Der Gemeine Katzenpanda

Sonntag

Nummer 305

Aus gegebenem Anlass: RIP Mr. Apple

Das Ableben von Steve Jobs, dem Apple-Boss. Was Herrn Jobs angeht, so ist grundsätzlich zu sagen, mit 56 Jahren ins Gras zu beißen ist noch recht früh und daher niemandem zu wünschen. Was Jobs' Jobs, also die Produkte von der Firma APPLE betrifft, so kann ich nur sagen: Interessiert mich nicht. Die Apple-Computer waren schon immer was für Angeber, Nerds und pretentiöse Künstler. Das andre Hightech-Spielzeug, also iPod, iPHone und iPad ist/war mir erstens viel zu teuer und zweitens für mich ebenso wie der Apple-PC uninteressant. Ich bin schlichtweg nicht bereit, für irgend so ein Glumpert Unsummen auszugeben, nur um damit die hirnaktivitätsfreie Zeit totzuschlagen - und so ganz nebenbei Geheimdiensten und Konzernen jede Menge Gratis-Informationen wie Bewegungsprofile, Kreditkartenprotokolle und persönliche Vorlieben preiszugeben.  Damit die mich entweder schneller kassieren können oder mit maßgeschneiderter Werbung zumüllen, und zwar semper et ubique. All diese negativen Akzente können jedoch nicht übertönen, daß Herr Steve Jobs ein Visionär war, der vieles gewagt und gewonnen hat- und er hat tatsächlich die Welt verändert. 
Wenn nun im deutschsprachigen Raum linke Leitmedien wie der Spiegel reflexartig mit dem Finger auf den kaum erkalteten Leichnam Jobs' zeigen, und ihn als Ausbeuter, Faschisten und Tyrannen diffamieren, so hinterlässt dies bei mir einen vierfach schlechten Geschmack: Erstens, weil der Autor selbst zugibt, täglich dem iPad zu huldigen, also ein Pharisäer ist; zweitens, weil der Hinweis auf die mickrigen Löhne in chinesischen Montagebetrieben verglichen mit Steve Jobs' Vermögen ebenso lächerlich ist, wie drittens der Hinweis darauf, wie wenige Menschen sich Apple-Produkte leisten können und kindisch politisch korrekt. Und weil viertens so ein Journalist in seiner warmen Hamburger Stube wohl kaum einen blassen Schimmer davon haben dürfte, wie so ein Weltkonzern erfolgreich zu führen ist. 
Aber so ist es halt mit den Sozialisten: Neid regiert ihre Welt, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.  

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