Am Abend vor Silvester sitze ich daheim hinterm Schirm, und harre der Dinge. Vor mir das letzte Stück Brathuhn, umgeben von frischem Reis und Asia-Gemüse. Ich beobachte, wie die grobporige Haut schon schweflig schimmert, die Sehnen langsam mürbe, auch das Fleisch hält noch kaum zusammen, wenn ich es mit der Gabel anstoße. Ekel steigt in mir hoch. Ich rechne nach. Dieses Huhn ist bestimmt schon seit zehn oder zwölf Tagen tot. Dennoch kann ich es noch immer essen, dank Kühlschrank und Strom. Ich überlege weiter, wie ein totes Huhn denn in der freien Natur nach acht oder zehn Tagen aussehen würde. Lieber nicht.
Mir wird schlagartig bewusst, was wir Menschen im Grunde sind:
Hochorganisierte Aas-Esser.
Mir wird schlagartig bewusst, was wir Menschen im Grunde sind:
Hochorganisierte Aas-Esser.
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