PASSENDE BEMERKUNG
Er
legte die alte Harry Polyakoff-Platte auf, knackte sein erstes Bier und drehte
sich einen Grass-Joint. Er war in einer diffusen Stimmung, aber Alles in Allem tendierte
er zur Zufriedenheit hin. Denn der Sonntagabend, üblicherweise Garant für blaue
Stunden, versprach diesmal Gutes für den nächsten Tag. Aber er wollte es nicht
verschreien. Bloß nicht. Der Aberglaube ist aber, glaube ich, haha, verzieh er
sich selbst rasch sein Spielchen, eine besonders abgefeimte Form von self-fulfilling prophecies. So also wurde
ich all die Jahre um meine reifen Früchte gebracht: Von den eigenen Gedanken. Er
krümmte sich kurz. Das konnte doch nicht wahr sein! Was für ein Depp, und was
für ein glücklicher Narr dabei, immer neugierig genug, um etwas dazuzulernen.
Er musste lächeln. Zu drollig, diese Vision von Harry Polyakoff, der verkleidet
zu einem Karaoke-Wettbewerb geht und dort Playback seine größten Hits zum
Besten gibt, vor einem zunehmend begeisterten Publikum, das ihn, wie geplant,
dann doch noch erkennt und anschließend frenetisch umjubelt. Weitere Bilder: Harry,
in der Phase seiner ersten, schweren, Kokain-Depression, wie er sich mit heißem
Kamillentee und Buttercreme-Törtchen zurückzieht, Mitte Dreißig und schon ein
Nervenwrack, mit wüsten Selbstmordphantasien, so schwülstig und kitschig, dass
schon der Gedanke daran Zahnweh auslöste. Er verließ die Interpretation, sein
angestammtes Gewerbe, und schrieb eigene Lieder. Leider reichte es nur zu einem
mittelmäßigen Verschnitt der Musik anderer. Polyakoff, nur reproduktiv ein künstlerisches
Genie, ein Mann, der an der harten Realität der eigenen, kargen Kreativität zu
scheitern drohte. Später.
Harry,
in der Phase seiner x-ten, schweren Kokain-Depression, wie er sich durch Therapien
und Entzugskliniken schleppt, Ende Dreißig noch immer ein Nervenwrack, ein
millionenschwerer Pimpf mit diversen Gurus und Mental-Trainern, die ihn auf den
Weg der Gesundheit zurückschleppen sollen, scheinbar alles vergebens. Doch dann
kam Hank Guitarra und rettete Harry. Religiöse Gefühle ergriffen den immer noch
jungen Musiker: „HALLELUJA!“
Er
trank sein Bier aus und runzelte die Stirne. Ja, das war doch eindeutig der
Klang von Psychopharmaka. Es war beinahe unerträglich. Was für eine Klientel
sollte denn da bedient werden? Viele Jahre später revanchierte sich Mister Polyakoff
mit einer schönen Coming Out-Dankeschön-Platte, die, wie geplant, jedoch alle
als Gedenk-Geschenk an den Verstorbenen interpretierten. Und doch bekenne ich
mich als sein Fan, bin einer von Dutzenden Millionen Müllschluckern, die tief
in die Scheiße greifen müssen, kräftig in ihr wühlen, bis zu den verschmierten
Ellbogen hinauf, um ein paar der Nuggets hervorzusieben. Aber hatte er denn
wirklich etwas anderes erwartet? Natürlich nicht. Am Schluss waren Harry nur
noch die Karaoke-Bars geblieben. Dort wäre er immer ein Star. Was für ein
schöner Gedanke.
Er
nickte betulich. Ja, ja. Dann entdeckte er in einem Magazin das Photo eines weißen
Affen. Der war als George W. Bush verkleidet, mit Perücke, Schminke und allem.
Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, der Affe ist in Wirklichkeit Nancy,
die Tante des US-Präsidenten.
Lächerliche, kleine Schreibübungen, um langsam wieder in Form zu kommen.
Beobachtungen festhalten, das schadete nie. So gelangten flüchtige Splitter in
sein Archiv, wo sie zwar verstauben, aber nicht vergessen werden konnten.
Vielleicht sollte ich denen doch eine Rechnung stellen, für geleistete Dienste,
überlegte er. Das zweite Bierchen war fast noch leckerer als sein Vorgänger,
jedenfalls flutschte es ziemlich. Eine Sucht hetzt die andre, und darum kramte
er seine Rauchutensilien zusammen und machte sich das nächste Pickerl. Barry,
der bescheidene Bernhardiner.
Immer
noch besser als Trappist. Er hatte einen kleinen, schmerzhaften Rasur-Pickel am
Kinn, gleich links von seinem Kinnbärtchen. Vielleicht sollte er sich das
Bärtchen mal einfach so abrasieren. Das wäre schon was. Und dann mal kucken.
Sehr lecker. Aber Heuschrecken totschlagen? Wozu? Warum nicht mal nach
Ostdeutschland fahren? Dort nämlich tragen Leute im Showbusiness angeblich Künstlerfrisuren
und seltsame Namen. In den Händen kichernder, älterer japanischer Touristinnen
sehen Thüringer Bratwürste dafür aus wie die Produkte einer pornographischen
Kannibalen-Sekte. In der Tatü-Ta-Tat war all dies bloß ein Spiel wie in
Wolkenkuckuckheim, mit gelben Plastikmöbeln, schwarzem Holzboden und hellblauen
Polstern, wehenden Stoffbahnen, aufgeregten Kindern, planlos- bemühten
Jugendarbeitern und einer bösen, alten Nazi-Spionin im dunklen Hintergrund.
Kack
auf den Zirkus.
Kack
auf den Clown.
Kack
auf den Zoo.
High-Class
Hardcore-Nutten, die bei afrikanischen Warlords Minnedienst tun.
Gedeihlich
mumifizieren.
Stückweise
verdorren.
Zur
menschlichen Dauerwurst werden.
Wunderbar,
sagte er sich, das hab ich mir schon immer gewünscht.
Eine
Woche später drehte sich das Karussell immer noch an der gleichen Stelle
weiter. Nichts hatte sich substantiell verändert. Eine gewisse Ökonomisierung
der Gefühlswelt festzustellen, wenngleich in einigen Fällen eher aus
sozial-sexueller Konditionierung und biologischem Nestgründungs-Ticktack
resultierend, denn aus materieller Gier, auch er kam nicht umhin, das leider zu
akzeptieren. Ging es hier nur um Taktik? Ums bunte Schleifchen am Paket? Zärtlichkeiten
als Belohnung? Was wäre der Preis für Intimitäten? Vermutlich mehr Flutlicht. Also
ließ er wieder einmal das Sonntagnachmittagsbierchen ploppen und schlug sein
geliebtes Magazin auf. Am jenem Abend versuchte er außerdem, seichten Proleten-Trance-Dreck
zu ertragen, geboren aus einer mittlerweile ebenso ehrwürdigen wie ekelhaften
Musiklabel-Serie. Damals, am Beginn seiner Drogenkarriere, war doch dieses Schallplattenetikett
noch ein Garant für gute, frische Klänge gewesen.
Immerhin,
es gab auch heute noch Ansätze für Qualität, wenn er nur genau genug hinhörte.
Aber im Großen und Ganzen war das Geld beim Fenster rausgeschmissen. Egal. Er
hatte ohnehin kaum welches. Ihm graute weiter vor der bürokratischen
Monstrosität Studium, das ebenfalls bald wieder losgehen würde, und der
läppische Techno erinnerte frappant an die Inhaltslosigkeit mancher seiner
Dozenten. Nun ja. Und fast aller seiner Kommilitonen. OK? Ja.
Und
die Studentinnen?
Geschenkt.
Lieber
gleich in die Fremdenlegion eintreten. Aber was ihn am allermeisten störte, war
die Ahnungslosigkeit, die beklemmende Mittelmäßigkeit der Idioten, die sich
solche Scheiß-Platten kauften und diese beschissene Musik auch noch gut fanden. Was für eine edle Klientel.
