Al-Kaida muß schon ziemlich auf den Hund gekommen sein, wenn Sammy bin Laden mittlerweile auf arme Mongoloide als Knallkörper zurückgreift. Interessant wäre auch die Form der Konditionierung, mittels derer ein Mensch mit Down-Syndrom (so hieß der Arzt, der die Mongolian idiocy als erster wissenschaftlich beschrieb, ehe es politisch unkorrekt wurde, Trisomie-21-Geschädigte als Mongoloid zu bezeichnen, und lange, ehe ca. 1993/94 der berühmte "Mönxn" das Licht der Sprachwelt erblickte, und sich im Drogenrausch der feine Unterschied herausstellte: "Mönx is a Mongo, aber a Bönxn ka Bongo") dazu gebracht wird, einen Sprengstoffgürtel zur Explosion zu bringen.
Derart arg- und wehrlose Menschen als lebende Bomben los zu schicken ist ein Akt abgrundtiefer Barbarei und Ausdruck eines faschistisch-pietätlosen Menschenhasses, der viel grausamer ist, als das Wort "Mongo" es jemals sein könnte.
Ich persönlich bin jedoch vom Gebrauch des Wortes "Mongo" abgekommen, seit ich vor einigen Jahren an einer Bushaltestelle in Berlin ein Pärchen mit Down-Syndrom beobachtete. Beide waren fein heraus geputzt, sie mit Kleidchen, er mit Hosenträger und Fliege. Es war klar, daß die beiden sich sehr lieb hatten. Daneben eine Gruppe jugendlicher Prolos mit Migrationshintergrund, die sich hämisch amüsierten und die zwei Verliebten verbal aufs Gröbste verspotteten. In den Augenblick habe ich mich selbst zutiefst für meine eigene unausgesprochene Diskriminierung von geistig Behinderten geschämt. Der Anblick des jungen Mannes, der seine Freundin bei der Hand hielt und ganz offensichtlich auf sie stolz war wie ein Schneekönig hat ehrlich gesagt zu Tränen gerührt. Da ich auch nicht den Eindruck hatte, daß die zwei Verliebten etwas von der Häme mitbekamen, entschied ich mich, es dabei zu belassen. Die Türken-Prolos zurechtzuweisen hätte mir vermutlich nichts als eine Schlägerei eingebracht.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen