerdings auch der Sozialstaat flöten. Die einsetzenden Verteilungskämpfe waren grade im Struggle zwischen autochtonem Subproletariat und Migrationshintergrund-Klientel besonders brutal. Übervölkerte Quartiere entvölkern sich ganz von allein, ganz im Sinne von NEW WORLD ORDER.
Natürlich habe ich nichts gegen arme Schweine. Bin ja selber eines.
Vielleicht dürfen ja die sterblichen bürgerlichen Überreste in ein paar Jahren beim Sieger des Sozialkrieges doch noch überleben, als post-hellenistische Klavierlehrer agieren, oder als Mathe-Nachhilfe, bei den Kindern der vitalen neuen Elite in lupenreinen mafiösen Türsteher-Diktaturen wie Rumänien Kosovo Bulgarien Kasachstan Moldawien Albanien etc. etc. etc.
Welcome to Europe!!
Diese Kultur-Blüte, die den Kindern der robusten Rohlinge Aristoteles, Valenzgrammatik und die Pastorale einpflanzt, jenes griechische Feigenblatt am rohen Hoden der römischen Legionäre, na, jene, sie zivilisierten das Imperium und läuteten als späte Rache in Form und Dank vom Christentum auch seinen Untergang im Westen ein. Seitdem ist was schief gelaufen, in Europa, aber grade diesem Umstand verdanken wir Bürgerlichen ja unsere moderne Existenz. Denn die Römer waren zwar „Herrenmenschen“, aber zum Glück keine Nazis.
Nein? Sehen Sie sich doch einmal Filme von der frühen Gefolgschaft extremistischer Parteien an.
Ich denke, ohne das geharnischte Mittelalter aber auch keine Kreuzfahrten, kein Verdun, keine Wewelsburg.
Ich weiß, nun bin ich ein wenig abgeglitten.
Zurück zum Thema.
Keine verschwindende Minderheit, also alles um die einstellige Prozentzahl herum, kann sich ernsthaft einbilden, die Majoritätsgesellschaft ohne einen Showdown innert 30, 40 Jahren übernehmen zu können? Noch dazu, wenn diese Minderheit im Großen Ganzen vom Gast erhalten wird? So dumm kann niemand sein, der europäische Geschichte kennt, oder? Wissen die wirklich nicht, wozu wir fähig sind?
Das es soweit kommen musste, war eben das Risiko einer Gesellschaft, die sich Selbstkasteiung und Selbstzweifel und Selbsthass auferlegen hat lassen durch eine linke Minderheit in Machtpositionen. Von Absolventen weicher Wissenschaften wie Soziologie, Politologie und Kulturwissenschaften. Lauter linke Folklore, linke Neu-Wissenschaften, linke Werte-Setzkästen, die heute bestimmen, was richtig und was falsch ist. Leute, die Massenmörder zu Vorbildern haben. Leute, die total dumm sind.
Die Guties eben. Figuren wie unsere intellektuellen Leuchten. Unsere Top-Künstler. Unsere Stars und unsere Star-Irgendwasse.
Ich kenne aber auch keinen Politiker, der nicht ein totaler Vollidiot wäre. Egal, welcher Partei. Links, rechts, Mitte, liberal: Alles Entsetzlich.
Dieser Mainstream hat nicht das Recht, uns alle zur höheren Glorie einer Ideologie zu verheizen.
Je länger der kranke Zahn schmerzhaft im Kiefer vor sich hin fault, umso näher wird der Zeitpunkt rücken, wo du dir notfalls mit einem Stein das Ding aus dem Kiefer brichst, weil dir die Schmerzen bereits in den Ohren gellen.
Der ganze Mundraum ist befallen. Hier Korruption, Organisierte Kriminalität, Banken, Justiz… da Massenmedien, Multikulti, Hedgefonds, Politikerkaste, und zwischen allem klebt die EU-Bürokratie.
Ich schätze, diese faulen Zähne müssen wohl auch mit raus.
Just my two cents.
Aber danach können wir unser Gebiss wieder sehen lassen.