Der Gemeine Katzenpanda

Samstag

Nummer 272

Das Wurst-Käse-Szenario

TEIL 1
Um den werten Leser die richtige politische Einordnung meiner Ansichten und Meinungen zu erleichtern, möchte ich an dieser Stelle einen Schirm aufspannen, unter dem sich die Verhältnisse der Welt in 20 bis 25 Jahren möglicherweise abspielen werden.

Da ich nicht davon ausgehe, daß in jener quasi-fernen Zukunft irgendjemand außerhalb meiner Familie oder der engsten Freunde dieses elektronische Tagebuch lesen wird (ja, ich mir leider nicht einmal sicher sein kann, ob es dann überhaupt noch elektronische Tagebücher für jedermann gibt), schreibe ich diese Dinge nur für die Wetten mit mir selber auf. Wobei es egal sein wird, ob ich Recht hatte oder nicht: Die meisten Entwicklungen, sind eher zu befürchten.

Niemals außer Acht gelassen wird die Tatsache schlechthin: Jenseits aller Zukunftsmalerei, hinter jeder postmodernen Willensäußerung und kryptischer Traumdeuterei steht unerschütterlich der Erste Weltkrieg.
Er ist unbestritten die Ur-Katastrophe, des 20. Jahrhunderts, er ist jene Umwälzung, an deren Folgen wir heute noch knabbern: Hitler, Stalin, Holocaust, Kalter Krieg, Korea, Vietnam, Atomrüstung, Perestroika.

Mit der Globalisierung und dem Internet schien es dann immerhin 20 Jahre lang so auszusehen, als ob das Zeitalter der Kriege ins Zeitalter des Geldmachens umgeschmelzt wäre. Aber das konnte einen weiteren Handlungsstrang aus dem Ersten Weltkrieg nicht ausblenden, der schon seit den 1970er Jahren erneut virulent war: Das Nahost-Problem, Diesem verdanken wir -indirekt- den Paukenschlag des 9/11, den folgenden War on Terror in Irak und Afghanistan, die "Sicherheitsgesetze", den echten Big Brother.  


In 25 Jahren werden wohl die fürchterlichen alten Männer, die heute über der Welt ihre Schreckensherrschaft ausüben, schon tot sein oder im Rollstuhl hocken - jenseits von Gut und Böse. Ihre Namen sind Legion. Doch ihr kennt sie. Ihr wisst, wo sie wohnen, wo ihre Kinder in die Schule gehen, nicht wahr?


25 Jahre, ab jetzt gerechnet, bedeuten eine neue Generation, jene der 2012 Geborenen, die dann den Zustand, den sie ihre Gegenwart nennen, zu einer neuen Zukunft entwickeln werden- der Faden wird wohl weitergesponnen. (Ich selbst werde in 25 in bestem Pensionsalter stehen- das heißt, 10 Jahre Maloche drauflegen für weniger Geld. Supi!)



Im nächsten Teil die Einführung ins Wurst-Käse-Szenario.

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