Der Gemeine Katzenpanda

Montag

Nummer 33

In der Straßenbahn, Linie 5, Haltestelle Julius-Tandler-Platz, Wien. Montag, der 17. Mai. Auf einer Werbewand entdecke ich die Ankündigung für den Start des Films „Prince of Persia“. Es handelt sich um die Verfilmung eines Videospiels. Und zwar ist dies bereits die zwölfte (!) Verfilmung eines Videospiels, die in den letzten sieben Jahren hergestellt wurde. Neben der Subprime-, Finanz-, Griechenland- und Euro-Krise scheint es auch eine Film-Krise zu geben, eine Produzenten- und Regisseur-Krise. Kein Geschmack, keine Ideen, keine Qualität. Aber auch dies ist nur ein weitres Signal für die Diktatur des Proletariats, die sich jedoch infolge der zerbröselnden Sozialstaats (noch eine Krise!) bald erübrigt haben dürfte. Das Prekariat ist sich dessen nicht bewusst. Aber wessen ist sich das Prekariat schon bewusst? Vielleicht noch der Preise für Zigaretten und billiges Dosenbier (die autochtonen Zielpunkt-Prolos) und derer für Solarien, Alu-Felgen oder Ego-Shooter-Videospiele (bei MIHIGRU*).
Mein Sitzplatz-Vorgänger hat mir seine Gratis-Zeitung hinterlassen. Sie heißt ganz bescheiden "Österreich". Na, ja. Ein Blick informiert mich über den "schönen Babybauch“ einer C-Prominenten. Ich sollte erwähnen, diese Dame hat der Boulevard ausführlich als die hmm, dritte, vierte oder vielleicht schon fünfte Ex-„Lebensgefährtin“ eines alternden Bauunternehmers publiziert. Dieser Herr betreibt doppelt Integration. Seine Gansi oder Bambi oder Mausi scheint ja proletarische Prostituierten-Wurzeln zu haben, sie hat Karriere gemacht, oder was so eine hirnamputierte Schnalle drunter versteht. Wer nun genau der Vater ihrer Brut ist, bleibt irrelevant, wie in diesen Lumpenkreisen so üblich. Und der neue Musik-SUPER-Star, den Herr Lugner, der Bauunternehmer  neuerdings sponsert, ist der (mehrfach vorbestrafte Ex-Häftling) Zweitplatzierte des Karaoke-Doppelgänger-Wettkampfs Prolo-Hobel-Superstar. Sein Name ist exotisch, Melvin oder Mowin oder Muhin, eine talentfreie Hartz-IV-Heuschrecke, ob der nun Sinti oder Roma ist, weiß ich leider nicht mehr, eins von beiden jedenfalls, aber ich will ja nicht vorgreifen. Woran die zu unterscheiden sind, Sinti oder Roma? Keine Ahnung. Ist ja auch egal, ein Prolet lässt den andern nicht hängen, und beide, Star wie Sponsor, hängen am Massenmedien-Tropf wie die Junkies am Substitol. Bei Zigeuner-Menuwins ersten öffentlichen Auftritt in einem Einkaufszentrum, im Blouson-tragenden Teil des Gürtels, gab es jedenfalls eine MIHIGRU*-Massenpanik mit 20 Verletzten.
Herr Lugner schätzt den Hilfs-Epigonen Menuwin als einen großen Künstler, der „soll mit seiner Musik Millionen verdienen“, O-Ton Lügner, äh Lugner. Moi, konn der gut singen! Zwoar net gut gnua fian depparten Polen, oiso Bohlen, net wahr, oba fia mi no imma owoi gnua! Vermutlich wird Lugner den kürbisgelb gebräunten Menuwin bald adoptieren, dann bleibt das ganze Geld in der Familie. Meuwin wiederum heiratet das Ex-Lugner-Viech (mal was andres, als immer die eigene Cousine zu knallen) auch wenn der Typ, also Menuwin, laut Lugner ausschaut, „ois wär sein G‘sicht aus warmen Gummi g’ossen!“









* Migrationshintergrund

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