Tja, ihr armen Würstchen, einfach zehn Jahre zu spät dran, das ist alles.
Eigentlich könnt ihr ja nix dafür. Aber andererseits waren es genau eure Brüder
und Schwestern im Geiste, die uns damals den Untergrund kaputtgemacht haben:
Prolls nehmen ja auch lieber Speed als LSD. Disco-Geige statt Sitar. Bloß nicht
nachdenken, gelt? Nun, ihm konnte das ja inzwischen egal sein. Das Pendel hatte
angefangen, zurück zu schwingen. Er nahm einen langen Schluck aus der kalten
grünen Flasche. Nach einem satten Jahrzehnt der pausenlosen Nivellierung, anschließenden
Tieferlegung von Geschmack und Anspruch bei gleichzeitig steil nach unten ragender
Niveau-Kurve meinte er endlich bei den Angehörigen seiner Generation,
philosophisch gesprochen, nicht nur eine unendliche Sehnsucht nach Qualität zu
spüren, sondern auch den unbedingten Willen, diese auch zu erhalten, erlangen,
erstreiten. Da kannte er keinen Zweifel.
Empirisch
beweisen konnte er das auch. Erfolg hemmt Stress.
Außerdem
hatte er erfahren, dass die Welt am zu Weihnachten 1995 vor ihrem Untergang bewahrt
worden war. Von einem katholischen Theologen, einem betrügerischen Hellseher
und einem Death-Metal–Freak. Die Geschichte war nicht ganz einfach und ist nur in
gleicher Weise zu erzählen. Er trank das Bier aus und verzog leicht angewidert
sein Gesicht. Die Neige war schon fast zu warm gewesen. Sein linkes Auge juckte
wie verrückt. Er dachte an Wurmlarven in seinem Augapfel. Aber dann lief eine
Träne, reich an natürlichen Antibiotika, ihm über die Wimpern. Es war bloß der
Marihuanastaub auf den Fingern.
Er
war beruhigt.
Ebenso
ruhig, wie zu guter Letzt die Arbeitskollegen eine namenlosen, westdeutschen Porno-Fans.
Die Kegelmeisterschaft war zu Ende, die Athleten wieder auf dem Heimweg. Die
Jungs hatten im Taxi auf dem Weg nach Tegel den polnischen Star Teresa Orlowsky
gesehen. Die Dame ohne Unterleib hatte augenscheinlich von ihrem Autotelefon
aus, Handys gab es ja 1988 noch kaum, ein sehr wichtiges Geschäfts-Gespräch
geführt. Die Kollegen hatten, wie es wahre Fans manchmal so tun, ihrem Idol
eifrig zugewunken, gar die Seitenscheibe heruntergelassen, wild gestikuliert,
ja, sie gaben es zu, auch die eine oder andre obszöne Einladung war da
rübergeflutscht. Ohne Reaktion. Ganz cool sei die Lady da geblieben, habe unermüdlich
weiter telefoniert, dabei mit der anderen Hand das rote Sportauto ganz
konzentriert und geschickt durch den Straßenverkehr gelenkt. Aber schließlich
hatten die Kollegen sich wieder eingekriegt. Die Erektionen gingen zurück. Aber
am Flughafen hatten sie doch noch ein Bier auf ihren Samen-Engel getrunken, sich
anschließend VTO-Fickhefte gekauft und auf dem Klo hinterlistig einen
abklaviert. Die Hefte wurden daheim vor der Frau versteckt. Die wollte ja
sowieso nie. Wie die andren Kollegen-Frauen auch nicht. Die Jungs konnten das
nicht verstehen. Blöde Weiber! Ja, ja. Die Kollegen. Sie hatten am Ende alle eingesehen,
die geile Pornoschlampe war in Wirklichkeit eine gewiefte Businessfrau. Ihre
Firma ein Selbstläufer, vor allem im Osten.
VTO.
