Laut einer repräsentativen Studie des Statistischen Zentralamtes Österreich sind bereits 71% der Befragten Österreicher Internet-Nutzer. Weiter erfahren wir, daß von diesen knapp 5.7 Millionen Österreichern fast ein Drittel im Internet Geld ausgibt, sprich Waren oder Dienstleistungen online erwirbt. (Einer dieser 2.3 Millionen Menschen bin ich.)
Da nimmt es nicht wunder: Schlaue Köpfe mit besonders guten Geschäftsideen säbeln sich ein Scheibchen vom Milliarden-Kuchen ab, weil andere SPAREN wollen. Gier ist eines der Momente im Leben, Gier ist eine Evolutionskonstante. Unsere Steinzeit-Vorfahren waren Jäger und Sammler. Gezwungen, das aktuelle Nahrungsangebot maximal zu nutzen: Erdbeeren und Brombeeren waren im Gegensatz zu Höhlenbären ja nicht uneingeschränkt zur Verfügung, Vorratshaltung nicht erfunden, periodische Notzeiten Realität.
Heutzutage, wo in Österreich praktisch jeder immer über einen (vollen) Kühlschrank verfügt, äußert sich dieser atavistische Instinkt lupenrein in -horribile dictu- Freßsucht und der Schnäppchenjagd.
Dieses Schnäppchen, wird zwar gejagt, es ist jedoch kein Lebewesen. Im Gegensatz zu Waldschwirl und Pilchpine existiert das Schnäppchen nämlich nur im Gehirn des Menschen. Ob es sich dabei um ein Virus handelt oder um einen Kommensalen, ist noch nicht restlos geklärt. Aber eins ist sicher: Das Schnäppchen LIEBT Gehirn. Zum Glück sind jedoch nicht alle Menschen vom Schnäppchen betroffen. Es soll sogar ganze Völker geben, die noch nie etwas vom Schnäppchen gehört haben. (Allerdings gibt es auch dort einzelne Betroffene.) Die Menschen begeben sich bei der Jagd nach dem Schnäppchen zum Teil schlicht in Lebensgefahr, bewusst oder nicht. Eine ganze Generation ruft es dauernd aus- schon vergessen?
Heutzutage, wo in Österreich praktisch jeder immer über einen (vollen) Kühlschrank verfügt, äußert sich dieser atavistische Instinkt lupenrein in -horribile dictu- Freßsucht und der Schnäppchenjagd.
Dieses Schnäppchen, wird zwar gejagt, es ist jedoch kein Lebewesen. Im Gegensatz zu Waldschwirl und Pilchpine existiert das Schnäppchen nämlich nur im Gehirn des Menschen. Ob es sich dabei um ein Virus handelt oder um einen Kommensalen, ist noch nicht restlos geklärt. Aber eins ist sicher: Das Schnäppchen LIEBT Gehirn. Zum Glück sind jedoch nicht alle Menschen vom Schnäppchen betroffen. Es soll sogar ganze Völker geben, die noch nie etwas vom Schnäppchen gehört haben. (Allerdings gibt es auch dort einzelne Betroffene.) Die Menschen begeben sich bei der Jagd nach dem Schnäppchen zum Teil schlicht in Lebensgefahr, bewusst oder nicht. Eine ganze Generation ruft es dauernd aus- schon vergessen?
Geiz ist geil.
(Primitiv-Rhetorik wie Sieg Heil, jenem verblüffend ähnlichen, ähnlich erfolgreichen prolet-faschistischen Gruß.)
In Krisenzeiten wird das Sparen ja fast zur patriotischen Pflicht, das trifft sich in der Mitte ganz gut mit dem Geiz. Vor allem im Internet ist diese selbstlose Mentalität prävalent: Freiwillig zahlen? Wozu!
Denn Infotainment bedeutet: Sei selbst in der Freizeit, im Hobby, beim Spaßhaben stets bedacht auf Bildung, auf geldwerten Vorteil. Anders kann es nicht funktionieren. Soziale Netzwerke im Internet sind ein gutes Beispiel dafür. Mit welcher Selbstverständlichkeit ich es hinnehmen soll, gut platzierte Werbung vorzufinden! Mein Auge springt sie automatisch an. Geht physiologisch nicht anders. Ich werde gezwungen, mir das Sujet rein zu ziehen, ob ich will oder nicht.
Fucketyfuck.
Ich kann zum Beispiel gegen Bezahlung raus finden, wer ich in einem früheren Leben war. Diese Firma wirbt dafür wird mit dem Foto eines Schauspielers, der eine Dornenkrone trägt. Das zeugt von Finesse.
Ein anderes Mal prangt an derselben Werbe-Stelle Hannibal Lecter. Soll wohl eine ungeheure Spannbreite an Möglichkeiten suggerieren.
Die Konkurrenz bietet (ebenfalls gegen einen "kleinen" Obulus) einen Vorausblick auf den eigenen Tod. Garantiert. Inklusive Eintrittsdatum, Schmerzhaftigkeit, Ursache und Dauer der Prozedur.
Ich frage mich: Für Geld? Wer will schon für so einen Quatsch Geld ausgeben? Noch dazu freiwillig?
Aber ich zähle doch gar nicht. Ich bin nur einer unter hunderten Millionen.
Ich frage mich: Für Geld? Wer will schon für so einen Quatsch Geld ausgeben? Noch dazu freiwillig?
Aber ich zähle doch gar nicht. Ich bin nur einer unter hunderten Millionen.
Das beißen noch genug an, keine Sorge.
Und selbst ich: Wenn ich nicht hier anbeiße, dann woanders.
Wofür ist irrelevant, Hauptsache ich zahle. Du zahlst. Er zahlt. Sie zahlt.
Ich darf es mit Einstein halten:
Zwei Dinge allein sind unendlich: Das Universum und die Dummheit der Menschen.
Und selbst ich: Wenn ich nicht hier anbeiße, dann woanders.
Wofür ist irrelevant, Hauptsache ich zahle. Du zahlst. Er zahlt. Sie zahlt.
Ich darf es mit Einstein halten:
Zwei Dinge allein sind unendlich: Das Universum und die Dummheit der Menschen.
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