Der Gemeine Katzenpanda

Samstag

Nummer 180

So, Mubarak ist weg, vorerst keine Massaker, Volksfeststimmung in Kairo, Katerstimmung in Washington und Brüssel. Obama schwafelt weitere "Yes we can"-Parolen, die keinen mehr interessieren, Hillary Clinton denkt über eine massive Kieferkorrektur ihrer hässlichen Tochter nach, Merkel und Sarkozy fädeln eifrig die nächsten Deals ein, Berlusconi feilt schon an neuen Bunga-Bunga-Parties mit Mubarak, Ruby und Viagra, das EU-Kinnlos-Monster C. Ashton gibt kinnlose Sprechblasen von sich, aus aller Herren Länder auch sonst eher inhaltslose Wortspenden, die allesamt ihre exklusive Deutungshoheit über die ägyptischen Ereignisse für sich beanspruchen, von Tel Aviv bis Teheran, von London bis Moskau. Die Karten werden neu gemischt, nach dem Motto: jetzt wird alles wieder gut, zumindest für die Reichen, auch der Rubel und das Öl rollen wieder durch den Suez-Kanal  -  Spekulantenherz, was willste mehr? 
Vielleicht noch eine kleine Militärdiktatur mit islamistischen Einsprengseln, um die wilden alten Herren mit Vollbart zu beruhigen, als Garant für Dollars, demokratische Wahlen, Wandel ... und Vademecum-Gum für die Jungs, die doch noch vorm Erschießungskommando enden...  

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