Ein
Name wie eine heiße Rennwagen-Serie, und viel, viel schnittiger als die beworbenen
Produkte. So eine gute, leicht pornographische Krankenschwester. Die Florence Nightingale der
billigen Wichser. Zog sich im reiferen Alter schließlich doch aus dem aktiven
Geschäft zurück und machte dann nur noch die standesgemäßen Bürodienste. Außer
privat, natürlich. Die hatte solche blöden Deutschen und deren doofe Anmache gar
nicht mehr notwendig, sie war schließlich reich und, na ja, berühmt. Außerdem
war ihr eigener Ehemann ein Hengst
von einem Schwanzträger. Das wusste jeder. Aber die Jungs hatten wenigstens in
der Kneipe an der Ecke was zu erzählen, für den Rest ihres Lebens. War damals
in Berlin gewesen. Hab’ da die Teresa Orlowsky im Auto gesehen. Und immer
konnten sich Kalle, Jochen (der Ruhige), Jürgen und Brummi (Trucker, ist schon
mal bis Sewastopol gekommen), dann erhöhter Aufmerksamkeit sicher sein. Was?
Die von den VTO-Videos? Na klar! Ich sag’s doch! Also erzähl schon. Der
Taxifahrer hingegen hatte diese Typen einfach nur ekelhaft gefunden. Aber wer
sollte den schon fragen? Na Gott sei Dank! Der hätte vielleicht ein Nichts
gesagt! Was für kranke Typen! Da gab es doch noch viel bessere, jüngere Mädels! Er konnte Namen nennen! Candy
Date zum Beispiel, oder Whitey Snow, die wilde Anny Lator, selbstverständlich und
dann die unerreichte, außerirdische Girls-Only-Queen Shelby Dyke.
Natürlich
fiel ihm dabei ein, er könne sich ja gleich einen neuen Joint drehen. Zur Feier
des Moments. Wie wollt ihr denn wissen, wovon ihr sprecht, wenn ihr es selbst
nicht erlebt habt? Wie könnt ihr etwas verbieten, das ihr nicht kennt? Wie soll
denn da eine vernünftige Gesetzgebung dabei rauskommen? Er dachte sich in Rage.
Dann schüttelte er die Achseln. Selber Schuld. Ging er halt nicht in die aktive
Politik. Würde er niemandem was von der geheimnisvollen Hurensekte des Großen Y
erzählen, schließlich war er ja kein Greenhorn mehr. Im bewahren von Geheimnissen,
da war er richtig gut geworden. Aber wo, verdammt noch mal, war die verfickte
Schere abgeblieben? Sie steckte in einer hohen, dunkel glänzenden Wand, direkt
zwischen einem König und seinem Sorgenkind. Und dabei konnten beide nichts
dafür.
Schluchz,
schluchz, schlecht sind immer nur die Menschen! Er weinte sehr. Bittere Tränen,
abermals voll leckerer, natürlicher Antibiotika, gebt es ihnen nur tüchtig,
meine armen, lieben Zähren, schluchz, schluchz, so viel Wahrheit liegt doch in euch!
Er konnte kaum an sich halten. So viel Erkenntnis! Und auch so viel – Humor!
Nun schlug die Manie um: Er bleckte die Zähne, vor lauter Lachen, diesmal. Die
Nachbarn waren das schon gewohnt. Die störte das nicht, vielmehr machten sie
dasselbe wie er. Wird der Kreis sich schließen?
Der Zweifel nagte. Das zwang zu ausgewogenem Verhalten. Und gutem Witz.
Von wegen. Schuppen bröselten. Klänge lösten die Luft zu Informationen auf.
