Der Gemeine Katzenpanda

Montag

Nummer 289

Das Wurst-Käse-Szenario 

Teil 3

Heute: Aus dem Kapitel Wirtschaft
Transport/Mittel - geht ja doch!

Einer der größten "Aufreger" unserer Zeiten stellt sich in Form des Verkehrs dar. Nein, nicht der GV, wie er im Buche steht, sondern der Individualverkehr (nein, das ist auch kein Euphemismus für Masturbation). Mittlerweile gibt es ja in der Großstadt Wien circa 700.000 PKW. Bei einer Einwohnerzahl von 1.7 Millionen ergibt das auf ein Auto auf 2,43 Bewohner.
Wenn wir von der Gesamteinwohnerzahl jedoch Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre (ca. 340.000) sowie die Pensionisten (ca. 260.000)  abziehen, sowie die Arbeitslosen (ca. 70.000) und die Sozialhilfeempfänger (ca. 76.000), sowie die Studenten (ca. 130.000) und die Mindestlohnempfänger von 1.000€/Monat (120.000), ergibt dies: 1.7 Millionen - 856.000 = 844.000 Autohalter.

Das bedeutet, im Schnitt sitzen 1.2 Personen in einem PKW.
An Parkfläche ergibt das einen Bedarf von circa 4 Quadratmeter pro Auto - also 2.8 Quadratkilometer!!!
Diese Autos nehmen nicht nur öffentlichen Platz weg, sie machen auch Lärm und Schmutz und kosten ZEIT.
Und wofür? Damit pro Auto EIN Hansel seinen faulen Arsch von daheim ins Büro und zurück chauffiert? 

So wird das nicht mehr lange funktionieren. Dafür wird schon der ständig steigende Benzinpreis sorgen.
Da wir aber nicht davon ausgehen wollen, daß über Nacht alles zusammenbricht, sondern glauben, wir werden uns irgendwie schon berappeln, treten wir in die "Behandlungsphase" des Problems ein.

Ich glaube, 2035 wird es einen völlig anders gearteten Individualverkehr geben. Neue Gesetze werden etwa Autofahrer zum Car-Sharing ZWINGEN. Statt der Verbrennungsmotoren fahren die Leute mit Strom-Autos.
Eine einzige Art verbesserten Verbrennungsmotor (auf einer Gas/Ethanol-Einspritzung-Basis) wird dann noch erlaubt sein, und zwar für Rettung/Polizei/Feuerwehr sowie die Hubschrauber für Bergrettung etc.
Das Batterie-Problem wird durch neue Errungenschaften in der Regeltechnik und den Materialwissenschaften gelöst. Die Autos werden kleiner, kompakter, ihre Höchstgeschwindigkeit wird begrenzt sein auf 50 Km/H, ihr Bewegungsradius wird maximal dem Durchmesser der Stadtfläche betragen - genug, um von überall zu einem beliebigen Punkt und zurück zu kehren. Die Menschen sollen ja schließlich mit den Öffis fahren. Bus, Tram und U-Bahn werden die Hauptlast des Verkehrs tragen. Die Benützung des ÖNVs (öffentlicher Nah-Verkehr) wird für weite Teile der Bevölkerung GRATIS sein oder für einen symbolischen Obolus von 1 Euro zu haben.
Die oberirdisch verlaufenden Linien haben dank eines modernen Verkehrsleitsystems ständig Vorrang -       Elektro-Autos, die sich einer Kreuzung nähern, die grade vom ÖNV passiert wird, stoppen automatisch ab.
Allerdings ist für Autos ohnehin nur noch EINE FAHRSPUR reserviert, eine weitere für den ÖNV und eine für RADFAHRER. Elektro-Taxis werden eine vernünftige und leistbare Ergänzung bieten, vor allem Nachts, ebenso wird es für Kranke, Behinderte und Alte eine Art gratis Mobilitätsdienst geben.

Der Fernverkehr hingegen wird extrem reglementiert.
Die alten PS-Bomber wie Trucks und 10-Achser gibt es nicht mehr. Gütertransport gibt es bis auf Nottransporte für Medikamente oder Organe nicht mehr geben. Auch Motorräder sind verboten. Züge und Autobusse sorgen für den Transport von Gütern und Menschen.
Flugzeuge werden nur noch Kinder in der Volksschule an die Wand malen. Der Rest der Menschheit, der kein Millionär ist, wird sich das Fliegen nicht mehr leisten können. Massentourismus ADE. Gottseidank. Pilgern und Wandern werden Volkssport.
Auch nicht schlecht.

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