Hmmm. Also doch noch? Oder was? Er würde es wohl niemals endgültig erfahren,
hatte aber die Kurve vor Ort noch souverän gekratzt. Der Abschluss war ja immer
schon das Allerschwierigste gewesen, für ihn. Hauptsache, die Musik ging immer
so weiter. Nichts da, mit doofer Daten-CD. Das verbat er sich. Dieser morsche
Friedhof! Dort möchte er nicht mal begraben sein! Interessant auch, wie ihm
weiter nichts aufgefallen war, für die kommende Woche, Dinge eingeschlossen,
mit denen er innerlich schon fast abgeschlossen hatte. Aber das war in
Wirklichkeit nur Lampenfieber. Das war er der Sache schließlich schuldig. WOW:
Was für eine reife Prozession! Sehr professionell! Die Geologen kommender
Generationen werden staunen! Die letzten Balken Realität zusammengezimmert, um
ihr einen Schein von Wirklichkeit zu geben, aber auf die finale Erkenntnis
würde die totale Auflösung folgen, unmittelbar und unwiederbringlich. Hmmm. Was
für ein Ding! Das konnte er doch niemandem zumuten, oder? Nein, noch
nicht.
Das
Licht blendete ihn sachte. Es würde schon alles in Ordnung kommen, er musste
nur Geduld beweisen. Ja, auch für mich gibt es hier jetzt wirre Freunde, singet
dem Herrn ein Lob.
Und
er freute sich wieder.
Das
Licht schimmerte. Es war warm, und golden, es kam aus dem Nichts und Schauer
davon liefen ihm immer wieder durchs Rückenmark, wo sie zu purem Wohlgefühl implodierten.
Andere Menschen, mein Lieber, sind halt nichts als echt üble Arschlöcher, aber
die richtig traurigen, die wissen das, freilich auch sie können ja wie immer
nichts dafür. Darin sind sich alle einig. Aber der Gewinn, den sie dabei
machen, ist immer nur einmalig und sehr kurzfristig. Am Felsen wahrer Größe
jedoch, scheitern sie kläglich. Immer neue Horizonte eröffneten sich ihm dabei.
Sehr, sehr interessant, hmhm, da, dieses freie Assoziieren, das war schon was,
das rückte die Dinge wieder grade, die Stücke ins Puzzle, mein Gott, was hatte
er doch noch zu lernen, hmhm, hmmm, hamm, aaam, mhm, nur wer nichts macht,
macht keine Erfahrungen. Schön, dass es sich da bei vielen Gelegenheiten immer
wieder bewahrheitete, wie relativ Zeit doch ist. Im Vierviertel- oder
Achtachtel- Takt. Die Melodie des Universums. Das waren dann schon die Gene,
die sprachen. Wiedergeburt inklusive. Schön, dass es diesen milden Glanz gab,
dem banalsten Ding die Schönheit offenbarend, die Weichheit der Materie, diese
wabernde Photonen-Gewebe, allumhüllend, alles entschleiernd, und das alles bloß
aus alter Gewohnheit, sozusagen. Alles kompakt hineingepackt ins Gehirn. Die
ganze Energie der Zeit gespeichert. In lebendem Zellgewebe. Der Kuss der
Erkenntnis.
Dann
floss alles wieder gleichmäßig dahin. Wie die Erwartung es empfahl. Damit aller
seine Ordnung hatte. Da konnte nicht ein jeder kommen! Und da dran drehen!
Dieses olle Ellessde! Verschluck dich mal nicht, Bruder Waty! Ungern lungern
die Ungarn im Germ-Teich. Vermouth statt Wehrmacht. Schöne Bilder aus der
Kindheit von Bruder Waty. Sollten sie die doch mit der Hexe verbrennen! Er
würde sie ohnehin nie vergessen! Er machte nun lächerlich kleine, schiebende
Bewegungen mit seinen vorderen Extremitäten. Sie waren fast mehr gefühlt aus
ausgeführt, fast unsichtbar waren sie, fast waren sie nur unwillkürliche
Zuckungen, da hieß es aber aus dem Vollen schöpfen, für die Wimpertierchen in
seinem Augenwasser. Er musste wieder schluchzen, hielt aber nach einer
vernünftigen Zeit damit wieder inne. Rückschläge musst du eben verkraften
können, sagte er sich. Kannst ja versuchen, was draus zu lernen, du
Oberschlaumeier.
Abwarten
und Tee trinken war immer eine gute Devise gewesen.
Die
Zeit verging, Tick-Tack. Und er war wieder einmal davon überrascht, wie gut sie
funktionierte.
Da
fing es wieder an, das Jucken.
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